Projekt Kur- und Heilwald in Lahnstein
Antrag für Kur- und Heilwald an Schirmherr Roger Lewentz übergeben
Kur- und Heilwald soll als Bestandteil des Gesamtkomplexes Natur als Alleinstellungsmerkmal zur BUGA 2029 im Welterbe Oberes Mittelrheintal wirken
Lahnstein. In zwei dicken und prall gefüllten Aktenordnern, die den Antrag auf Anerkennung als Kur- und Heilwald in Lahnstein beinhalten, wurde dieser nun offiziell an den Schirmherrn des Projektes, Staatsminister Roger Lewentz, übergeben. In den Ordnern befinden sich Konzepte, Pläne und Gutachten, und alle erforderlichen Unterlagen, um den geplanten Kur- und Heilwald in Lahnstein offiziell genehmigen zu können. Damit wäre die Stadt Lahnstein die erste Stadt in Rheinland-Pfalz, die die Anerkennung für einen Kur- und Heilwald erhält.
„Ich freue mich sehr darüber, dass wir die Ersten sind, die den Antrag für einen Kur- und Heilwald in Rheinland-Pfalz an unseren Schirmherrn, Roger Lewentz, überreichen können“, so Oberbürgermeister Peter Labonte bei der Übergabe der Aktenordner. „In mehreren Wochen und Monaten haben wir alles erarbeitet, was wir für den Antrag benötigen und das steht in diesen zwei prall gefüllten und ziemlich schweren Ordnern“, so Labonte freudig weiter.
„Das was Sie sich alle hier in Lahnstein für den Kur- und Heilwald überlegt haben und wie viel Arbeit und Energie Sie in das durchaus wichtige und sehenswerte Projekt gesteckt haben, gebührt höchste Anerkennung. Auch im Landtag sind wir von dem Projekt überzeugt und ich freue mich sehr, den Antrag heute offiziell entgegen nehmen und in Mainz an Umweltministerin Ulrike Höfken weitergeben zu können“, so Innenminister Roger Lewentz.
Die Stadt Lahnstein zählt zu den größten waldbesitzenden Gemeinden in Rheinland-Pfalz. Der Stadtwald Lahnstein hat eine Gesamtfläche von rd. 1.860 Hektar, das entspricht 62,4 Prozent der Fläche des Stadtgebietes. Daher ist Lahnstein geradezu prädestiniert für die Umsetzung der Idee. In dem für die Ausweisung des Kur- und Heilwaldes in Aussicht genommenen Flächen befinden sich vorwiegend alte und urwüchsige Eichenbestände, sodass sich dieser Bereich für die Ausweisung eines Kur- und Heilwaldes und die Nutzung als Therapieraum besonders eignet.
Eine neue Entwicklungsperspektive
Der Ortsteil Lahnstein auf der Höhe soll durch die Anerkennung der in Frage kommenden Waldflächen als Kur- und Heilwald eine neue Entwicklungsperspektive erhalten. Zudem soll der Kur- und Heilwald als Bestandteil des Gesamtkomplexes Natur als Alleinstellungsmerkmal zur BUGA 2029 im Welterbe Oberes Mittelrheintal wirken – und auch den Gesundheitsaspekt im Tourismus bedienen.
Aufgrund der Eignung des Waldes und der Schwerpunkte der beteiligten medizinischen Partner bieten sich die Therapiecluster Psychiatrie, Psychosomatik, Orthopädie, Pulmonologie, Schmerztherapie, Onkologie, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Hals-, Nasen- Ohrenerkrankungen, Immunologie, Adipositas, Kindermedizin und Ernährungsmedizin an. Hiermit würde der Stadtwald in einem hohen Maße zum Wohl der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit beitragen. Der Umgang mit Krankheiten sowie das Ausmaß von Behinderungen können im Sinne einer Tertiärprävention günstig beeinflusst werden. Chronische Krankheiten können so lindernd behandelt werden. Aufenthalte im Kurwald sind aber auch geeignet, die Verschlimmerung, das Wiederauftreten und die Chronifizierung von Krankheiten zu verhindern (Sekundärprävention).
Auch soll der Kur- und Heilwald in Lahnstein auf der Grundlage von anerkannten medizinisch-wissenschaftlichen Kriterien Menschen helfen, gesund zu bleiben und wieder gesund zu werden. Dabei soll die Kindergesundheit ein besonderer Projektschwerpunkt sein.
„Wir haben hiermit alles getan, was wir hätten tun können und jetzt heißt es warten, auf „grünes Licht“ aus Mainz“, so Labonte abschließend.
Pressemitteilung Stadt Lahnstein
Neben Roger Lewentz waren auch alle Projektverantwortlichen bei der Übergabe des Antrages mit vor Ort: v.l.n.r.: Andreas Nick, Leiter des Forstamtes, Hans Leo Cremer, ehemaliger Leiter des Forstamtes und weiter beim Projekt aktiv, Silke Weyer, Revierförsterin, Roger Lewentz, Innenminster und Schirmherr des Projektes, Stefan Bäcker, Büroleiter und stellvertretender Forstamtsleiter Lahnstein, Peter Labonte, Oberbürgermeister der Stadt Lahnstein, Winfried Ries, zuständiger Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung Lahnstein und Dr. Jörg Henning, ehemals Chefarzt der Klinik Lahnhöhe und für den medizinischen Part verantwortlich. Foto: Alina Hillesheim / Stadtverwaltung Lahnstein