Allgemeine Berichte | 23.05.2018

Die Apotheken als wichtige Säule in der medizinischen Notfallversorgung

Apotheker im Rhein-Sieg Kreis setzen auf schnelle Versorgung der Patienten

Rhein-Sieg-Kreis. Die medizinische Notfallversorgung in Deutschland steht vor großen Herausforderungen. Steigende Nachfrage in den Notfallambulanzen sorgen für neue Überlegungen zur Optimierung von Organisation und Verbesserung der Steuerung der Patientennachfrage. Vor diesem Hintergrund betonen die Apotheker im Rhein-Sieg Kreis ihre patientenorientierte Stellung als sehr wichtige Säule in der medizinischen Notfallversorgung. Patienten und Ärzteschaft beklagen zu Recht lange Wartezeiten im Notdienst von Krankenhäusern und Notfallpraxen. Eine Ursache ist, dass Patienten verstärkt Notdienste nachfragen. Dabei liegen aus Sicht von Experten und Ärzten immer häufiger keine medizinischen Notfälle vor. Oftmals sind Patienten gar nicht ausreichend über die verschiedenen Anlaufstellen bei gesundheitlichen Problemen informiert.

„Die durch den Apotheken-Notdienst gewährleistete Selbstbehandlung in der Notfallversorgung ist eine gute Möglichkeit, dem Patienten schnell zu helfen und gleichzeitig die ärztlichen Notdienste zu entlasten“, betont Ulrike Jüngel-Sandner, Pressesprecherin der Apotheker im Rhein-Sieg Kreis. „Viele freikäufliche Medikamente können verbunden mit der heilberuflichen und persönlichen Beratung durch den Apotheker bei leichten Erkrankungen so helfen, dass ein Arztbesuch auf die regulären Öffnungszeiten der niedergelassenen Ärzte verschoben werden kann“, so Jüngel-Sandner weiter.

In Abhängigkeit seiner Beschwerden kann der Patient oft selber entscheiden, welche der drei Anlaufstellen für ihn am geeignetsten ist:

Notarzt und die Notfallaufnahme

Bei lebensbedrohlichen Fällen sind der Notarzt und die Notfallaufnahme der Krankenhäuser die ersten Anlaufstellen für Betroffene. Bei starken Brustschmerzen mit Herzbeschwerden oder schweren Verletzungen ist schnellstmöglich Hilfe über die kostenfreie Notruf-Nummer 112 zu holen.

Ärztliche Bereitschaftsdienste

Bei Krankheiten oder Beschwerden, deren Behandlung nicht bis zum nächsten Tag bzw. bis zur nächsten ärztlichen Sprechzeit warten kann, stehen die ärztlichen Bereitschaftsdienste unter der kostenfreien Telefon-Nummer 116 117 bereit. Sie sollten z. B. bei anhaltendem Brechdurchfall, Fieber und akuten Bauchschmerzen aufgesucht werden.

Notdienst der Apotheken vor Ort

Für leichtere Erkrankungen und Beschwerden, wie zum Beispiel Allergien, grippale Infekte, Sportverletzungen, Hauterkrankungen, steht die wohnortnahe Notdienst-Apotheke mit persönlicher Beratung und pharmazeutischer Fachkompetenz zur Verfügung. Die nächstgelegene Notdienst-Apotheke lässt sich bequem per Kurzwahl 22 8 33 von jedem Handy oder unter der kostenfreien Rufnummer 0800 00 22 8 33 aus dem deutschen Festnetz finden.

Gesundheitskompetenz der Patienten wird gefördert

Durch die Veranschaulichung der Anlaufstellen in der medizinischen Notfallversorgung in einer Übersicht wird die Gesundheitskompetenz der Menschen bei einer Gesundheitsstörung außerhalb der Zeiten des Regeldienstes gefördert. „Betroffene können auf Grundlage ihrer jeweiligen gesundheitlichen Situation entscheiden, ob sie den Notruf bzw. die Notfallaufnahme, den ärztlichen Notdienst oder die wohnortnahe Notdienst-Apotheke in Anspruch nehmen möchten“, so Ulrike Jüngel-Sandner. Über 60% der Patientenkontakte im Notdienst der Apotheke finden dabei heute schon ohne vorherigen Arztbesuch statt. Zur korrekten Beratung in der Apotheke gehört im Zweifel auch das Anraten eines sofortigen Arztbesuches.

Flächendeckendes und engmaschiges Netz des Apotheken-Notdienstes

Das flächendeckende Netz des Apotheken-Notdienstes ist in zahlreichen Regionen in Nordrhein bereits heute enger geknüpft als das des ärztlichen bzw. Klinik-Notdienstes.

„In Anbetracht der geplanten Neuordnung der Klinik- und ärztlichen Notdienste wird die Bedeutung des Apotheken-Notdienstes als wichtige Säule in der medizinischen Notfallversorgung in Zukunft noch deutlich zunehmen“, so Jüngel-Sandner.

Pressemitteilung

Apothekenverband Nordrhein e. V.

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