Allgemeine Berichte | 02.11.2018

Arbeitslosenquote des Agenturbezirks Montabaur sinkt auf 2,6 Prozent

Arbeitsmarkt der Region bleibt im herbstlichen Hoch

Große Herausforderung: Menschen nach langer Erwerbslosigkeit dauerhaft in Jobs bringen

Montabaur. Die positive Entwicklung am regionalen Arbeitsmarkt setzt sich fort: Ende Oktober waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Montabaur – er umfasst den Westerwald- und den Rhein-Lahn-Kreis – 4.727 Menschen ohne Beschäftigung gemeldet; das sind 184 weniger als im September. Die Arbeitslosenquote ist im Monatsverlauf um 0,1 Prozent gesunken und liegt nun bei 2,6 Prozent. Wesentlich ausgeprägter ist die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr: Hier gibt es einen Rückgang um 0,4 Prozent in der Quote und um 675 Personen in der absoluten Zahl. „Der Arbeitsmarkt profitiert zurzeit von der stabilen Gesamtsituation und der gewohnten saisonalen Belebung im Herbst“, stellt Agenturchef Elmar Wagner fest. Einen Rückgang der Arbeitslosigkeit gibt es allen Personengruppen, die die Statistik ausweist. Am stärksten ist er im Monatsvergleich – wie schon im September - bei den unter 25-Jährigen; hier beträgt die Arbeitslosenquote nur noch 1,9 Prozent. Elmar Wagner: „Dieser deutliche Rückgang hat seinen Grund: viele, die sich im Sommer nach einer Ausbildung neu orientieren mussten, haben inzwischen einen Arbeitsplatz gefunden. Für Unternehmen sind diese neuen Fachkräfte sehr attraktiv.“ Die konstant hohe Zahl an zu vermittelnden Arbeitsstellen spiegelt den großen Be-darf an Fachkräften und zugleich die Probleme der Betriebe, geeignete Mitarbeiter zu finden. Derzeit hat die Agentur für Arbeit Montabaur 3.547 Stellen im Bestand. 775 Stellen wurden dem gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur und der bei-den Jobcenter Westerwald und Rhein-Lahn im Oktober gemeldet; das ist ein Plus von 35 gegenüber September. Teilnehmer an Qualifizierung und Förderung werden laut Gesetz nicht als Arbeitslose gezählt. Um hier Transparenz zu schaffen, publiziert die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat die sogenannte Unterbeschäftigungsquote. Sie bezieht zu den Erwerbslosen unter anderem all jene ein, die zur Erhöhung ihrer Integrationschancen arbeitsmarktpolitisch gefördert werden. Auf dieser Basis kommt der Agenturbezirk Montabaur auf eine Quote von 4,1 Prozent; das sind 0,6 Punkte weniger als vor einem Jahr. Dass die Unterbeschäftigung sinkt – noch dazu stärker Arbeitslosigkeit -, wertet der Agenturchef als gutes Zeichen: „Es untermauert, was die Beschäftigtenstatistik belegt: de facto sind mehr Menschen in Jobs.“ Der Blick in die Zukunft bleibt zuversichtlich. Dies zeigt die aktuelle Prognose des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) für den Agenturbezirk Montabaur. Unter der Annahme, dass das Bruttoinlandsprodukt 2019 um 1,7 Prozent wächst, kann es bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung ein Plus von 1,2 Prozent geben. Das würde bedeuten, dass die Zahl der Beschäftigten im Jahresmittel 2019 gegenüber 2018 um 1.200 auf 102.300 Personen steigt. Zeitgleich würde die Arbeitslosigkeit um 3,7 Prozent sinken, sprich um 200 auf durchschnittlich 5.200 Personen. Sowohl das Wachstum der Beschäftigung als auch der Rückgang der Arbeitslosigkeit bleiben in der Prognose hinter dem Bundes- und Landestrend zurück. „Die Arbeitslosigkeit hat einen Tiefstand erreicht, die Beschäftigung ist auf ein nie gekanntes Niveau gestiegen“, sagt Elmar Wagner. „Das ist erfreulich, stellt uns aber zugleich vor neue Herausforderungen: Jetzt gilt es verstärkt, Menschen, die trotz der guten Gesamtsituation lange und häufig arbeitslos sind, ins Erwerbsleben zu integrieren – und dies möglichst dauerhaft.“ Hinter der positiven „Gesamtrechnung“ für den Monat Oktober steckt viel Dynamik. Im Laufe des Monats gab es 2.013 Zugänge in und 2.180 Abgänge aus Arbeitslosigkeit. Darunter kamen 782 Männer und Frauen direkt aus einem Job, während 559 Personen eine neue Tätigkeit beginnen konnten. Angesichts dieser hohen Fluktuation versuchen die Agentur für Arbeit und die Jobcenter, Drehtüreffekte zu reduzieren, sprich zu vermeiden, dass Menschen sich nach einer kurzen Beschäftigungsphase erneut arbeitslos melden müssen. Viele haben schon lange keine praktischen Erfahrungen mehr gesammelt: Fast jeder Vierte ohne Job ist langzeitarbeitslos; aktuell sind dies 1.061 Personen. „Der Schlüssel für erfolgreiche und nachhaltige Integration ist berufliche Qualifizierung“, sagt der Agenturchef und räumt ein: „Das ist ein oft ein Weg der kleinen Schritte. Es gibt kein Patentrezept. Wir schauen auf Kompetenzen und Handicaps und setzen auf individuelle Förderung.“ Und so sieht es in den beiden Landkreisen des Agenturbezirks aus: Im Westerwaldkreis haben derzeit 2.794 Personen keine Beschäftigung - 177 weniger als im September und 537 weniger als im Oktober 2017. Die Quote ist im Monatsverlauf um 0,1 auf 2,5 Prozent gesunken. Vor einem Jahr lag sie bei glatten 3 Prozent. Im Rhein-Lahn-Kreis hat sich in den vergangenen Wochen wenig verändert. Hier sind 1.933 Arbeitslose gemeldet – 7 weniger als vor einem Monat und 138 weniger als vor einem Jahr. Die Quote bleibt auf dem Septemberwert von 2,9 Prozent. Im Oktober 2017 waren es 3,2 Prozent.

Pressemitteilung der

Agentur für Arbeit Montabaur

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
  • Andi-RLP: Hallo Herr oder Frau Bastian, Sie haben Recht, die Kommentarantwort von mir war falsch ausgedrückt. Das Wort "vertrauensvoll" steht natürlich im Bericht. Jedoch habe nicht ich den vertrauensvollen Abstimmungsprozess...
  • S. Bastian: Herr Winkelmann, Sie werden doch ihren eigenen Artikel kennen. Zitat: "Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud machte in einer Rede deutlich, dass die Maßnahmenliste einerseits das Ergebnis eines vertrauensvollen...
  • Andreas Winkelmann: Hallo Frau Roth, von "vertrauensvoll" steht nichts im Bericht. Und die veränderte Maßnahmenreihenfolge ist ausdrücklich erwähnt. Gleich zu Anfang ist auf die dem Ratsinformationssystem zu entnehmenden Details verwiesen, wo u..a.
  • Elke Zeise: Nur Schade das man als Nachbarin keine Information bekommt ob der Täter noch in U Haft ist oder wieder auf freiem Fuß ist. Habe Angst die Wohnung zu verlassen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0253#
Gesundheit im Blick Lahnstein
Maifest Gönnersdorf
Gesundheit im Blick
Titelanzeige
Servicemitarbeiterin
100 Jahre Eifelverein Dernau
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Veranstaltung
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Empfohlene Artikel
Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung.Foto: Stadtverwaltung Andernach / Regina Unruh
284

Andernach. Die Stadt Andernach beteiligt sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Aktion „Mähfreier Mai“ und setzt damit ein weiteres Zeichen für eine nachhaltige und naturnahe Stadtentwicklung. Gleichzeitig verfolgt die Stadt einen ganzheitlichen Ansatz in der Grünflächenpflege.

Weiterlesen

Die Kreisverwaltung in Koblenz. Foto: ROB
127

Kreis MYK. Im Mai 2026 findet im Kreis Mayen-Koblenz die Bundeswehrübung „Gelber Merkur 2026“ unter der Leitung der Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum statt. Der Zeitraum dieser Übung erstreckt sich vom 8. bis 22. Mai, und die Aktivitäten sind nicht nur auf Standort- oder Truppenübungsplätze beschränkt. Die beteiligten Kräfte bewegen sich auch im öffentlichen Raum, was dazu führen kann, dass Schussgeräusche durch den Einsatz von Platzpatronen wahrnehmbar sind.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Nadine Kreuser.  Foto: privat
37

In Ahrweiler gehört es fest dazu: das Maibaumstellen. Gemeinsam werden die großen geschmückten Bäume aufgerichtet – mit viel Vorbereitung, Muskelkraft und Gemeinschaftssinn. Gleichzeitig sieht man in diesen Tagen vor vielen Häusern kleinere Maibäume stehen. Sie werden meist ganz persönlich aufgestellt: als Zeichen der Zuneigung, der Verbundenheit oder einfach, um einem Menschen zu zeigen: Ich denke an dich.

Weiterlesen

Symbolbild.
40

Pkw touchiert Kind an einer Bushaltestelle

21.04.:Kind bei Unfall in Marienfels verletzt

Marienfels. Am Dienstag, dem 21. April 2026, kam es gegen 16:30 Uhr in der Römerstraße in Marienfels zu einem Verkehrsunfall an einer Bushaltestelle. Ein Kind wurde von einem vorbeifahrenden PKW leicht touchiert und erlitt dabei leichte Verletzungen.

Weiterlesen

Imageanzeige
Familienfest freiwillige Feuerwehr Ringen-Bölingen am 01.05.26
Maifest in Dedenbach
Gesundheit im Blick
Innovatives rund um Andernach
Tank leer?
Gesundheit im Blick
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr
Biker Segnung
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Gesundheit im Blick
Verwaltung Immobilien
Anzeigenschaltung zur Praxisschließung
Shopping Genuss Abend Ahrweiler / o.B. Sponsoring
T-Roc & R-Line / Meckenheim
125 Jahre Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr