Allgemeine Berichte | 01.12.2017

Architekturpreis für Westumer Einfamilienhaus

Die erstmals vergebene Auszeichnung des Sinziger Denkmalverein geht an eine konsequent moderne „gewagte Betonkonstruktion“

Alexandra und Stelio Berikakis (vierter und dritte von links) freuen sich über deren Preis mit Hardy Rehmann (von links), Peter Berg und Wolfgang Kroeger. RÜ

Sinzig. Es war eine Freunde für alle Beteiligten: Der neu geschaffene Architekturpreis des Fördervereins Denkmalpflege und Heimatmuseum in Sinzig ist erstmals vergeben worden. Ausgezeichnet wurde das Einfamilienhaus Am Sportplatz 5 im Stadtteil Westum, wo derzeit noch an der Außenanlage gearbeitet wird. Während einer kleinen Feier unmittelbar vor der Stadtratssitzung überreichte Vorstandsmitglied Hardy Rehmann im Rathaus gemeinsam mit Bürgermeister Wolfang Kroeger als Schirmherrn des Preises die Auszeichnung an die Eigentümer. Alexandra und Stelio Berikakis nahmen die Urkunde und eine eigens für den Preis in Auftrag gegebene patinierte Bronzeplakette des Grafschafter Künstlers Friedhelm Pankowski entgegen. Kroeger gratulierte dem Paar und würdigte die Initiative des Vereins als Beitrag zur Entwicklung Sinzigs und seiner Stadtteile.

Gelungenes auszeichnen

Jährlich will der Denkmalverein so besonders gelungene Neubauten, Renovierungen oder andere bauliche Beiträge zur Stadtgestaltung auszeichnen. Hardy Rehmann: „Wir möchten die Bedeutung guter Architektur für das Renommee einer Stadt und für die Lebensqualität stärker in das öffentliche Bewusstsein der Bürger und ihrer verantwortlichen Funktions- und Mandatsträger verankern.“ Rehmann sprach auch von der Verantwortung des Stadtrates hinsichtlich anstehender Entscheidungen über „Filetstücke“ wie das ehemalige Krupp-Gelände und das Rick-Gelände.

Schwebende Kuben

Vor der Entscheidung habe man geschaut, „wie passt das Gebäude in die Kulturlandschaft, fügt es sich in die Umgebung ein, wie steht es mit den Beziehungen von innen und außen, welche Materialien wurden verwendet“. Das preisgekrönte Haus erfüllte die Kriterien. Es überzeugte durch seinen konsequent modern umgesetzten Stil. Berg hob die „gewagte Betonkonstruktion“ hervor: „Es braucht einen guten Statiker, um die Kuben so übereinander schweben zu lassen.“ Damit kontrastiert „die sehr schön verkleidete Natursteinmauer“. Sie greife die Kulturlandschaft und alte Handwerkskunst auf. Die etwas verdeckte Lage des Hauses ermöglicht seine individuelle Gestaltung ohne störenden Einfluss auf vorhandene Bebauung. Ökologische Belange wurden etwa durch eine moderne Wärmepumpe und Isolierung erfüllt. Die Innenaufteilung mit mehreren Ebenen berücksichtigt die Wünsche der Eigentümer und betont Funktionsbereiche des Wohnens. Vorgeschlagen für den Preis 2017 drei weitere Einfamilienhäuser sowie der Mehrgenerationenplatz im Stadtteil Westum. HG

Der Preis honoriert eine gewagte Betonkonstruktion.HG

Der Preis honoriert eine gewagte Betonkonstruktion.Foto: HG

Alexandra und Stelio Berikakis (vierter und dritte von links) freuen sich über deren Preis mit Hardy Rehmann (von links), Peter Berg und Wolfgang Kroeger. Foto:

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