Allgemeine Berichte | 17.02.2015

Karnevalssitzung der Karnevalsfreunde Hilberath

Atemlos durch die Nacht mit Printemännern, Garden und Dorfsheriff

Letzter Saalkarneval der Session macht vielen Jecken in Rheinbacher Höhenorten Spaß

Bei der Prunksitzung der Karnevalsfreunde Hilberath zeigten die Minifunken einen sehenswerten Gardetanz.

Hilberath. Wer ein letztes Mal in einer Session den Saalkarneval in seiner ursprünglichen Ausprägung erleben möchte, der kommt nicht um die traditionelle große Karnevalssitzung der Karnevalsfreunde Hilberath herum. Die Höhenort-Jecken um ihren altgedienten Präsidenten Ewald Zimmermann freuten sich auch diesmal wieder über ein ausverkauftes Haus in der Eifeltorhalle am Faschingsfreitag. Der Präsident selbst erhielt eine ganz besondere Auszeichnung, denn Bürgermeister Stefan Raetz und sein Stellvertreter Kalle Kerstholt überreichten ihm den diesjährigen „Bürgermeister-Orden“ des Rheinbacher Bürgermeister-Dreigestirns, das in Abwesenheit von Claus Wehage an diesem Abend nur als Mafioso- und Piraten-Duo auftrat. Zimmermann habe sich über Jahrzehnte hinweg für das heimische Brauchtum eingesetzt, lobte ihn Raetz.

Souverän und mit viel Witz übernahm Sitzungspräsident Günther Bois von der ersten Minute an das Kommando und führte durch einen unterhaltsamen Abend mit einem abwechslungsreichen Programm, das gemäß der Tradition überwiegend von einheimischen Kräften bestritten wurde.

Nachwuchs-Karnevalisten hatten das erste Wort

Das erste Wort hatten die beiden Nachwuchs-Karnevalisten Lena Bois und Joshua Preuss mit ihrem Gedicht über den nun bevorstehenden „Flohzirkus“, genau die richtige Eröffnung für einen stimmungsvollen Abend. Nach dem Einmarsch der KG zeigten die Mini-Funken unter Leitung ihrer Trainerinnen Annika Kutsch, Daniela Müller, Michelle Boes und Vanessa Liedtke einen sehenswerten Gardetanz zum Stimmungslied der Saison, „Pirate“ der Gruppe Kassalla. Die süßen Mädels begeisterten kurz darauf mit ihrem sensationellen Showtanz als farbenfrohe Meeresbewohner in einer ausgefeilten Choreografie mit vielen lustigen Einfällen, für den sie zu recht stehende Ovationen des begeisterten Publikums entgegennahmen.

„Ich habe was, was du nicht hast“ von den Räubern war das Lied, auf das die großen Funken der Karnevalsfreunde ihren begeisternden Gardetanz hinlegten. Dem wollten natürlich die Chaos-Funken nicht nachstehen, die von Jessica Fröhner trainiert werden und zu „Atemlos durch die Nacht“ von Helene Fischer loslegten wie die berühmte Feuerwehr. Ihr Neunzigerjahre-Medley-Showtanz zu vorgerückter Stunde war einer der Glanzpunkt des Abends.

Printemänner in Höchstform

Einmal mehr sorgten die „Printemänner“ mit ihrem unnachahmlichen Auftritt für einen weiteren Höhepunkt des Programms, sie rissen in absoluter Hochform mit ihrer packenden Live-Musik einfach jeden Jecken im Saal vom Stuhl. Dirigent Bernd „Dille“ Klick animierte die Gäste immer wieder zum kräftigen Mitsingen und Mitschunkeln, und eigentlich wollte man die heimischen Musikanten gar nicht mehr von der Bühne lassen.

„Ne Husmeester“ erlebt so allerhand an Pleiten, Pech und Pannen, das konnte auch Büttenredner Philipp Sodoge aus Freisheim in seinem umjubelten Vortrag berichten. Die Stadtsoldaten aus Rheinbach marschierten in Kompaniestärke in den Saal ein, sie präsentierten ihren Gardetanz, sowie das Tanzpaar Markus Lenders und Bianca Krämer. Die „Burgstürmer“ aus Wormersdorf sorgten anschließend mit ihrer Stimmungsmusik für beste Laune, Karl Heinz Wendt und Dirk Zavelberg etablieren sich immer mehr zur festen Größe im Rheinbacher Karneval. Als „Ne Usjeflippte“ nahm Ralf Kuhn Alltagssituationen, aktuelle Ereignisse und nicht zuletzt sich selbst aufs Korn. Auch er wurde mit tosendem Applaus für seine gelungene Darbietung bedacht. Die Damentanzgruppe „Just for Fun“ verwandelte sich auf der Bühne in leuchtende Strichmännchen bei einem sehenswerten Knicklichtertanz, der von Trainerin Simone Holl einstudiert worden war. In seinem humorvollen Jahresrückblick erinnerte Erich Mosblech als „Dorfsheriff“ an so manche wunderliche Begebenheit im Ort und in der Umgebung, doch besonders schlecht kamen die Lieblingsnachbarn aus Meckenheim weg. Auch sonst gab es so einiges zu berichten, denn ein Jahr ohne kleinere und größere Schandtaten ist auch in Hilberath nicht vorstellbar. Zur Musik der Gruppe „Op Zack“ wurde anschließend bis in den frühen Morgen hinein gefeiert.

Bürgermeister Stefan Reitz und sein Stellvertreter Galekerstholt mit dem Präsidenten der Karnevalsfreunde Hilberath, Ewald Zimmerman.JOST

Bürgermeister Stefan Reitz und sein Stellvertreter Galekerstholt mit dem Präsidenten der Karnevalsfreunde Hilberath, Ewald Zimmerman.Fotos: JOST

Bei der Prunksitzung der Karnevalsfreunde Hilberath zeigten die Minifunken einen sehenswerten Gardetanz.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Rund um´s Haus
Hausmeister, bis auf Widerruf
Dauerauftrag 2026
Werbeplan 2026
Kleinanzeigen
Vorabrechnung, Nr. AF2025.000354.0, April 2026
Wohnträume
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten -bitte beim Text vom Gartenmarkt
Sachbearbeiter (m/w/d)
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
16

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
63

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
14

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Wir helfen im Trauerfall
Alles rund ums Haus
Rund ums Haus
Doppelseite PR/Anzeigen
Wohnträume
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten, beim Artikel Gartenmarkt/Stadt Neuwied
Wohnträume - Wohnen & Garten im Blick
Wohnträume
Staplerfahrer (m/w/d)
Aushilfskraft (w/m/d)
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Sonderseite Geschäftsführungswechsel