Antoniuskirmes in Ohlenberg war ein gelungenes Fest
Auch Petrus war der Antoniuskirmes wieder gut gesonnen
Der Himmel blieb beim Gottesdienst trocken
Ohlenberg. Hoch her ging es im Ohlenberger Ortsteil Erl, denn der rührige Heimat- und Verschönerungsverein Ohlenberg e.V. feierte an der Erler Berghütte die Antoniuskirmes. Pünktlich um 9.30 Uhr startete die gut besuchte Prozession an der Pfarrkirche St. Nikolaus zur Antoniuskapelle in Erl, wo um 10.15 Uhr Pastor Lothar Anhalt aus Linz im Freien eine Festmesse neben der Kapelle mit Beteiligung des Musikvereins Vettelschoß und der Chorgemeinschaft Kasbach-Ohlenberg-Unkel feierte. Um 11.30 Uhr startete anschließend dann der Festzug gemeinsam mit dem Musikverein zur Erler Berghütte. Dort erwartete die Gäste anschließend ein Platzkonzert sowie am Nachmittag ein Auftritt des Tambourcorps Ohlenberg. Neben diesem musikalischen „Schmankerl“ bot sich trotz verhangenen Himmels eine tolle Aussicht auf das Rheintal und die Eifel.
Gottesdienst an der Antoniuskapelle in Erl
Rund 70 Gläubige hatten sich vor Kirmesbeginn an der Antonius-Kapelle eingefunden, wo Pastor Lothar Anhalt aus Linz eine Festmesse zelebrierte. Er betonte, dass man sich hier auf den Spuren des heiligen Antonius von Padua befindet: „Jeder kommt bei Jesus an und keiner kommt an Gott vorbei. Wir wollen Jesus in unsere Mitte holen, und hier sitzen Sie in der ersten Reihe.“ Zum Namensgeber Antonius von Padua erklärte er, dass dieser ein großer „Fan“ von Jesus war und ihn in sich aufgenommen hat. Auch Pastor Anhalt setzt auf den Heiligen Antonius und berichtete von seinen persönlichen Erfahrungen. Dabei war sein Kater „Franziskus“ - der schon vor der Wahl des aktuellen Papstes seinen Namen bekam - eine Woche lang verschwunden. Daher habe er dem heiligen Antonius, als „Patron der Schlamper“, versprochen, einmal jährlich eine Messe in einer dem Antonius geweihten Kirche abzuhalten, wenn er seinen Kater wieder finden würde. Nur kurz danach fand er „Franziskus“ in einem unbewohnten Haus und muss nun nicht mehr pilgern, denn ein entsprechendes Gotteshaus war mit der Antonius-Kapelle in Erl ganz in der Nähe zu finden.
Dank an die Feuerwehr
Zu Gottesdienst und Kirmes war auch die Freiwillige Ohlenberg/Kasbach eingeladen, bei der sich der Heimat-Verein für die umfangreiche Hilfe und Unterstützung beim Unwetter bedankte. Die Feuerwehr hatte den Anwohnern mit viel Einsatz geholfen, als in Kasbach die Unterführung unter Wasser stand. Als Dank wurden die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren beider Orte zu einem Umtrunk mit Essen eingeladen. Ralf Therre, Vorsitzender des Heimat- und Verschönerungsverein Ohlenberg, erklärte: „Dies soll ein kleines Dankeschön für euren Einsatz bei der Unwetter-Katastrophe in der letzten Woche in Kasbach sein.“
Ohlenberg kann auf seinen Heimat- und Verschönerungsverein stolz sein
Der Heimat- und Verschönerungsverein wurde am 9. Juni 1975 gegründet. Dazu hatten sich 24 Bürger in einer Wirtschaft getroffen und überlegt, wie man den Ort „aufpeppen und verschönern“ kann. Alle 24 Teilnehmer dieses Treffens haben den Verein gegründet und waren sofort eingetreten. 2015 konnte der Verein schon sein 40-jähriges Bestehen feiern. Vorsitzender Therre betonte: „Wir bemühen uns immer, den Ort schön zu halten, sorgen für Blumenschmuck an der Kirche und den Wegen im Ort. Wir halten die Wegekreuze im Ort instand und haben mit neuen Steineinfassungen auch den Kirchhof schöner gemacht.“ Da viele Kreuze total verwuchert waren, wurden auch diese wieder „aus dem Dornröschen-Schlaf geweckt“. Zudem unterstützen die Aktiven auch die Gemeindearbeiter: Fast 30 Ruhebänke wurden instandgehalten, damit sie nicht zuwachsen.
Starker Gemeinschaftssinn in Ohlenberg
Der Verein will mit seinem Engagement auch die Heimatverbundenheit der Bürger festigen und den Gemeinschaftssinn stärken. Außerdem steht er für die Organisation und Durchführung der drei Dorffeste „Familienwandertag an Christi Himmelfahrt“, „Antoniuskirmes“ im Juni und das „Oktoberfest.“ Therre: „Das alles wird verwirklicht durch unterstützende Maßnahmen zur Dorferneuerung, zur Erhaltung historischer Bauten und zur Verschönerung des Dorfbildes. Außerdem bemühen wir uns um die Erhaltung der Dorftradition“. Heute zählt der Verein rund 130 Mitglieder, leider ist aufgrund der Überalterung vieler Anwohner heute nur eine gute Handvoll Mitarbeiter aktiv. Therre blickt aber dennoch optimistisch in die Zukunft; „Wir sind auf einem guten Weg, um Nachwuchs zu bekommen. Gerade sind wieder zwei neue Aktive eingetreten. Neue Mitglieder sind für uns wichtig! Derzeit versuchen wir mit den Aktiven, alle Aufgaben zu bewerkstelligen.“
Viele neue Aufgaben
Es wurde eine große Menge Holz gekauft, um die Ruhe-Bänke zu restaurieren, denn sieben davon müssen dringend renoviert werden. Nach der Kirmes wird der Verein damit beginnen, das gestrichene Holz liegt schon parat. Darüber hinaus soll auch der Ortsausgang aus Richtung Kasbach umgestaltet werden. Von den personellen Problemen lässt sich der Verein aber nicht entmutigen. Daher genossen die Mitglieder und Aktiven die Antonius-Kirmes, die immer je nach Wetter 100 bis 200 Besucher anzieht. Therre bringt es auf den Punkt: „Der Open-Air-Gottesdienst ist Tradition, und jetzt lassen wir den Tag schön ausklingen – und auch die EM-Fußballfans kommen auf ihre Kosten."
Die Helfer vin der Feuerwehr geniessen die Antonius-Kirmes.
Pastor Lothar Anhalt hatte eine kurzweilige Predigt vorbereitet.
Der Vorstand des Heimat- und Verschönerungsvereins.
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