Kreisverwaltung Mayen-Koblenz
Auch Weidetiere vor Hitze schützen
Landwirtschaft: Pferde und Rinder brauchen Unterstände und ausreichend Wasser
Kreis Mayen-Koblenz. Unter der Hitzewelle leiden nicht nur die Menschen. Sengende Hitze kann für Pferde und Rinder sehr gefährlich werden. Die Veterinäre der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz weisen daher darauf hin, dass die Tiere gut geschützt stehen und ausreichend mit Wasser versorgt werden müssen. „Den Tieren muss ausreichend Schutz vor widrigen Witterungseinflüssen gewährt werden. So steht es auch in den tierschutzrechtlichen Vorgaben“, weiß Dr. Simone Nesselberger, Veterinärin der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz. Werden die Tiere der Witterung schutzlos ausgesetzt, leiden sie: „Sonnenbrand an hellen Körperstellen wie Euter und Kopf, grippale Infekte infolge starken Windes auf nassem Fell, entzündete Augen durch permanente Sonneneinstrahlung sind nur einige der Leiden, die die Tiere davontragen können. Die Tiere werden außerdem häufig von Insektenstichen geplagt.“ Wie der Witterungsschutz auf den Weiden auszusehen hat, ist durch Gesetze und Verordnungen genau festgelegt worden. Auf den Weiden sind Unterstände zu gestalten, die ausreichend Schutz gegen Sonne, Regen und Wind bieten. „Dies kann teilweise durch einen guten Baumbesatz auf der Weide ersetzt werden“, weiß Nesselberger. „Durch die Unterstände werden die Tiere nicht mehr so häufig von Insekten gestochen.“ Einer der wichtigsten Punkte bei der Haltung von landwirtschaftlichen Nutztieren auf der Weide ist deren Versorgung mit Wasser. „50 bis 100 Liter Trinkwasser benötigt ein ausgewachsenes Rind oder Pferd am Tag. Bei Hitze steigt der Verbrauch erheblich.“ Das allein stellt für viele Landwirte schon ein Problem dar, da sie mehrmals am Tag die Wasserbehälter auffüllen müssen. Diese Strapazen bleiben den Landwirten nicht erspart, da sie sonst eine artgerechte Haltung der Tiere nicht gewährleisten können. „Wichtig für die Tiere ist also das ganze Jahr ausreichend Schutz vor jeder Witterung und immer genügend Trinkwasser“, so die Veterinärin abschließend.
Pressemitteilung Kreisverwaltung
Mayen-Koblenz
