Auch der Paias tanzte im Sambadress
Buschhovener feierten Kirmes mit exotischen Tänzerinnen
Swisttal-Buschhoven. Besonders fröhlich schaute der Paias nicht drein, als ihn Werner und Marcel Neffgen zum Kirmesplatz führten. Da konnte auch der brasilianische Dress nicht helfen, den man ihm angezogen hatte. Er ahnte wohl bereits, was ihn zum Kirmesende beim Kartoffelgericht erwartete. Mit südamerikanischem Bier und exotischen Tänzerinnen warben die Herthaner, die wie stets die Kirmes ausrichteten, um viele Besucher für einen tollen Abend im Festzelt.
Ortsvorsteherin sticht Kirmesfass an
Schon zum Fassanstich hatten sich viele Gäste auf dem Toniusplatz eingefunden. Der Spielmannzug der Freiwilligen Feuerwehr Buschhoven begleitete den Start in die drei Kirmestage musikalisch unter der Stabführung von Dieter Ramershoven. Herthas Vorsitzender Werner Neffgen begrüßte die Gäste und dankte den vielen Helfern, die bei der Organisation und beim Aufbau mitgeholfen hatten. Dann übergab er die Regie an Ortsvorsteherin Christel Eichmanns, die das erste Kirmesfass anschlagen durfte.
Die Ortsvorsteherin hielt eine bemerkenswert kurze Rede, was - im Gegensatz zu manch früheren Akteuren für die Besucher, die auf das erste Bier warteten - äußerst wohltuend war, da sie gar nichts sagte, dafür mutig den Holzhammer ergriff und das Fass anschlug. Zwar gab es eine kleine Verzögerung, da das Kölsch nach zwei Hammerschlägen noch nicht so recht fließen wollte, aber nach einigen Zusatzschlägen sprudelte der edle Gerstensaft und die Kirmes konnte beginnen.
Spaß für Groß und Klein
Mit der Pommesbude - wie in den letzten Jahren wieder im XXL-Format -, einer Crêperie und einem Lebkuchenstand sowie den Getränkeständen war für das leibliche Wohl gesorgt. Für die ganz Kleinen drehte sich das Karussell, sportlich ging es auf dem Supertrampolin zu und unverwüstlich seit Generationen sind die Autoscooter. Dazu kamen das Entenangeln, die Schießbude und das Pfeilwerfen. Sind am Nachmittag viele Eltern mit ihren Sprösslingen oder der jung gebliebene Großvater mit den Enkeln, die noch nicht selber fahren können, dabei, so sind die Autoscooter später die Domäne der Jugendlichen.
Dort kann man sich sehen lassen und gesehen werden.
Am Abend startete die „Brazilian Night-Party“ mit heißen Rhythmen, exotischen Getränken und rassigen Tänzerinnen. Die „Happy Hour“ sorgte dafür, dass gleich zu Beginn des Abends das Festzelt gut gefüllt war.
Frühschoppen und Kaffeetafel
Der Kirmessonntag startete mit einem gemütlichen Frühschoppen. Insgesamt ging es zunächst etwas ruhiger zu. Insbesondere die Familien nutzten dies, um mit ihren Kindern das bunte Treiben auf dem Kirmesplatz zu genießen.
Das Wetter zeigte sich von seiner allerschönsten Seite, so dass Viele den Kirmesbesuch mit einem Spaziergang verbanden. Am Nachmittag lockte dazu ein großes Kuchenbuffet.
Köttzug und Gerichtsverhandlung
Buschhoven ist ein Wallfahrtsort, und ein Festgottesdienst gehört da einfach zur Kirmes. Bereits um 9 Uhr in der Frühe des Montagmorgens begann die Messe in der Pfarrkirche St. Katharina, offenbar für so manchen Kirmesbesucher sehr früh, wie man vereinzelt hören konnte. Anschließend zog der Köttzug durch den Ort. Mit einem Dämmerschoppen bereitete man sich am Dienstag auf die Gerichtsverhandlung über den Paias und damit auf das Ende der Kirmes vor. In der Gerichtsverhandlung setzten Akteure des Laienspielkreises Oberbachem dem armen Paias und seiner Verteidigung derart zu, dass eine Verurteilung zum Tode unausweichlich war.
Mit musikalischer Begleitung durch den Spielmannzug wird der Paias zum Kirmesplatz geführt.Fotos: RFW
