Kasernenerstürmung der Andernacher Karnevalisten
Auch im 18. Jahr leisteten die „Blaukappen“ kaum Gegenwehr
Andernach. Schwerdonnertagmorgen, 7.30 Uhr. Stadtkommandant Heribert „Molly“ Zins gab den Befehl zur Erstürmung der Andernacher Krahnenberg-Kaserne. Die närrische Streitmacht der Blauen Funken, der Rot Weißen Husaren, der Stadtsoldaten und der Prinzengarde stürmen mit der Unterstützung der Möhnen Ewig Jung, der Gerak und des Festausschusses im Nebel die Kaserne. Im Hintergrund beobachtete das Andernacher Tollitätenpaar das Geschehen. Auch im 18. Jahr der Kasernenerstürmung war die Gegenwehr der anwesenden „Blaukappen“ nur kurz, denn gegen die Schüsse aus der Funkenkanone waren die Mannen machtlos. Trotz neuer Institutsleiterin Oberfeldarzt PD Dr. Manuela Andrea Hoffmann sowie dem seit Jahren erfahrenen Standortältesten und stellv. Institutsleiter Oberstarzt Dr. Peter Richter und seine Mannen ergaben sich nach kurzem „Gefecht“, schwenkten die weiße Flagge. Gemeinsam wurde im Anschluss gefeiert, die „Entmachtungsurkunde“ an Stadtkommandant Zins übergeben. Als Entschädigung für die Niederlage gab es zahlreiche Festausschuss- Prinzen- und Sessionsorden. Nach den Ordensverleihungen schmiedete man noch lange Pläne, wie man im kommenden Jahr die Erstürmung verhindern könnte. Ein wohl wie immer aussichtsloser Plan.
WAM
Auge in Auge standen sich Angreifer und Verteidiger gegenüber.
Stadtkommandant Zins erhielt die Entmachtungsurkunde.
Gegen den „Beschuss“ aus der Funkenkanone gab es wenig entgegenzusetzen.
Die Institutsleiterin konnte nur noch die weiße Flagge schwenken.
