Achtklässler der Realschule Niederpleis erkundeten Metall- und Kunststoffhandwerk
Auf Erkundungstour in der Kunststoffbranche
Rhein-Sieg-Kreis. Feilen, Schneiden, Hämmern, Schleifen oder auch Schweißen – sechs technikinteressierte Achtklässler der Realschule Niederpleis (Sankt Augustin) erkundeten jetzt in der Lehrwerkstatt der Interessengemeinschaft Kunststoff e.V. (IGK) in Niederkassel das Metall- und Kunststoffhandwerk. Bei der ganz praktischen Berufsorientierung erhielten sie einen detaillierten Eindruck, wie ein späteres Praktikum oder eine mögliche Ausbildung ablaufen könnten.
Um Schülerinnen und Schülern die unersetzlichen Praxiserfahrungen zu ermöglichen, öffnet die IGK um Vorstandsmitglied Heinz Palkoska regelmäßig die Tore ihrer Lehrwerkstatt und bietet dem potentiellen „Nachwuchs“ einen „eigenen Arbeitsplatz“ an. Angeleitet wurden die motivierten Schüler von einem erfahrenen Ausbilder, der ihnen an beiden Tagen mit Rat und Tat zur Seite stand. Die persönliche, individuelle Betreuung ist nach wie vor ein wichtiges Element, um potentielle Azubis für die Branche, die Ausbildung oder den Betrieb zu begeistern.
Über die praktischen Einheiten hinaus erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, worauf es bei einer dualen Berufsausbildung in Betrieb und Berufskolleg ankommt. Dazu besuchte die Schülergruppe die Helmut Breuer GmbH. Der Troisdorfer Betrieb arbeitet mit weiteren 35 Unternehmen der Kunststoffbranchen aus der Region Köln-Bonn-Rhein-Sieg im IGK zusammen. Gemeinsam eröffnen die Firmen Ausbildungsangebote im Verbund und bieten den Auszubildenden nicht nur ein breites Spektrum, sondern auch Abwechslung und Flexibilität.
Die Berufsfelderkundungen, die es Schülerinnen und Schülern sowie Betrieben ermöglichen, sich an mindestens einem Schnuppertag gegenseitig kennenzulernen, sind fester Bestandteil der Landesinitiative „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA). Nach diesem Motto wird die Studien- und Berufsorientierung im Rhein-Sieg-Kreis seit dem Schuljahr 2013/14 systematisiert; dabei wird insbesondere berufspraktischen Erkundungen in Betrieben ein hoher Stellenwert beigemessen.
„Praxisorientierte Schule-Wirtschafts-Projekte sind im Berufsfindungsprozess junger Menschen unersetzlich. Der Rhein-Sieg-Kreis legt daher einen besonderen Wert auf diesen ganz besonderen Baustein der Berufsorientierung, der sich stets an der aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt orientiert“, erläutert Kreisschuldezernent Thomas Wagner.
Um die Organisation von solchen Praxistagen zu unterstützen, hat der Rhein-Sieg-Kreis gemeinsam mit der Stadt Bonn für die Bildungsregion Bonn/Rhein-Sieg eine Matching-Plattform (www.berufsorientierung-bonn-rhein-sieg.de) installiert, die die Kontaktaufnahme zwischen Unternehmen und Schulen auf Basis einer E-Mail-Kommunikation vereinfacht und sich deshalb immer größerer Beliebtheit erfreut. Finanziell unterstützt werden Kreis und Stadt dabei von der Industrie- und Handelskammer Bonn/Rhein-Sieg und der Kreishandwerkerschaft Bonn/Rhein-Sieg.
Pressemitteilung
Rhein-Sieg-Kreis
