Allgemeine Berichte | 01.02.2019

Dr. Burckhard Engelke operierte zahlreiche Kriegskinder in Mayen

Auf Friedensdorf-Mission

Waren beide viele Jahre aktiver Teil der Friedensdorfmission: Dr. Burckhard Engelke und Ehefrau Heidi.Fotos: SOT

Mayen. Im vergangenen Jahr feierte der Verein „Friedensdorf International“ sein 50. Bestehen. Zu diesem Anlass stellte die Mayener Kreissparkasse Räumlichkeiten für eine Ausstellung zur Verfügung, die das Wirken der Organisation in den vergangenen fünf Jahrzehnten eindrücklich zeigte. „Friedensdorf International“ hat seinen Hauptsitz in Oberhausen und nimmt sich Kindern aus den Kriegs- und Krisengebieten dieser Welt an, die direkte Opfer von Gewalt und Kriegshandlungen geworden sind. Der Verein setzt sich dafür ein, dass den Kindern die notwendige medizinische Hilfe zukommt – wenn möglich vor Ort. An vielen Kriegsschauplätzen kommt die medizinische Versorgung allerdings über kurz oder lang zum Erliegen - insbesondere aufwendige Operationen sind dann nicht mehr durchführbar und es bleibt allein die Hoffnung auf Hilfe im Ausland.

Durch die Nähe zu den Mendiger Heeresfliegern, die sich in den neunziger Jahren bereit erklärten, die am Flughafen Frankfurt ankommenden Kinder deutschlandweit in Krankenhäuser zu verteilen, schloss sich auch das Mayener St. Elisabeth–Krankenhaus der Friedensdorf–Mission an und schenkte bis heute 39 Kindern die dringend notwendige Behandlung ihrer Verletzungen, die oftmals mit mehrfachen, aufwendigen Operationen einherging. Die teils langwierigen Krankenhausaufenthalte der kleinen Patienten begleiteten stets Ehrenamtler des „Freundeskreis des Friedensdorfes“ - ein Verbund, der sich bald, nachdem die ersten Kinder kamen, gründete. Den Freundeskreis gibt es noch heute, doch er ist in die Jahre gekommen und es mangelt inzwischen an den Aktiven, die die Begleitung der Kinder im St. Elisabeth-Krankenhaus übernehmen. Solange es nicht gelingt, Nachfolger zu gewinnen, ruht das Engagement des Krankenhauses.

Der richtige Mann am richtigen Ort

Dr. Burkhard Engelke war Chefarzt der Abteilung für Chirurgie, als die ersten Kinder nach Mayen kamen und damit Engelke hatte eine mehr als umfangreiche fachliche Ausbildung genossen, über einen Zeitraum von 15 Jahren hatte er nach seinem Studium sämtliche Operationstechniken gelernt und das nicht nur auf einzelne Bereiche des menschlichen Körpers bezogen: „Zu meiner Zeit war die Chirurgie noch nicht differenziert - mittlerweile gibt es ja ganz viele unterschiedliche Bereiche, in denen sich die Kollegen spezialisieren“, berichtet er. Beides habe Vor- und Nachteile: „Heute gibt es unheimlich viele Spezialisten in den einzelnen Bereichen - damals war die Ausbildung einfach umfassender und man hatte den Menschen noch als Ganzes im Blick“, so der erfahrene Arzt. Sogenannte Zusatzweiterbildungen gab es in den 60er Jahren allerdings auch schon und Dr. Engelke entschied sich - in weiser Voraussicht - für die Unfall- und Kinderchirurgie. Granatsplitter entfernen gehörte schon lange nicht mehr zum Tagesgeschäft eines deutschen Chirurgen - für Burckhard Engelke sollte das ab 1992 jedoch fast wieder Routine werden. Denn viele Kinder brachten diese Verletzung, die häufig mit schweren Knochenentzündungen einhergeht, mit. Dazu waren verletzte Organe und aufwendige Brüche der Kleinen zu operieren - die meisten von ihnen wären in ihrer Heimat - in Afghanistan oder Angola - früher oder später gestorben; ein Schicksal, dass leider auch heute noch unzähligen Kindern droht. Die bestenfalls notdürftig, oftmals aber auch gänzlich unbehandelten, schweren Verletzungen stellten Dr. Engelke und sein Team immer wieder vor neue Herausforderungen. Seit 12 Jahren ist der Chirurg inzwischen im Ruhestand - doch er denkt noch immer gerne an seine kleinen „Friedensdorf - Patienten.“

An viele von ihnen kann er sich noch sehr gut erinnern - wie auch an die Menschen aus der Region, die die Kinder, fernab ihrer Heimat und Familien, durch die schweren Zeiten begleiteten. Die nötige Distanz zu halten fiel im Laufe der Jahre so manch einer/einem der BetreuerInnen schwer: „Es waren natürlich ganz viele besonders liebenswürdige Kinder dabei und da hat es dann schon emotionale Verstrickungen zwischen dem betreuenden Personal und den Kindern gegeben“, berichtet Engelke. „Aber es war ganz klar, dass die Kinder wieder zurückmussten.“ Es seien auch Kollegen und BetreuerInnen da gewesen, die liebend gerne eines der Kinder adoptiert hätten und diesbezüglich auch Anstrengungen unternommen hatten, „ das wurde letztlich aber unterbunden, um das ganze Projekt nicht zu gefährden“, ist der Mediziner dankbar.

Die desolate Lebenssituation der Kinder in ihrer Heimat bewegte alle Helferinnen und Helfer stets, dementsprechend groß war das Bemühen um ihr Wohl und ihre Genesung. Doch nicht alle konnten vollständig gesund nach Hause entlassen werden – und das sorgte hin und wieder für Frust: „Einen Fall hatte ich aus Angola“, erzählt Engelke, „- ein achtjähriges Mädchen kam hier mit einem gänzlich von den Weichteilen entblößten Unterschenkel an. Da blieb mir nichts anderes übrig als die Amputation.“ Das hieß: „Ich habe das Bein im Kniegelenk abgenommen, um das Oberschenkelwachstum nicht zu beeinträchtigen.“ Seine Frau Heidi erinnert sich noch bestens an den Mittag, als ihr Mann nach besagter OP nach Hause kam und berichtete, alle hätten ihn während des Eingriffs strafend angesehen. „Es gab einfach keine Alternative“, versichert der versierte Chirurg noch heute; auch den Mitarbeitern sei das hinterher ganz klar gewesen. Dafür, dass alle emotional sehr betroffen waren, hatte Dr. Engelke Verständnis, „aber der Ärger auf mich resultierte aus einem überbordenden Mitgefühl, das man sich an der Stelle einfach nicht leisten kann“, stellt er klar. Nach etwa sechs Wochen sei das Kind wieder am Friedensdorf–Hauptsitz in Oberhausen gewesen. „Das Mayener Ehepaar Knappe, das sich all die Jahre mit großer Hingabe für die Kinder eingesetzt hat, wollte das Mädchen noch einmal vor der Abreise besuchen“, erinnert sich Engelke, „als sie dort ankamen, sahen sie die Kleine bereits mit ihrer vorläufigen Prothese und zwei Krücken Fußball spielen - als wir das hörten, haben wir uns alle sehr gefreut.“

Professionelle Distanz ist wichtig

Mit jedem Patienten mitzuleiden hätte ihm irgendwann die Ausübung seines Berufes – viel mehr, seiner Berufung - unmöglich gemacht, ist der Mediziner sicher: „Es gehört eine Professionalität dazu - die lernt man einfach im Laufe seines Berufslebens. Es gibt ganz viele Schicksale in der Medizin, in der Chirurgie sowieso - jetzt mal abgesehen von den Kriegsbetroffenen - die zu Herzen gehen, damit muss man umgehen lernen, sonst geht man kaputt. Es gibt da schon eine professionelle Distanz, die man sich erarbeiten muss.“ Mit den „Kriegskindern“ hätten sich alle Beteiligten natürlich sehr liebevoll auseinandergesetzt, „ich hatte zur damaligen Zeit zudem das Glück, zwei afghanische Assistenzärzte zu haben, die bei mir ihre chirurgische Fachweiterbildung gemacht haben und später Fachärzte geworden sind, und die zu der Zeit die entsprechende Sprache gesprochen haben. Insofern haben wir dann auch mit den Kindern kommunizieren können – das war sehr wichtig. Da war auch ein Herr aus der afghanischen Community hier in Mayen, der immer bereit war, zu dolmetschen. Darauf haben wir gerne zurückgegriffen – ganz besonders, um den Kindern die Angst zu nehmen und sie insgesamt vorzubereiten. Das hat schon alles sehr gut funktioniert.“

Schon als Kind entschied Engelke, dass er einmal Arzt werden würde; mit 14 hatte er für sich zudem die Frage nach der Fachrichtung geklärt: „Mein Vater war praktischer Arzt - das wollte ich nicht“, schmunzelt er, wenn er an seine frühen Überlegungen denkt. „Meine Vater hatte allerdings einen sehr guten Freund und der war ein ganz toller Chirurg und Chefarzt in dem kleinen Krankenhaus in meinem Heimatort. Den Mann habe ich wahnsinnig bewundert: Er war Tag und Nacht unterwegs, immer bereit und stets gesund und munter. Und auch von einer derart heiteren Lebensart; ein Sudetendeutscher, der mich unglaublich beeindruckt hat. Er war ein besonderer Mensch und mein Vorbild.“

Was aus seinen kleinen Patienten geworden ist, weiß Engelke nicht. „Das waren ja auch ganz schwierige Umstände“, gibt er zu bedenken, „manchmal sind die afghanischen Kinder aus ihren Dörfern über Tage nach Kabul angereist und von dort auch nach ihrer Rückkehr aus Deutschland wieder über Tage abgereist – keiner wusste überhaupt, wo die geblieben sind. Manche, die auf orthopädische Hilfsmittel angewiesen waren – von denen hätte man es vielleicht wissen können, denn mit dem Wachstum wurden ja auch wieder neue Hilfsmittel erforderlich.“ Die Umstände seien damals allerdings noch viel schlimmer gewesen als heute, ist Dr. Engelke der Ansicht, es habe sich ja immerhin ein bisschen was getan. „Damals waren alleine die Verkehrsverhältnisse völlig unübersichtlich. Ich weiß gar nicht, wie die Kinder überhaupt nach Kabul gekommen sind oder wieder zurück. Es muss wohl ein Abenteuer gewesen sein und ist wahrscheinlich auch nur den schon etwas Arrivierteren gelungen. Die weniger gut Situierten hatten sicher nicht einmal die Möglichkeit, ihre Kinder nach Kabul zu bringen, von wo aus sie ausgeflogen werden konnten.“

Heidi Engelke organisierte über den Mayener „Inner-Wheel– Club“ noch viele Jahre lang Geschenkpaket–Aktionen

Zu seiner Pensionierung kam eine Repräsentantin des Friedensdorfes nach Mayen, „das war der letzte Kontakt“, sagt Engelke. Seine Frau Heidi organisierte über den Mayener „Inner-Wheel– Club“ noch viele Jahre lang Geschenkpaket–Aktionen für das Projekt. „Da wurden Lebensmittel-Pakete für Georgien, Armenien gepackt und verschickt, das machte das Friedensdorf seit Ende der achtziger Jahre und wir sind dann 1999 auch eingestiegen und haben das eigentlich auch bis 2017 gemacht“, berichtet Heidi Engelke. „Wir haben das allerdings jetzt eingestellt, weil die Kontrollen und die Gesamtbedingungen so verschärft worden sind, dass das nicht mehr machbar war.“

Sie sei der Ansicht, es sei politisch auch so gewollt, dass solche Dinge möglichst schwer gemacht würden. „Für die Menschen tut es einem leid“, sagt sie, „wir haben gemeinsam mit dem „Inner-Wheel–Club“ und der evangelischen Kirchengemeinde jedes Jahr so an die 45 Pakete organisiert, die auch hier abgeholt wurden. Das war logistisch für das Friedensdorf natürlich auch eine Herausforderung – denn die haben diese Pakete aus dem ganzen Bundesgebiet eingesammelt und nochmals kontrolliert.“ Gewisse Dinge, wie beispielsweise Konserven, die Schweinefleisch beinhalteten, durften nicht in den Paketen enthalten sein, Helfer hatten sich sehr genau an die Vorgaben zu halten, um auch dieses Hilfsprojekt nicht zu gefährden. „Das ist mit der Zeit auch immer mehr verschärft worden und es gab schließlich auch kaum noch Menschen in den Ländern selbst, die das Verteilen dort übernommen haben. 2018 war das erste Jahr, dass wir das nicht machen“, bedauert Heidi Engelke.

Kriege haben zu allen Zeiten großes Leid insbesondere über die Zivilbevölkerung gebracht und Unschuldige stets am härtesten getroffen. Daran konnte bis zum heutigen Tag auch die UNO Charta, die am 24. Oktober 1995 in Kraft trat, nichts ändern. Sie umfasst das in Art. 2 Abs. 4 verankerte Gewaltverbot, das den Staaten eigentlich verbietet, Gewalt gegen die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines anderen Staates anzudrohen oder anzuwenden. Sie beinhaltet auch ein Interventionsverbot, welches das Eingreifen in die inneren Angelegenheiten eines Staates untersagt. Einzige Ausnahmen des Gewaltverbots bzw. Interventionsverbots sind das Selbstverteidigungsrecht (Art. 51 UNO-Charta) und die Anwendung von Zwangsmaßnahmen nach vorangegangener Feststellung einer Bedrohung oder eines Bruchs des Weltfriedens durch den Sicherheitsrat.

Engelke: Ritterlichkeit im Krieg, wenn es das je gegeben hat, ist ganz lange her

„Das ist alles wirkungslos“, sagt Dr. Burckhard Engelke heute spürbar resigniert, „man muss auch mal gucken, wie sich die Kriegsführung verändert hat: Heute werden die Krankenhäuser gestürmt und die Insassen getötet. Früher war das „Rote Kreuz“ eine Lebensversicherung bei Krankentransporten oder auch Krankenhäuser wurden nicht bombardiert. Heute sind das bevorzugte Ziele!“ Das sei zuweilen allerdings auch von der anderen Seite missbraucht worden: „Man hat Munitionszüge mit „Rot-Kreuz-Fahnen behängt“, schüttelt Engelke den Kopf, „dann geht wirklich alles den Bach runter und da gibt es auch keine Ritterlichkeit mehr. - Frauen und Kinder als Schutzschilder vor irgendwelchen militärischen Einheiten – also es ist wirklich unmenschlich geworden. Ritterlichkeit im Krieg, wenn es das je gegeben hat, ist ganz lange her. Es ist wirklich aussichtslos und es geht nur um Macht und Wirtschaftsmacht vor allen Dingen“, lautet seine Betrachtung der aktuellen Situation.

Dr. Burckhard Engelke hat seine Möglichkeiten, die Welt ein wenig besser zu machen, nicht nur im Bezug auf die Kriegskinder genutzt. Er habe Großes geleistet und sich mit einem ganz besonderen Feingefühl seiner kleinen Patienten angenommen, sagte der Leiter des „Friedensdorfes“, Thomas Jacobs, bei seiner Festansprache im vergangenen Jahr in Mayen. „Vielleicht... Ich würde das nicht so hoch hängen“, meint Dr. Engelke dazu. „Ohne die Einwilligung des früheren Verwaltungsdirektors und späteren Geschäftsführer des Krankenhauses, Ludwig Cremer - besonders, was die Finanzierung anbetrifft - und dessen tatkräftige, organisatorische Hilfe hätte es das gemeinsame Engagement nicht gegeben. Auch dem jetzigen Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, Dr. Horst Kray, bin ich sehr dankbar dafür, dass er - ohne zu zögern - unsere Bemühungen fortgeführt hat.“

Er selbst habe immer unheimlich gerne mit Kindern gearbeitet, sagt Engelke. „Da ist ein ganz offener und ehrlicher Umgang miteinander möglich. Und ich war und bin der Meinung, dass ein Arzt ein gewisses Vertrauen genießen sollte – darum habe ich mich immer bemüht.

Die Betreuung von außen muss gewährleistet sein – Unterstützer gesucht

Kürzlich hat das Mayener Krankenhaus Vertreter des Friedensdorfes zum Gespräch eingeladen. In der Vergangenheit hatte es mehrfach Gerüchte gegeben: Das Krankenhaus wolle sein Engagement für das Friedensdorf einstellen oder fordere eine 24-Stunden-Betreuung der Kinder durch Ehrenamtler. „Beides ist und war zu keiner Zeit der Fall“, stellte die Oberärztin der Kinderklinik des Gemeinschaftsklinikums Mittelrhein, Felicitas Hermsen, gegenüber den Gästen aus Oberhausen klar.

Das Krankenhaus sei nach wie vor bereit, zwei Kinder pro Jahr über die Organisation „Friedensdorf International“ aufzunehmen, wenn gewährleistet sei, dass die Aufenthalte durch Ehrenamtler begleitet würden: „Wir reden da vielleicht über zwei Stunden vormittags und zwei Stunden am Nachmittag - über einen Zeitraum von durchschnittlich sechs bis acht Wochen“, so die Ärztin.

Das Pensum könne darüber hinaus der individuellen Anforderung, die das jeweilige Kind stelle, angepasst werden, ergänzte der geschäftsführende Direktor des Klinikums, Georg Kohl, für den das Engagement für das Friedensdorf auch trotz der angespannten Wirtschaftslage nicht infrage steht. „Unser Personalschlüssel ist auf die Bedürfnisse des Krankenhauses angepasst und dafür völlig ausreichend“, erklärte er. Wenn jedoch, wie in der Vergangenheit, ein unbegleitetes, außerordentlich lebhaftes Kind einen hohen Betreuungsaufwand fordere, käme das Personal an seine Grenzen. Daher sei es die gemeinsame Forderung der Ärzte und des Pflegepersonals, dass ein Minimum an Betreuung von außen gewährleistet ist. „Es ist daneben auch eine moralische Frage“, gab Felicitas Hermsen in dem Gespräch zu bedenken, „die Kinder sind mutterseelenallein in einem fremden Land, sie verstehen die Sprache nicht und müssen sich zum Teil mehrfachen Operationen unterziehen. Da ist es schon sehr viel wert, wenn sie nicht mit ihrem Heimweh und den Ängsten allein gelassen werden.“

Es sei auch wichtig, dass die Kinder etwas Abwechslung hätten und auch mal bis zum Park begleitet würden, sobald es ihr Gesundheitszustand zuließe. Viele deutsche Eltern begleiteten ihre Kinder im Krankenhaus rund um die Uhr - „das ist heute die Regel“, so Hermsen. Dabei blieben die Familien am liebsten ganz für sich: „Die Menschen sind in der Situation oft sehr reserviert, es geht auch kaum jemand ins Spielzimmer und lässt sein Kind dort mit anderen spielen“, beobachtet die Ärztin schon lange. Krankenhausaufenthalte seien heute eine interne Familiensache, es bestehe also auch wenig Hoffnung, dass die Friedensdorf-Kinder durch die Eltern anderer kleiner Patienten mitbetreut werden würden.

Sobald das Friedensdorf die Begleitung der Kinder in Mayen sicherstellen kann, wird das St. Elisabeth-Krankenhaus wieder zwei Kinder pro Jahr aufnehmen und behandeln. Die Organisation lädt Freiwillige vorab zu einem Tagesseminar in ihren Hauptsitz nach Oberhausen ein. Hier werden die neuen Helfer nicht nur fachlich vorbereitet - sie bekommen auch die Einrichtung zu sehen, in der die Kinder vor ihrem Krankenhausaufenthalt ankommen und wo sie sich im Anschluss wieder auf die - trotz aller misslicher Umstände - ersehnte Heimreise vorbereiten.

Wer helfen will, ist willkommen!

Wer Lust, Zeit und viel Liebe hat, die kleinen Patienten im Mayener Elisabeth - Krankenhaus auf dem Weg der Genesung zu begleiten, wendet sich bitte direkt an „Friedensdorf International“ in Oberhausen. Per E - Mail: info@friedensdorf.de oder telefonisch: 02064 - 49740

Dr. Engelke (r.) mit einem Kollegen am Bett eines frisch operierten Kindes.

Dr. Engelke (r.) mit einem Kollegen am Bett eines frisch operierten Kindes.

Machen die Welt mit ihrem Engagement zu einem besseren Ort: (hinten v.l.) Felicitas Hermsen (Oberärztin d. Kinderklinik), Dr. von Glisczynski (Oberärztin der Unfallchirurgie), (u.) zusammen mit einer kleinen ‚Friedensdorf-Patientin‘, Kinderkrankenschwester Karina Bocklet.

Machen die Welt mit ihrem Engagement zu einem besseren Ort: (hinten v.l.) Felicitas Hermsen (Oberärztin d. Kinderklinik), Dr. von Glisczynski (Oberärztin der Unfallchirurgie), (u.) zusammen mit einer kleinen ‚Friedensdorf-Patientin‘, Kinderkrankenschwester Karina Bocklet.

Waren beide viele Jahre aktiver Teil der Friedensdorfmission: Dr. Burckhard Engelke und Ehefrau Heidi.Fotos: SOT

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