Allgemeine Berichte | 07.11.2016

Regionale Klimatour führte auch durch die Verbandsgemeinde Weißenthurm

Auf Klimaproblematik aufmerksam gemacht

Die Teilnehmer der regionalen Klimatour auf ihrer Tour durch die VG Weißenthurm. Privat

Kettig. Ein Jahr nach dem wegweisenden Klimaabkommen in Paris findet in Marrakesch der Folgegipfel statt. Die Vereinbarungen zur Begrenzung der Erderwärmung auf unter zwei Grad sollen dort vertieft und weiter abgesichert werden. Das war Anlass für das neue regionale „Bündnis Klimaschutz Mittelrhein“, dem bisher 15 Verbände angehören, mit einer „kohlendioxidfreien Klimatour“ per Rad und E-Mobilen auf die Klimaproblematik und die vielen Projekte in der Region aufmerksam zu machen.

Gleichzeitig wurden Spenden für die Fukushima-Kinderhilfe und ein Solar-Ausbildungsprojekt in Tansania gesammelt. Die Klimatour startete am Samstag, 29. Oktober, um 10 Uhr auf dem Luisenplatz in Neuwied mit einer Kundgebung und Infoständen. Dort wurden die zahlreichen Teilnehmer, die mit Fahrrädern und E Mobilen kamen, von verschiedenen Organisationen und Verbänden aufgefordert, sich der Bewegung anzuschließen und mehr für die Klimagerechtigkeit zu tun. Von dort ging es zu den Naturfreunden nach Kettig. Dort wurden sie von Egbert Bialk (BUND Koblenz) und dem Vorsitzenden der Naturfreunde Kettig Oliver Hartmann auf der Elmar Hillesheim Wiese am Ortsrand von Kettig begrüßt. Zwischen Weiden, Wiesen und Obstbäumen auf einem kleinen Platz mitten auf der Wiese am Kettiger Bach, betonte Hartmann, wie wichtig es sei auch und vor allem Umwelt und Naturschutz vor der Haustüre zu beginnen und zu leben. Dabei verwies Hartmann auf die vielen Aktivitäten, die die Naturfreunde seit über 25 Jahren betreiben. Von der Gründung durch Elmar Hillesheim 1991, bis zu den Erfolgen, die der Verein auf ihn zurückführen kann, wie die Aktion „100000 Sonnenblumen für Tschernobyl“, was für 45000 DM Spendengelder sorgte und den Kindern vor Ort gespendet wurde. Die letzte große Aktion von Elmar Hillesheim war die Flusslandschaft Nette 2008/09, was die Renaturierung und zahlreiche Aktionen bundesweit mit vielen Unterstützen und Freunden zur Folge hatte. Seit der Eröffnung der Förder- und Wohnstätte in Kettig pflegen die Naturfreunde eine immer intensivere und engere Zusammenarbeit und Freundschaft mit dieser Facheinrichtung für Schwerstbehinderte. Viele Veranstaltungen und gemeinsame Aktionen sind seither fester Bestandteil dieser Zusammenarbeit. So der besinnliche Adventsnachmittag am Samstag vor dem ersten Advent, der seit über zehn Jahren stattfindet, oder die gemeinsamen Apfelsammlungen und der Kulturstammtisch. Das soziale Engagement ist eine starke und immer größer gewordene Säule bei den Naturfreunden neben dem Naturschutz und der Heimatkunde. Peter Thelen von der Förder- und Wohnstätte erläuterte den Gästen aus Umwelt und Klimaschutz das Weidenanbau-Projekt und die mehrtägigen Seminare, die dazu von der FWS angeboten werden. Anschließend ging es zu einem kleinen Mittagsimbiss ins „Binnehäuschen“ nahe der Elmar-Hillesheim-Wiese bevor man sich weiter auf den Weg zum AKW Mülheim-Kärlich machte, wo „Am guten Mann“ von der „Bendorfer BI gegen das AKW Mülheim Kärlich“ eine Chronologie des Jahrzehnte anhaltenden Kampfes gegen das AKW vorgetragen wurde. Das Ziel sei noch lange nicht erreicht, so der Tenor, der Rückbau des Kühlturms stehe noch aus, und eine sichere Endlagerung ist auf lange Zeit nicht machbar. Weiter ging es nach Koblenz und zur Herz-Jesu-Kirche mit einer Straßenaktion. Am Sonntag lud der Weltladen am Görresplatz Koblenz ab 11 Uhr zu einem fairen Frühstück ein, wo auch der OB der Stadt Koblenz Herr Hoffmann-Götting teilnahm. Die Tour führte dann zu einem Wasserkraftprojekt der „Neuen Energie Bendorf“ auf Niederwerth und zur katholischen Bildungsstätte Haus Wasserburg Vallendar, wo die Globalisierungsproblematik im Mittelpunkt stand.

Am Montag besichtigte das Klimabündnis mit zwei Klassen der Realschule plus Dierdorf das Solarunternehmen Bauko-Solar in Anhausen sowie eine Biogasanlage der dortigen Energiegenossenschaft.

Nach den Informationen bei kommunalen Klimaschutzeinrichtungen in Hachenburg samt Abendveranstaltung am Dienstag ging es am Mittwochnachmittag zum Unternehmen Mann-Energie in Langenbach bei Kirburg. Mit dabei waren hier die jungen Klimareporter der Grundschule Koblenz-Moselweiß, die mit Schulleiterin Martina Keller per Elektro-Auto anreisten, natürlich getankt mit Ökostrom. „Nur die Kombination von 100 Prozent Erneuerbaren und E-Mobilität macht klimapolitisch Sinn“, betont auch Matthias Boller vom BUND Rhein-Lahn. „Energiewende und Verkehrswende gehören zusammen und müssen ohne Behinderungen weiter gehen“.

Auch am Folgetag ist die E-Mobilität Thema, mit Solarvereins- und Radfahrgruppen ging es von Sinzig nach Remagen zum Unternehmen Kumpan, das E-Roller montiert.

Den Abschluss der neuntägigen Klimatour bilden zwei politische Veranstaltungen. Auf der BUND-Bundesversammlung in Bad Godesberg wirkt das Bündnis am Samstag an einer Klimaaktion mit und fordert den sofortigen Kohleausstieg. Am Montag, 7. November, stellt das Bündnis im Dreikönigenhaus der Görlitz-Stiftung Koblenz ab 18 Uhr die Ergebnisse der gesamten Tour vor, und übergibt gleichzeitig die gesammelten Spendengelder. „Schon jetzt sind wir überrascht über den großen Zuspruch so Egbert Bialk vom Klima Bündnis. Wir haben auf der Tour viele hundert Menschen erreicht und die globalen Herausforderungen mit der örtlichen Handlungsebene verbunden.“ „Natur und Umweltschutz fängt vor der Haustüre an“ ergänzt Oliver Hartmann von den Naturfreunden, dem der regionale Umweltschutz besonders am Herzen liegt.

Infos gibt es auf der Homepage klimaschutznord.bund-rlp.de und beim BUND Koblenz, Tel. 02 61/9 73 45 39, E-Mail: regionalbuero-koblenz@bund-rlp.de sowie bei den Naturfreunden Kettig, Tel. 0 26 37/89 14, E-Mail: naturfreunde-kettig@gmx.de. Pressemitteilung

NaturFreunde Kettig

Die Teilnehmer der regionalen Klimatour auf ihrer Tour durch die VG Weißenthurm. Foto: Privat

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