Allgemeine Berichte | 08.09.2016

Am Moselbogen bei Güls fanden zum ersten Mal Hydrofoiling-Meisterschaften statt

Auf Stuhl übers Wasser geflogen

Hinter einem Motorboot gab es Sprünge mit Saltos und Drehungen zu bewundern

Auf einer Stange die auf der Unterseite Tragflügel hat sitzen die Hydrofoiler. Fotos: HEP

Koblenz-Güls. Da fährt einer auf einem Stuhl übers Wasser, meinte mancher, der nicht genau hingeschaut hat. Und tatsächlich sitzt jemand auf einer Stange und wird von einem Motorboot gezogen. Hydrofoiling (Wasserfolie) heißt dieser Sport, bei dem es am Gülser Moselbogen Deutsche und Europameisterschaften gab. Die wurde jedoch von keinem Verein oder Verband, sondern von locker zusammen geschlossenen Hydrofoilingfans ausgetragen.

Was ist ein Hydrofoilinggerät

Das Gerät ist ein massiver Metallträger oben, in etwa ein Meter Höhe, mit einem Sitz, in der Mitte eine Ebene zum Festschnallen der Füße und unten eine Hebefläche, die auch Folie genannt wird. Dies ist eine Art Tragflügel, die bei Geschwindigkeiten ab 38 km/h übers Wasser gleiten.

In Koblenz darf man das nur am Gülser Moselbogen, wo einige Kilometer als Wasserskistrecke ausgewiesen sind. Apropos Wasserski: Hydrofoiling ist bei Weitem nicht so kraftraubend, da der Sportler sitzt und der „Air Chair“ durch die Tragflächen ganz wenig Wasserwiderstand hat. „Ich könnte das Schleppseil mit einem Finger halten“, erklärte der Organisator der Meisterschaften Gregor Stiltz aus Bonn, der vor etwa 20 Jahren mit dem Hydrofoiling begonnen hat.

Viele Tricks und gekonnte Sprünge begeisterten die Zuschauer

Aber nur übers Wasser gleiten macht den Hydrofoilern keinen Spaß, da muss noch mehr kommen. Und das kam in Form von Sprüngen mit Saltos, Drehungen und weiteren Tricks. „Jeder Trick hat einen Namen und es gibt an die 20 vernünftige Tricks. Vorne oder hinten rechts oder links beim Sprung ans Bord greifen so wie beim Skateboard oder Snowboard sind Varianten. Man braucht hier wie beim Einradfahren viel Gleichgewichtsgefühl“, erläuterte Gregor Stiltz.

Bei den Meisterschaften durfte jeder Teilnehmer drei Tricks zeigen, die per Video aufgezeichnet wurden. Der beste und ästhetischste Trick kam in die Wertung und der Teilnehmer erhielt Punkte für die Deutsche- und Europameisterschaft. Ein Sturz ist akzeptiert, beim zweiten scheidet der Läufer aus.

Apropos Sturz: Die Hydrofoiler tragen Schwimmweste und Helm. Der soll weniger den Kopf als vielmehr das Ohr schützen, da bei einem Aufprall auf das Wasser das Trommelfell sogar platzen könnte.

Buntes Teilnehmerfeld aus mehreren Ländern

An den Meisterschaften nahmen etwa 20 Hydrofoiler unter anderem aus Deutschland, Holland, Lettland, Frankreich und der Schweiz teil, die von fünf Booten, sie haben zwischen 250 und 400 PS und lagen im Gülser Yachthafen, gezogen wurden.

Dies war der erste Hydrofoiling-Wettkampf auf der Mosel bei Güls, könnte sich aber laut Organisator Stiltz im nächsten Jahr wiederholen. -HEP-

Gregor Stiltz entfernt den Schutz des Hydrofoilinggerätes.

Gregor Stiltz entfernt den Schutz des Hydrofoilinggerätes.

Hydrofoiler Gregor Stiltz hatte die Meisterschaft am Gülser Moselbogen organisiert.

Hydrofoiler Gregor Stiltz hatte die Meisterschaft am Gülser Moselbogen organisiert.

In etwa einem Metern Höhe gleitet der Hydrofoiler übers Wasser.

In etwa einem Metern Höhe gleitet der Hydrofoiler übers Wasser.

Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tvReinschauen lohnt! Viel Spaß.

Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt! Viel Spaß.

Auf einer Stange die auf der Unterseite Tragflügel hat sitzen die Hydrofoiler. Fotos: HEP

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