St. Martin in Mendig....
Auf besonders schöne Art und Weise begangen
Mendig. Es ist wohl eine der schönsten Legenden, derer am vergangenen Wochenende wieder vielerorts durch die alljährlichen St. Martins – Umzüge gedacht wurde: Der Legende des berühmten Martin von Tours. Als römischer Soldat begegnet er am Stadttor der französischen Stadt Amien einem frierenden Bettler. Kurzerhand zückt er sein Schwert, teilt damit seinen warmen Mantel und schenkt dem armen Mann die eine Hälfte. In der folgenden Nacht erscheint ihm Jesus Christus, gekleidet in die Mantelhälfte und der Hl. Martin verstand, was Jesus meinte, als er sagte: „Was ihr einem von diesen meinen Geringsten getan habt, das habt ihr mir getan.“
Mendig gedenkt des Heiligen Martin
In Mendig begeht man dieses Gedenken auf eine besonders schöne Art und Weise:
Beide Stadtteile, Ober- und Niedermendig, feiern zunächst einen eigenen Wortgottesdienst in der St. Genovefa – Kirche im oberen - und der Cyriakuskirche im unteren Stadtteil. Von den beiden Kirchen aus startet jeweils ein Zug, beide angeführt durch einen Heiligen hoch zu Ross.
In diesem Jahr waren es wieder zwei Frauen, die St. Martin verkörperten: Tina Müller auf ihrem braven Haflinger „Carlo“, der in diesem Jahr zum 15. Mal den Zug anführte und Bianca Patzelt vom Reitverein Mendig ritt von Niedermendig auf dem siebenjährigen Schecken - Hengst „Stich“, der eigens zu dem besonderen Anlass aus seinem Stall in Oberdürenbach angereist war.
Musikalisch begleitet wurde Obermendig von der „Justen – Kapelle“ aus Bell, Niedermendig von der stadtteileigenen Schützenkapelle. Zwei Mendiger Bäckereien hatten 1200 Wecken gebacken; Stadtchef Hans-Peter Ammel und seine Helfer kamen kaum mit dem Austeilen hinterher.
Für ein stattliches Feuer hatte der Bauhof Mendig auch in diesem Jahr wieder gesorgt: Unter den wachsamen Augen der freiwilligen Feuerwehr schlugen die Flammen haushoch, unzählige Funken stoben dem dunklen Abendhimmel entgegen, während die Besucher das Bild bei Wecken und warmen Getränken sichtlich genossen.
Auf dem Haflinger „Carlo“ in Obermendig unterwegs war Tina Müller vom Elzerhof Mendig.
Auf dem Schecken „Stich“ hoch zu Ross in Niedermendig: Bianca Patzelt vom Reitverein Mendig. Fotos: SOT
Für ein stattliches Feuer hatte der Bauhof Mendig auch in diesem Jahr wieder gesorgt:
Stolz leuchteten die Kinder dem Heiligen den Weg.
Stadtchef Hans-Peter Ammel und seine Helfer kamen kaum mit dem Austeilen hinterher.
