KZ-Außenlager Cochem
Auf dem Weg zum Förderverein
Beitrag zum Gedenken im Bereich der Opferforschung sowie der Zeitzeugenbefragung und –präsentation
Cochem. Ende Juni trafen sich wieder die ersten Interessierten an einem Förderverein „Gedenkstätte KZ-Außenlager Cochem“ im Pfarrhaus in Treis. Das zweite Treffen brachte schon vorläufige Ergebnisse. So hat die Runde den von der Initiatorin, der Gymnasiallehrerin Mariette Nölle, ausgearbeiteten Satzungsentwurf gutgeheißen. Danach ist es Zweck des Vereins, das Gedenken an die Opfer des KZ-Außenlagers Cochem aufrecht zu erhalten. Dazu sollen insbesondere Informationen über das Außenlager auch in Kooperation mit den betroffenen Kommunen erforscht, dokumentiert und verbreitet werden.
Der Förderverein soll gewissermaßen der zivilgesellschaftliche Arm sein für die an der Erinnerungsarbeit inzwischen ebenfalls aktiven staatlichen und kommunalen Stellen (Landeszentrale für politische Bildung, Landkreis und Verbandsgemeinde Cochem) sowie für die schon vorhandenen Fachleute. Der in Aussicht genommene Verein sieht seinen Beitrag zum Gedenken vor Ort vor allem im Bereich der Opferforschung sowie der Zeitzeugenbefragung und –präsentation.
Vielversprechende Ideen
Die ersten Ideen und Aktionen sind schon sehr viel versprechend: Der Bruttiger Karl Welches steht als Zeitzeuge bereit, Manfred Ostermann, ebenfalls aus Bruttig, öffnet für die Initiative seinen Fundus an Korrespondenz mit ehemaligen KZ-Häftlingen, der Koblenzer Joachim Hennig ergänzt diese reichhaltigen und eindrücklichen Informationen vor Ort durch Recherchen in Archiven, Diakon Michael Thomiczny will Firmlinge für diese Gedenkarbeit gewinnen und die Pastoralreferentin Veronika Rass Lehrerinnen und Lehrer. Mit dabei ist auch die Ortsgemeinde Bruttig-Fankel mit ihrem Ortsbürgermeister Reiner Welches. Vertreter weiterer Kommunen sind willkommen.
Man darf gespannt sein, was diese und andere Aktive bis zum nächsten Treffen im August erreicht haben. Sehr wünschenswert wäre, wenn die Initiatorin Mariette Nölle dann auch noch mehr Interessierte begrüßen könnte. Denn beim nächsten Treffen sollen nicht nur die ersten Ergebnisse präsentiert, sondern auch der Förderverein offiziell gegründet werden. Der Termin dafür steht noch nicht fest. Er wird aber rechtzeitig bekannt gegeben. Kontakt zu der Initiative gibt es unter der E-Mail-Adresse: gedenken-cochem@web.de
