Außerordentliche Versammlung beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr
Auf dem Weg zur Stiftung
Mitglieder ermächtigen Vorstand zur Gründung einer Stiftung, die neue Bevölkerungsgruppen erschließen soll
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Sein Jubiläum zum 25-jährigen Bestehen feiert der Hospiz-Verein Rhein- Ahr im November. Doch bereits jetzt der Verein mit seinen mehr als 1100 Mitgliedern und mittlerweile allein 62 ausgebildeten ehrenamtlichen Hospizbegleitern den nächsten Meilenstein in der Vereinsgeschichte auf den Weg gebracht. Bei einer außerordentlichen Versammlung der Mitglieder im stationären Hospiz in Bad Neuenahr-Ahrweiler ermächtigten diese den Vereinsvorstand zur Errichtung der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel. „Durch die Stiftung erschließen wir uns Zustifter – Personen, Institutionen und Firmen –die wir sonst nicht erreichen könnten. Aber auch für die Zustifter ergeben sich Vorteile. Sie vererben uns Vermögen für die ‚Ewigkeit‘ und erhalten eine große Außenwirkung“, sagte Vorstandsmitglied Monika Lessenich. Zweck der Stiftung soll die Beschaffung von Mitteln zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege in Bezug auf die medizinische-palliative Betreuung und seelische Begleitung von unheilbar Kranken und ihnen nahe stehenden Personen in der Vorbereitung auf ein menschenwürdiges Sterben sein. Des Weiteren soll der Stiftungszweck durch die ideelle, personelle und finanzielle Förderung der Trauerbegleitung und durch die Schaffung von Angeboten für Trauernde verwirklicht
werden. Die Stiftung soll mit einem Grundstockvermögen ausgestattet werden, aus dessen Zinserträgen insbesondere der Hospiz-Verein oder die Hospiz im Ahrtal gGmbh als Betreiber des Hospizes im Ahrtal unterstützt werden sollen. Das Grundstockvermögen
stammt aus dem Vermögen des Hospiz-Vereins. Dabei handele es sich um Vermächtnisse und Erbschaften, wie Steuerberater Lutz Engelsing als Experte bei der Mitgliederversammlung ausführte. Die Erträge stünden angesichts der aktuellen Situation auf dem Kapitalmarkt derzeit nicht im Vordergrund. Allerdings sei die Stiftung auf die Ewigkeit angelegt, in der das anders sein könnte. Als wesentlichen Aspekt für die Stiftungsgründung konstatierte die Vereinsvorsitzende Ulrike Dobrowolny: „Wir möchten den Hospizgedanken in neue Bevölkerungsschichten tragen, denn wir brauchen die Unterstützung aller Bevölkerungsgruppen.“ Wer etwa
seinen Nachlass einer Hospizstiftung zukommen lassen wolle, könne das künftig auch im Ahrtal tun - mit der Sicherheit, die eine Stiftung beispielsweise hinsichtlich der Verwendung der Mittel biete. Die Stiftung sei zudem ein Baustein für die Beständigkeit der Hospizarbeit im Kreis Ahrweiler. Mit großer Mehrheit stimmten die Mitglieder bei der Versammlung der Initiative ihres Vorstands respektive der bereits ausgearbeiteten Satzung der künftigen Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel zu. Die Gründung der Stiftung durch Unterzeichnung der entsprechenden Urkunde soll umgehend erfolgen. Die Verwirklichung des Stiftungszwecks soll ein Stiftungsrat mit der stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Hildegard Schneider und Bankbetriebswirt Thomas Theisen als Mitgliedern überwachen. Als Mitglieder des ersten Stiftungsvorstands, der die Geschäfte verwaltet und führt, wurden Dobrowolny und Lessenich benannt.. Dobrowolny machte auch nochmals auf die Jubiläumsfeierlichkeiten am Freitag, 17. November, um 15 Uhr im Rathaussaal der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler aufmerksam, die mit Festvorträgen, Gottesdienst, Podiumsgespräch, einer pantomimischen Aufführung und Musik begangen
werden.
Infos: www.hospizverein-rhein-ahr.de.
Hospizverein Rhein-Ahr
