Kinder der KGS Meckenheim nahmen an einem ganz besonderen Sozial-Training teil
Auf dem Weg zur fairen Coolness
Meckenheim. Fast zwei Monate lang nahmen alle Kinder der Stufe 2 und Stufe 3 der KGS Meckenheim an einem ganz besonderen Sozial-Training teil, bei dem pro-soziale Verhaltensweisen geschult wurden. Im Mittelpunkt dieses Coolnesstrainings standen zum einen Übungen, die die Kooperationsbereitschaft der Kinder stärkten und zum anderen die Notwendigkeit einer achtsamen Gelassenheit (Coolness) vermittelten. „Ich bin sehr froh, dass wir den Kindern unserer Schule dieses tolle Coolnesstraining anbieten können“, berichtete die Schulleiterin Corinna Stühm. „Durch die Corona-Krise ist es wichtiger denn je, den Kindern die Zeit zu geben professionell gecoacht zu werden. Die Kinder konnten vor allem während des Wechsel- und Distanzunterrichts weniger wichtige Erfahrungen im Bereich des sozialen Lernens machen. Dies kann sich auf das soziale Verhalten langfristig auswirken. Wir wollten den Kindern die Möglichkeit bieten, ihr Sozialverhalten durch externe Coaches zu stärken. Die Kinder profitieren davon auf vielfältigste Art und Weise.“
So durfte jede Klasse der Stufe 2 und 3 jeweils drei ganze Schultage an dem Training teilnehmen.
Geleitet wurde dieses von den Coolnesstrainern und Sportpädagogen Jens Houtrouw und Viktor Drewes der RheinFlanke.
RheinFlanke ist eine gemeinnützige GmbH mit Sitz in Köln, die im Jahre 2007 gegründet wurde, deren Mission es ist junge Menschen zu stärken und ihnen Perspektiven für ein selbstbestimmtes Leben zu geben. Dabei nutzen sie innovative Ideen, um non-formale Bildungsprozesse kreativ möglich zu machen. Leidenschaftlich glauben sie an die Stärken jedes Einzelnen und fördern diese durch fachlich durchdachte Übungen, die einen sportlichen Charakter haben. So mussten die KGS Kinder beispielsweise versuchen gemeinsam von einer Seite des Raumes zur anderen Seite zu wechseln. Die Schwierigkeit bestand darin, dass keiner das schwingende Seil berühren durfte. Diese und weitere herausfordernde Situationen, bei denen die Kinder miteinander handeln mussten, bewältigten die Kinder von mal zu mal besser. Auch im Unterricht wurden die Ideen von den Klassenlehrerinnen aufgegriffen und es wurden vermehrt kooperative Übungen angeboten.
„Am Anfang fiel es uns richtig schwer, die Übungen zu machen, da wir nicht immer so gut auf uns als Team geachtet haben“, erklärte Elias. „Von mal zu mal gelang uns dies besser. Das war ein tolles Gefühl. Jetzt sind wir ein richtig cooles Klassenteam“. „Wir haben gelernt, dass wir als Team mehr schaffen können“, ergänzte Amelie freudig und Jonas und alle anderen 180 Kinder waren sich einig, dass sie sich noch mehr Coolness-Training wünschten, damit das Leitbild der Schule „Ich bin fair in Wort und Tat“ noch besser gelebt werden kann.
Gemeinsam zum Ziel – Die Kinder halten sich an den Händen und versuchen einen Reifen eine Runde lang kreisen zu lassen. Nur gemeinsam können sie es schaffen. Die Couches Jens Houtrouw und Viktor Drewes der Rheinflanke stehen in der Mitte des Kreises und beobachten die Kinder, um ihnen später wertvolle Tipps zu geben.Foto: privat
