Allgemeine Berichte | 18.04.2018

Swisttaler Senioren-Union auf Entdeckungstour in Bonn

Auf den Spuren August Mackes

Die Gruppe der Senioren-Union Swisttal vor dem Altstadt-Brunnen. privat

Swisttal. „Wenn man in der Nähe von Bonn wohnt, meint man, es auch zu kennen. Aber weit gefehlt“, so Wilfried Mühlhausen, der mit den Swisttaler Seniorinnen und Senioren die Bundesstadt besuchte. Dem August Macke Museum galt der erste Besuch. Hier erfuhren die 20 Besucher, dass erst in den 80iger Jahren die Bonner ihren großen Malersohn entdeckten und sein Wohnhaus als Museum umnutzten. Die Gemälde von August Macke bilden ein Stück Bonner Entwicklungsgeschichte ab. Denn der Künstler malte von seinem Atelier im dritten Stock, was er vor Augen hatte. Seinen Garten und die gerade frisch erbaute Marienkirche. In den letzten Jahren ist das Macke-Museum großzügig durch ein Glas-Beton-Kubus erweitert worden und bietet jetzt auch großzügige Ausstellungsflächen an. Derzeit ist dort die Ausstellung Helmuth Macke bis zum 17. Juni 2018 zu sehen, ein expressionistischer Maler, der wie sein Vetter August zur damaligen Avantgarde zählte und 1936 bei einem Bootsausflug auf dem Bodensee ertrunken ist. Die Ausstellung zeigt seine Werke, aber auch die seiner Kollegen der Neuen Künstlervereinigung und des Blauen Reiters – also Franz Marc, Eric Heckel, Schmidt-Rottluff, Heinrich Campendonk, Max Pechstein, Alexej Jawlensky, Gabriele Münter und andere mehr.

Durch die Bonner Nordstadt

Der zweite Teil des Bonn-Besuchs unter Führung von Erika Zander galt der Nordstadt, das ehemalige Viertel Bonns, wo Arbeiter und Handwerker sich ansiedelten, während im Süden die Villen der Ärzte und Professoren der neuen preußischen Universität entstanden. Nach der Zerstörung der Kernstadt Bonns im Bombenhagel des Zweiten Weltkrieges wurde der Bonner Norden zur „Altstadt“, die durch die Blüte der japanischen Kirschbäume, die zufällig zur Begrünung der Straßenzüge gepflanzt wurden, inzwischen weltweit bekannt geworden ist und derzeit unzählige Besucher aus aller Welt anlockt. Der Rummel ist so groß geworden, dass die Anwohner das traditionelle jährliche Blütenfest inzwischen ablehnen. Die Besucher sahen die Blüte nicht in voller Pracht, lediglich die frühen Exemplare zeigten, was noch zu erwarten ist. Dann wird die Heerstraße nur so von Besuchern wimmeln. Vielleicht entdecken diese dann auch das Frauenmuseum, die Hinterhofbebauung, die nicht nur in Berlin, sondern auch hier in Bonns neuer Altstadt zu finden ist und eine besondere Wohnkultur vermittelt. Zu entdecken sind das Frankenbad, die Marienschule, die als Volksschule einen separaten Jungen- und Mädchen-Pausenhof hatte und die neogotische Marienkirche mit ihrer Mariengrotte an der Rückseite, die bereits errichtet wurde, um Spenden für den Bau der Kirche zu gewinnen. Das Bonner Stadthaus war in der Errichtungszeit sicherlich architektonisch zeitnah, heute sieht man eher, dass für den Bau ganze Straßenzüge mit Gründerhäusern geopfert werden mussten. Eine Stadtführung weckt die Neugier auf mehr. So könnte im kommenden Jahr von den Swisttalern Senioren Bonn als Römerstadt erkundet werden.

Pressemitteilung der

Senioren-Union Swisttal

Die Gruppe der Senioren-Union Swisttal vor dem Altstadt-Brunnen. Foto: privat

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