Allgemeine Berichte | 18.07.2018, 09:49 Uhr

Naturschutz und Landwirtschaft in Wachtberg

Auf einem sehr guten Weg

Runder Tisch: Landwirt Stefan Schneider erläutert den Teilnehmern den Einsatz von Folientunneln.  Gemeinde Wachtberg/mk
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Wachtberg. Wie gelingt es, moderne Landwirtschaft, Naturschutz und Landschaftsschutz unter einen Hut zu bekommen? Dieser Herausforderung stellt sich in der Gemeinde Wachtberg seit einigen Jahren gemeinschaftlich ein Arbeitskreis aus Behörden, Landwirten, Politikern, Naturschutzverbänden und -organisationen sowie Naturschützern.

Im Rahmen des 2015 gegründeten Runden Tisches „Geschützter Anbau in der Landwirtschaft“ treffen sich die Akteure regelmäßig, jeweils im Herbst zu einer Sitzung und im Frühling zu einer themenbezogenen Rundfahrt durch die Gemeinde. Eine solche Fahrt stand Ende Juni wieder an. Hierzu hatte Beigeordneter Swen Christian eingeladen.

Spagat zwischen Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz

Die Anforderungen an die Landwirte werden immer größer. Abnehmer erwarten eine immer höhere Qualität, UV- und Hagel-Schutz durch Netze sowie Folientunnel werden erforderlich. „Wir müssen ein ausgewogenes Verhältnis zwischen einer gesunden und wettbewerbsfähigen Landwirtschaft sowie dem größtmöglichen Schutz von Natur und Landschaft schaffen“, sagte Beigeordneter Christian in der Runde.

Die Fahrt führte die 25-köpfige Gruppe zu mehreren Stationen, die unter anderem die Themen Blühstreifen, Streuobstwiesen, Hecken, Ausgleichsflächen und Hochwasserschutz umfassten. Als besondere Highlights waren zudem die Projekte „Schwalbenheimat“ auf dem Obsthof von Stefan Schneider und die Falkenwebcam „Apfelfalken“ auf dem Hof von Hubertus Wolf zu sehen.

Regionale Nahrungsmittel zu produzieren und dabei gleichzeitig möglichst naturnahe Flächen zu erhalten müsse kein absoluter Widerspruch sein, zeigte sich Christian zuversichtlich. Wichtig sei es, so der Beigeordnete weiter, bei allen Beteiligten ein Bewusstsein zu schaffen - bei den Landwirten für den Schutz von Natur- und Landschaft, wie auch dafür, die Verbraucher zu informieren und Verständnis zu entwickeln. Nur so könnten die Bürgerinnen und Bürgern die großen Herausforderungen verstehen, denen sich heutzutage die Landwirte stellen müssen. „Hierfür schafft der runde Tisch das Forum und die Voraussetzungen – ein Modell für andere Kommunen“, äußerte sich Christian überzeugt.

Die gemeinsamen Treffen sehen alle Beteiligte als sehr wichtig und positiv an. Am Ende der diesjährigen Tour waren sie sich einig, dass es wieder eine ausgezeichnete und informative Fahrt war. Im nächsten Jahr sollen weitere Standorte bereist und neue Projekte gemeinsam betrachtet und erörtert werden.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Runder Tisch: Landwirt Stefan Schneider erläutert den Teilnehmern den Einsatz von Folientunneln. Foto: Gemeinde Wachtberg/mk

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