Auf in den Frühling
Waldorf. Zehn Mitglieder der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V. fanden sich Mitte März an der vereinseigenen Streuobstwiese „Auf Loches“ in Waldorf ein, um dort umfangreiche, dringend notwendige Arbeiten durchzuführen. Dazu gehörten erlaubte schonende Pflegeschnitte zur Gesunderhaltung der überwiegend alten Apfelbäume sowie das Einsammeln der vielen abgebrochenen und abgefallenen Äste und Zweige. Das Holz wurde überwiegend zur Errichtung von Totholzhaufen verwendet. Diese wiederum bieten als lebendige Ökosysteme Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Die Anpflanzung von neuen Obstbäumen ist hingegen für den kommenden Herbst geplant.
Die Streuobstwiese „Auf Loches“ befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft des Streuobst-Lehrpfades, in welchem schon an mehreren Tagen des letzten Jahres umfangreiche Pflegearbeiten von Vereinsmitgliedern durchgeführt wurden. Der Lehrpfad, 2007 als erster dieser Art im Kreis Ahrweiler eröffnet, bietet eine sehr gute Möglichkeit, viele Obstsorten kennenzulernen und sich über diese näher zu informieren. Auf einem idyllischen Rundweg (Startmöglichkeit in der Schulstraße) von rund 2 km Länge gibt es zu fast 40 verschiedenen Obstsorten informative Steckbriefe. Auf drei großen Infotafeln werden der Lebensraum Streuobstwiese und seine Bewohner (z.B. Moose, Flechten, Insekten, Spinnen, Reptilien, Vögel, Mäuse, Fledermäuse, Bilche, Igel, Hasen, Marder, Füchse, Rehe ...) vorgestellt. Kein anderes Kulturbiotop in Mitteleuropa weist mit insgesamt ca. 5.000 Arten, vom Grünspecht bis zum Wald-Goldstern, eine so hohe biologische Vielfalt auf wie die Streuobstwiese.
Der chemiefreie und in jeder Hinsicht umweltfreundliche Anbau hochwertigen, aber nicht immer makellosen Obstes (ja, ein Schorffleck darf auch mal auf dem Obst sein), begeistert zum Glück wieder viele Leute, auch junge Familien. Auch wenn man sich mal über Apfelwickler, Kirschfruchtfliegen, Blattläuse, Birnengitterrost und Mehltau ärgern mag, das System ist aufgrund der zahlreichen Akteure („Nützlinge“ und „Schädlinge“) so stabil, dass es nicht zu größeren Schäden kommt.
Genießen Sie doch mal wieder einen Spaziergang durch unsere Obstwiesen entlang von Apfel-, Birnen, Kirsch-, Pflaumen- und Walnussbäumen. Je nach Jahreszeit erwartet Sie der Steinkauz in einer bizarren Baumkrone, das Bild von hunderten weiß und rosa blühenden Bäumen oder aber Sie werden von der Fülle reifenden Obstes erschlagen - hoffentlich nur im übertragenen Sinn.
Seit 2021 zählt der Streuobstanbau übrigens zum immateriellen Erbe der UNESCO und seit 2022 gehören die Streuobstwiesen außerdem zu den bundesweit gesetzlich geschützten Biotopen. Beides sind wichtige Schritte zum Erhalt dieser alten Kultur und dieses besonderen Biotops.
Der Lehrpfad wird durch Mitglieder der Naturschutzgemeinschaft Vinxtbachtal e.V. unterhalten. Zum Thema Streuobstwiesen finden Sie mehr unter https://nsg-vinxtbachtal.de.
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