Gedicht von Gerd Lüttgen
Auf neuen Wegen
Hält mich ein Traum umfangen?
Flüstert mir das Unbewusste eine Botschaft zu?
Warum steige ich
die Leiter der Gefühle auf und ab?
Gemütszustände wechseln rasch:
Zu Füßen der Leiter liegt ein weites Tal:
Traurigkeit und Ängste wohnen hier,
Phobien und schwarze Furcht
lauern am Weg.
Ärzte nennen es Depression,
Dichter geben ihr den Namen >Melancholie<.
Sie lähmt und schmerzt,
macht einsam und stumm,
bringt Schönes zum Stocken,
lässt Buntes verblassen,
lässt Liebe und Leidenschaft gefrieren.
Kein Zauber hilft,
kein Abrakadabra weist den Weg.
Vertrau der Heilkunst der Ärzte,
dem Wirken wertvoller Arzneien
und machtvoller Therapien.
Geduld und Vertrauen mögen dich begleiten,
Kraft und Zuversicht stets an deiner Seite sein.
Dann wird über dem weiten, dunklen Tal
wieder die Sonne aufgehen,
Sternenlicht wird die Nacht erhellen.
Ein Gedicht von Gerd Lüttgen
