Allgemeine Berichte | 25.07.2016

Senioren-Union der Verbandsgemeinde Mendig zu Gast in Limburg

„Aufstieg aus der Tiefe“

Mendiger überreichten anlässlich der Bischofsweihe ein Kreuz aus Schiefergestein

Schwester Kristien, die auch die Führung durch den Dom leitete, nahm das Kreuz in Empfang. Karl Peter Kauer, Senioren-Union

Mendig. Durch das Rheinland-Pfalz-Ticket sind viele Gemeinden enger aneinandergerückt. So ist es möglich, ohne Umsteigen in Andernach und Koblenz von Mendig mit der Bahn ins historische Limburg zu fahren. Für die Mitglieder der Senioren-Union der Verbandsgemeinde Mendig war dies ein lockendes Angebot, dem 47 Teilnehmer folgten, obwohl gerade an diesem Tag die Sonne über 30 Grad präsentierte. Doch dies ließ nur drei von einstmal 50 Angemeldeten abschrecken. Die mitfuhren, wurden mit einem sehr interessanten Programm, das kühle Räume im einmaligen Limburger Dom und im Diözesan-Museum beeindruckt. So wurde der Tag dann auch bei dieser Hitze einigermaßen erträglich. Die Eisdielen der besucherfreundlichen antiken Stadt unterstützten die Erholung. Nach zweistündiger Zugfahrt war es nur ein Fußweg von 20 Minuten vom Bahnhof bis zum Diözesanmuseum in der Domstraße, das seit 2011 in sechs Räumen und im Museumshof Kunstwerke und Dokumente zur Diözesangeschichte, die erst 1827 mit der Gründung des Bistums begann. Besonderes Interesse fand die am 15. Juli eröffnete Ausstellung über Elisabeth vom Kloster Schönau, das die Senioren-Union vor einigen Jahren besucht hatte. Ihre Werke fanden Jahrhunderte vor Erfindung des Buchdrucks in beweglichen Lettern in ganz Europa Verbreitung . Bekannt ist ihre Geschichte über die britische Königstochter Ursula und ihrer Gefährtinnen, die durch einen Übersetzungsfehler von elf zu 11.000 Jungfrauen auf dem Weg nach Köln führte.

Führung durch den Dom

Höhepunkt aber war der Besuch des Doms, der in der gleichen Zeit wie die alte Cyriakuskirche in Mendig um 1180 erbaut wurde und mit seinen sieben Türmen ein prägnantes Beispiel des Übergangs von der Spätromantik zur Frühgotik darstellt. Kompetent und äußerst freundlich und fröhlich war die Kirchenführung durch Schwester Kristien vom Orden „Geistliche Familie - Das Werk“, der erst 1938 in Belgien gegründet wurde. Der Dom wurde nie zerstört, aber innen mehrfach übermalt und restauriert. Am 4. September wird der neue Bischof Georg Bätzing, Generalvikar in Trier seine Weihe erhalten. Für diesen Anlass übergaben die Mendiger ein Kreuz aus 400 Millionen altem Schiefergestein, das in Mayen in 360 Meter Tiefe gebrochen wurde. Die Finanzierung hatte die Pfarrgemeinde St. Hildegard aus Mannheim bei ihrem Besuch Mendig übernommen, da sie sich für gemeinsames Geschenk mit der Mendiger Pfarrei St. Cyriakus für den neuen Bischof begeistern ließen. Alle sahen in diesem Kreuz ein beredtes Zeugnis für den erhofften „Aufstieg aus der Tiefe“. Schwester Kristien fand außergewöhnliche Dankesworte und versprach die Weitergabe nach der Bischofsweihe . Nach Mittagspause in der gastlichen Altstadt stand noch ein Besuch des Klosters der Pallottiner und der Marienkirche auf dem Programm, zu dem Pater Raimund Weber nicht nur mit interessanten Erläuterungen, sondern auch mit kühlen Erfrischungsgetränken aufwartete, bevor es dann wieder im klimatisierten Zug froh gelaunt und dankbar in die Heimat ging.

Schwester Kristien, die auch die Führung durch den Dom leitete, nahm das Kreuz in Empfang. Foto: Karl Peter Kauer, Senioren-Union

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