AugenBlick mal!
Wir saßen gemütlich auf dem Sofa, Kissen im Rücken und die Beine lang gelegt! Eine kleine Feder schlich sich aus einer Kissenhülle. Ich hielt sie an den Mund und mit einem kleinen Lufthauch flog sie in die Luft. Wir lachten, freuten uns, denn wir konnten „Eine Feder in die Luft blasen“. In unserem Verständnis klingt das positiv nach finanziellem Erfolg. Und gleich überlegten wir: „Wo kommt diese Redewendung her?“ Es ist schwierig nach zu vollziehen, was wir als positiv ansehen, hat allerdings auch eine negative Bedeutung. Denn bläst man Federn in den Wind, muss man damit rechnen, dass sie einem wieder ins Gesicht geblasen werden. Das bedeutet etwas Sinnloses tun. Gelesen habe ich aber auch über vergangene Rituale, bei denen eine in die Luft geblasene Feder wie ein Urteil aus dem Himmel verwendet wurde: der Platz, wo sich die Feder niederließ, hatte eine positive Ausstrahlung, war ein Wink des Schicksals. Wie auch immer, ich blase gerne eine Feder in die Luft! Doch das mit dem finanziellen Erfolg ist noch ausbaufähig. Wir geben die Hoffnung aber nicht auf, Federn haben wir noch genug!
Ihre
Elke Petersen
