Allgemeine Berichte | 01.10.2019

AugenBlick mal!

Mit einer Behinderung zu leben ist für den „gesunden“ Menschen sehr schwer vorstellbar. Im Umgang mit ihnen haben wir oft Berührungsängste. Sollen wir Hilfe anbieten oder wirkt das aufdringlich? Wird er zornig oder traurig, weil wir es ihm nicht zutrauen? Sind unsere Blicke zu neugierig, beleidigen wir ihn damit? Oder beachten wir ihn zu wenig? Um Berührungsängste zu nehmen, hat sich Jörg Holzem aus Arft in der Eifel aufgemacht und zieht mit seiner Aktion „Leben im Rollstuhl“ durch Rheinland-Pfalz, in Schulen und zu Vereinen. Meine Begegnung mit ihm in der Grundschule Löf, war für mich sehr aufschlussreich und bewundernswert. Sie hat mir mehr Verständnis vermittelt und die Erkenntnis, dass dieser Mensch sein Schicksal angenommen hat und seinen Frieden gefunden hat. Trotz seiner Querschnittslähmung „wuppt“ er sein Leben und hat keine Scheu, sämtliche Fragen zu beantworten, selbst wenn sie intim sind. Nur so - denke ich – mit diesem schnörkellosen Einblick in ein solches Leben, wächst das Verständnis. Und wenn diese Einblicke dann auch noch an junge Menschen weitergegeben werden, wächst die Chance auf Inklusion für alle Behinderte. Ich ziehe den Hut vor diesem Menschen, der mit seiner Aktion seine Berufung gefunden hat. Chapeau!

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Elke Petersen

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  • Roman Bermel: Hallo Julia. Du hast vollkommen recht. Ich habe lange bei euch gearbeitet und bin auch heute noch in der Grundschule unterstützend tätig. Ich kann nicht feststellen, dass weniger Unterstützung notwendig ist, eher das Gegenteil ist der Fall.
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