Aus Bahnlinie wird Radweg
Verbandsgemeinderat Weißenthurm votierte für Lückenschluss zwischen Ochtendung und Bassenheim
Weißenthurm. Wer den tollen Maifeldradwanderweg ab Mayen fährt, landet am Ochtendunger Bahnhof im „Nirwana“. Denn ab hier ist für Radfahrer Schluss mit lustig; sie quälen sich durch Ochtendung und evtl. irgendwie weiter nach Plaidt oder Saffig. Das soll bald ein Ende haben, denn der Verbandsgemeinderat Weißenthurm beschloss auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig, dass die ehemalige Bahnstrecke zwischen Ochtendung und Bassenheim in einen attraktiven Radweg verwandelt wird mit Anschluss an das Radwegenetz der VG Weißenthurm.
Zuvor hatte Bürgermeister Georg Hollmann in einer Powerpoint-Präsentation die Ratsmitglieder ausführlich über das Vorhaben informiert. Hier mal die nackten Zahlen: Gesamtlänge 6,1 km, davon 2,6 km in Ochtendung und 3,5 km in Bassenheim, Investition rund 2,04 Millionen Euro, davon 1,25 Mio. Bassenheim und 0,79 Mio. Ochtendung, Planungskosten etwas über 134.000 Euro, davon 85.000 Euro für Bassenheim, wären für die VG Weißenthurm etwas mehr als 1,4 Millionen Euro für die ein Landeszuschuss von 65 Prozent erwartet wird. Hinzu kommen noch Kosten für den Grunderwerb, der aber durch den
Verkauf der Schienen gemindert wird. Die kreiseigene Wirtschaftsförderungsgesellschaft am Mittelrhein will jeder Kommune 100 000 Euro Zuschuss geben. Grund ist, dass es sich um den Ausbau einer touristischen Infrastruktur handelt und durch die Anbindung nach Mülheim-Kärlich eine Lücke zum Rheinradweg geschlossen wird.
„Die Verbandsgemeinde will Baulast- und Unterhaltungsträger für diesen Radweg sein“, erklärte Georg Hollmann und fügte hinzu, dass nach dem Beschluss des VG-Rats auch der Ortsgemeinderat Bassenheim zustimmen muss, wovon die Verwaltung aber ausgeht. Sprecher aller im VG-Rat vertretenen Fraktionen betonten die Wichtigkeit dieses Projekts, das allen Bürgern zugute kommt und unterstützten es mit einem einstimmigen Grundsatzbeschluss, der Übernahme der Lasten auf die VG und dem Planungsauftrag, den die Verwaltung vergeben kann. Denn erst wenn die Planung steht, damit rechnet Hollmann wegen den noch einzuholenden Stellungnahmen Ende nächsten Jahres, können die Zuschüsse beantragt und dann mit dem Bau begonnen werden. –hep-
