Ehrenamtsprojekte der Verbandsgemeinde Kaisersesch und Caritas trafen sich zum Erfahrungsaustausch
Aus Freude am Ehrenamt
Kaisersesch. Sie tun Ähnliches, haben das gleiche Ziel, und sind in unterschiedlichen Projekten engagiert: Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Initiative Super 60, des Projektes „Der Kümmerer vor Ort“, der Bewegungskampagne „Ich bewege mich, mir geht es gut, Durchblick e. V., des Besuchsdienstes „Mensch für Mensch“ der Caritas-Ambulanten Hilfezentren Lutzerath und Treis-Karden und des Projektes „Vergiss Mensch nicht“ des Ambulanten Hilfezentrums Lutzerath. Auf gemeinsame Einladung der Ambulanten Hilfezentren der Caritas und der Verbandsgemeinde Kaisersesch trafen sich erstmals Ehrenamtliche aus diesen Teams im Mehrgenerationenhaus in Kaisersesch, um Erfahrungen auszutauschen und nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit Ausschau zu halten.
Großes ehrenamtliches Engagement
„Wir Mitarbeiterinnen von „Mensch für Mensch“ besuchen ältere Mitmenschen zu Hause, trinken Kaffee mit ihnen, spielen Mensch-ärger-dich-nicht, begleiten sie bei kleinen Spaziergängen oder beim Gang zum Friedhof und sind gerne für sie da“ berichtet Petra Thomas. Und weil es ihr so gut gefällt, arbeitet sie auch im zweiten Projekt des AHZ Lutzerath mit: Dem Betreuungsangebot „Vergiss-Mensch nicht“, in dem demenziell Erkrankte alle 14 Tage jeweils mittwochs nachmittags abgeholt und abwechselnd ins Mehrgenerationenhaus Kaisersesch oder ins Marienhaus in Lutzerath gebracht werden. Durch eine 20-stündige Vorbereitung von Projektleiterin Ira Gerhartz und Barbara Barden werden die Ehrenamtlichen für ihre Aufgaben fit gemacht. Ebenfalls bestens vorbereitet ist Helga Heidkamp-Kurtze, die als ehrenamtliche Bewegungsbegleiterin tätig ist. „In Hambuch und Zettingen treffen sich zu festen Zeiten ältere Menschen und werden angeregt, einfache Bewegungsübungen zu machen, das Gleichgewicht zu trainieren, zu balancieren oder sich mit einem Schwungtuch auszuprobieren“, so Helga Heidkamp-Kurtze. Der „Runde Tisch für Bewegung“ ist nicht das einzige Projekt, das die Verbandsgemeinde Kaisersesch in Zusammenarbeit mit „Super 60“ und mit Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz für die Menschen in der Verbandsgemeinde in die Tat umgesetzt hat. Auch die „Kümmerer“ sind ehrenamtlich in verschiedenen Gemeinden aktiv und bieten älteren Menschen mit Hilfebedarf im Ort unterschiedliche Dienste an. Maria Hoffmann aus Hambuch ist in beiden Projekten aktiv und weist auf einen kleinen Unterschied hin: „Die „Kümmerer“ haben auch andere Aufgaben, die sie für ältere Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten übernehmen können, wie zum Beispiel kleine Rasenflächen mähen, kleine Sträucher zurückschneiden, Holz zum Heizen ins Haus holen oder im Winter auch mal Schnee schippen.“ Monika Meiner aus Forst gehört ebenfalls zu den „Kümmerern“ und bietet vor Ort Fahrdienste und kleine Alltagshilfen an. Für Menschen in besonderen Lebenslagen und Notsituationen engagieren sich die Ehrenamtlichen von „Durchblick“ in Kaisersesch. „Wir haben unter anderem einen Second-Hand-Laden, bieten Sprachkurse an und unser Verein kann in Notsituationen kleine finanzielle Hilfe leisten“, so Eugen Mombauer. Elisabeth Schuster, Projektleiterin, sieht einen großen Nutzen dieser Aktionen: „Die Strukturen, die Hilfe bieten und Begegnung ermöglichen, sind geschaffen worden und wir wollen dabeibleiben, um diese wichtigen Angebote zu erhalten und weiter zu entwickeln“. Eine Erfahrung haben alle Ehrenamtlichen in gleicher Weise gemacht: Alle Projekte brauchen eine gewisse Zeit, bis sie in Anspruch genommen werden. „Hilfe anzunehmen, ist insbesondere für ältere Menschen oftmals nicht so leicht. Dabei brauchen sie keinerlei Ängste zu haben - die Ehrenamtlichen tun es gerne, Verschwiegenheit ist garantiert und die Hilfen sind kostenlos“ so Marion Klein, deren Aussage von allen anwendenden Ehrenamtlichen bestätigt wurde. Der gelungene Erfahrungsaustausch im Mehrgenerationenhaus Kaisersesch zeigte auf diese Weise, wie vielfältig das sozial-caritative Engagement in den Eifelgemeinden ist, aber auch, dass das Einander-Kennenlernen und das Zusammenarbeiten aller beteiligten Akteure unverzichtbar ist.
Kontakt und Information
Wer sich für eine Mitarbeit in einem der genannten Projekte interessiert, kann sich an folgende Ansprechpartnerinnen wenden: Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch, Marion Klein, Tel.: (0 26 53) 99 96-33 oder Elisabeth Schuster, Tel.: (01 75) 8 04 77 73, bitte nach 17 Uhr. Projekt „Ich bewege mich, mir geht es gut“ - Bewegungsbegleiterinnen, Helga Heidkamp-Kurtze, Zettingen und Gerti Faber, Laubach, Tel.: (0 26 53) 36 65. Ambulantes Hilfezentrum der Caritas in Lutzerath, Ira Gerhartz, Tel.: (0 26 77) 93 72-15. Ambulantes Hilfezentrum der Caritas in Treis-Karden und Zell, Barbara Barden, Tel.: (0 26 72) 9 39 00.
Pressemitteilung der
Verbandsgemeinde Kaisersesch
