Ein Mittelpunkt für eine funktionierende Gemeinschaft
Aus der Schützenhalle wurde die Bubenlay Halle
Schuld. „Eine funktionierende Gemeinschaft braucht einen Mittelpunkt. Sie braucht einen Raum um sich zu treffen, um miteinander zu reden, zu diskutieren, zu lachen, zu trauern und zu feiern“, sagte Bürgermeister Guido Nisius bei der Einsegnung der Bubenlayhalle. Zu der Namensfindung hat Schulder Bevölkerung mit Abstimmung wesentlich beigetragen. Weiter wünschte Nisius das die neue Halle der kommunikative Mittelpunkt des dörflichen Geschehens in gesellschaftlicher und kultureller Hinsicht ist, und damit einmal mehr zur der Stärkung der Dorf- und Lebensgemeinschaft dient.und gratulierte zu dieser Grandiosen ehrenamtlichen Leistung. Auch Horst Gies Erster Kreisbeigeordnete lobte das Engagement der örtlichen Vereine, die einen großen Teil zum gut funktionierenden Dorfleben beitragen. „Hier hat sich der Gemeinschaftssinn großartig bewährt“, hob Horst Gies hervor. Zuvor hatte Ortsbürgermeister Helmut Lussi die Geschichte der Halle noch einmal Revue passieren. Seit Jahrzehnten im Besitz der St. Sebastianus Schützen wurde 2015 nach deren Auflösung, von der Gemeinde beschlossen, die Halle samt Inventar zu Übernehmen. Um die Halle für ihren jetzigen Zweck zu nutzen, musste die Halle Umgebaut werden und es waren einige Auflagen zu erfüllen. So musste die Statik gemäß der neuen Brandschutzverordnung erstellt und genehmigt werden. An Fördergelder aus dem kommunalen Förderprogramm für die energetische Sanierung erhielt die Gemeinde eine Zuwendung von 41.700 Euro für den Einbau eines Dachwärmesystems. Nach Karneval 2017 fingen die Umfangreichen Sanierungsarbeiten an. Das Abwassersystem wurde ans öffentliche Kanalnetz angeschlossen und eine stärkere Stromversorgung von der Trafostation bis zur Halle verlegt. Beim dem auf Stahlstützen stehenden Dach wurden die Mittelfetten mit Stahlträgern verstärkt und ein Ständerwerk eingebaut. Die Wellblech Dacheindeckung wurde entfernt und Teilweise neue Sparren eingesetzt. Die alten Stromleitungen wurden durch neue ersetzt und auf den neusten Stand gebracht. Neben der neuen Deckenverkleidung wurde auch ein entsprechendes Beleuchtungssystem installiert und der Thekenraum neu gestaltet. Im Sommer diesen Jahres wurde der Außenputz angebracht und gestrichen. In Planung ist noch ein behinderten gerechten Umbau der Toilettenanlagen und Verlegung von Pflaster vor und hinter der Halle. Die Kosten der Sanierung beliefen sich bis jetzt auf rund 93.500 Euro. Zuschüsse gab es vom Bund/Land 41.700 Euro, Dorfgemeinschaftsfest 23.000 Euro, circa 3.300 Euro von der Jagdgenossenschaft, der Traktorverein bezuschusste eine Spülmaschine und der Gemeindeanteil betrug rund 29.500 Euro. Die Gesamten Ehrenamtsstunden betrugen sagenhafte 9078 Stunden, daran waren 59 Männer und 8 Frauen beteiligt. Besonders hervorzuheben sind Gottfried Holzem mit über 2200 Stunden und Frank Hoffmann über 1850 Stunden und außerdem hat er noch seine Maschinen zur Verfügung gestellt. Neben dem kirchlichen Segen hatte Pfarrer Rainer Justen zusammen mit Ortsbürgermeister Helmut Lussi die Aufgabe das Namensschild der Halle zu enthüllen. Mit tänzerischen Darbietungen wussten die Minifunken zu gefallen und für die musikalische Untermalung sorgten das Tampourcorps Germania Schuld sowie der Kirchenchor Cäcilia Schuld/Wershofen. Jetzt schon wird die Bubenlayhalle für Polterabende, Hochzeiten, Geburtstage, Kommunionen, Seniorennachmittage und Dorffeste rege genutzt. SES
Zur Einsegnung eine tänzerische Darbietung der Kindertanzgruppe. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
Ortsbürgermeister Helmut Lussi ließ den Hallenumbach noch einmal Revue passieren. Foto: HEINZ TONI SESTERHEIM
