Allgemeine Berichte | 30.05.2017

Interview mit Chloé Camus, der Preisträgerin des diesjährigen „Tatort Eifel – Junior Award“

Aus einer Idee heraus etwas entstehen lassen

Auch Mutter Astrid Sacher freut sich mit Chloé über ihren Erfolg. MFU

Bad Ems. Seit 2003 gibt es alle zwei Jahre den „Tatort Eifel Junior Award“ einen Krimi Schreibwettbewerb für Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz. Wer die beste Geschichte schreibt, darf diese Geschichte auch noch filmisch umsetzen. Am 11. Mai fand die Preisverleihung in Mainz statt. Bildungsministerin Stefanie Hubig überreichte im Foyer des SWR Gebäudes in Mainz, Chloé Camus aus der neunten Klasse des Goethe Gymnasium Bad Ems den ersten Preis im „Tatort Eifel Junior Award“. Ihre Geschichte und ihr Schreibstil überzeugten die Jury. „Sie schreibt visuell und fühlbar. Sie findet Formulierungen wie: „Es war schon fast ganz dunkel, aber man sah keine Sonne untergehen.“, so Kramp.

Blick aktuell traf sich nun mit der jungen Krimiautorin um zu erfahren, wie es nun weiter geht.

Blick aktuell: „Hallo Chloé, herzlichen Glückwunsch zu Deinem tollen Erfolg. Schön, dass Du Zeit hast. Wie bist Du denn zum Schreiben gekommen?“

Chloé Camus: „Als Kindergartenkind habe ich mir schon immer Geschichten ausgedacht und diese mit Playmobil Figuren nachgespielt. Meine Erzieherin hat dann diese Geschichten für mich aufgeschrieben. Ich liebe Deutsch, lese sehr gerne und das Schreiben finde ich einfach Klasse. Den Gedanken freien Lauf zu lassen und aus einer Idee heraus etwas entstehen zu lassen, fasziniert mich ungemein. Wenn mir spontane Gedanken zu fliegen, muss ich das auch sofort festhalten.“

Blick aktuell: „Was liest Du am liebsten?“

Chloé Camus: „Krimis, Horror, Thriller Romane.“

Blick aktuell: „War das Dein erster Wettbewerb und hast Du damit gerechnet, dass Du als Gewinnerin nach Hause gehst?

Chloé Camus: „Nein, es war nicht mein erster Wettbewerb. Letztes Jahr habe ich anlässlich der Buchmesse in Mainz an einem Jugendwettbewerb Kurzgeschichten teilgenommen. Hier war ich unter den zwölf Gewinnern und somit wurde meine Kurzgeschichte (Eve und Amiya in Mogontiacum) zusammen mit den anderen elf Geschichten in einem Buch mit dem Thema „Bewegung“ veröffentlicht.

Blick aktuell: „Hast du damit gerechnet, dass du als Gewinnerin nach Hause gehst?“

Chloé Camus:„Nein, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ich war total überrascht, als mein Name aufgerufen wurde. Ich dachte, ich bekomme einen Trostpreis so ziemlich zum Schluss. Ich habe mich riesig gefreut und war total aufgeregt und glücklich.“

Blick aktuell: „Was haben denn deine Eltern und deine Klassenkameraden zu deinem Gewinn gesagt?“

Chloé Camus: „Meine Eltern waren/sind total stolz. Die haben sich riesig gefreut. Auch meine Klassenkameraden sind total begeistert.“

Blick aktuell: „Ihr habt quasi eine Seite vorgegeben bekommen von Ralf Kramp, dem berühmten Krimi-Schriftsteller und musstet die Geschichte fortführen.

Was ist schwerer? Eine Geschichte zu schreiben oder tatsächlich sich auf so eine Vorlage einzulassen?

Chloé Camus: „Für mich war es schwerer mich auf die Vorgabe „ABGEDREHT“ von Ralf Kramp einzulassen. Wenn ich selber schreibe, dann habe ich die Idee im Kopf, mache mir Gedanken und bringe es dann zu Papier, besser gesagt auf die Festplatte.“

Blick aktuell: „Um was ging es denn in deiner Geschichte bzw Krimi? Um Cybermobbing. Ein junges Mädchen wurde im Internet gemobbt. Von einem Jungen durch so kleine Filmchen und ich habe dann quasi weiter geschrieben. Ich habe mich so auf die Ebene Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus begeben.“

Blick aktuell: „Nun wird ja Deine Geschichte als Hauptpreis verfilmt. Wie läuft das ab?“

Chloé Camus: Wir bekommen professionelle Unterstützung von dem Regisseur Manfred Schwabe. Zusammen mit der neunten Klasse und den Jugendlichen aus der Oberstufe des Goethe Gymnasiums, wird das Drehbuch umgesetzt: Wir sind die Schauspieler, Kameraleute und Tonassistenten. Auch um die 15 Kostüme müssen wir uns kümmern. Hierfür wird es einen Workshop am 10. und 11. Juni geben. Das Casting hat bereits am vergangenen Sonntag stattgefunden. Zwei Personen spielen die Hauptrolle. Ich bleibe lieber im Hintergrund und bin quasi die Assistentin des Drehbuchautoren. Am Montag hatten wir dann nach einem passenden Ort für die Dreharbeiten gesucht. In Gerolstein wurden wir dann fündig. Die „Alte Vertriebshalle“ ist eine super Location und passt super zu der Krimigeschichte. Vom 18. bis 23. Juni sind dann die Drehtage in Hillesheim in der

Vulkaneifel. Übernachten werden wir in einem Krimihotel. Wir freuen uns alle riesig und ich bin richtig aufgeregt. Von der Schule erhalten wir die totale Unterstützung durch meine Klassenlehrerin Anna Holly und Thomas Wittfeld, stellvertretender Schulleiter. Aber jetzt geht es erst einmal auf Klassenfahrt.“

Blick aktuell: „Vielen Dank Chloé für das nette Gespräch.“

Aus einer Idee heraus etwas entstehen lassen

Auch Mutter Astrid Sacher freut sich mit Chloé über ihren Erfolg. Fotos: MFU

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