Allgemeine Berichte | 15.11.2022

Runder Tisch gegen Gewalt: Stärkung der Hilfsangebote für Betroffene im Fokus

Austausch mit Familienministerium und Ausblick auf 2023

Im Netzwerk RRT Kreis Ahrweiler arbeitet eine Vielzahl von Institutionen intensiv für die Unterstützung der Betroffenen von Gewalt zusammen.  Fotos: Bernhard Risse

Kreis Ahrweiler. Nach seiner ersten Sitzung in Präsenz im Mai hat sich der „Regionale Runde Tisch gegen Gewalt“ (RRT) zu seiner zweiten Arbeitssitzung in diesem Jahr getroffen. Im Mittelpunkt stand der gemeinsame Austausch mit dem Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz (MFFJIV). Sprecherin Rita Gilles, Gleichstellungsbeauftragte Kreis Ahrweiler, begrüßte dazu Sarah Rahe, Referatsleiterin, und Stephanie Jost aus dem Fachreferat „Gewaltprävention / Gewalt in engen sozialen Beziehungen“ des MFFJIV.

Gilles stellte die Arbeit des RRT im Kreis Ahrweiler vor: „Das Besondere im Kreis Ahrweiler ist nicht nur die große Vielfalt an Institutionen, die sich im Regionalen Runden Tisch engagieren. Vielmehr arbeiten alle Beteiligten intensiv und eng für die Unterstützung der Betroffenen von Gewalt zusammen.“ Im Netzwerk RRT Kreis Ahrweiler engagieren sich unter anderem das Frauenhaus, die Polizei, verschiedene Beratungsstellen und Kliniken im Kreis, die Kreisverwaltung und der Weisse Ring.

Damit diese Zusammenarbeit auch in Zukunft erfolgreich fortgesetzt und verstärkt werden kann, richteten die Mitglieder des RRT Kreis Ahrweiler die Forderung nach einer besseren finanziellen Ausstattung des Frauenhauses, des Frauennotrufes und der Interventionsstelle im Kreis an die Vertreterinnen des Ministeriums.

Rahe kündigte eine Verbesserung der Strukturen im Land und vor Ort, den Ausbau der Hilfsangebote für Betroffene sowie einen Landesaktionsplan zur Umsetzung der Istanbul-Konvention an. Die Istanbul-Konvention ist ein internationales Abkommen zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt und wurde von Deutschland 2017 ratifiziert. Der Landesaktionsplan soll den Akteuren auf lokaler Ebene eine Orientierung bei der Umsetzung der Konvention auf lokaler Ebene dienen.

Im kommenden Jahr wird der Schwerpunkt der Zusammenarbeit im RRT Kreis Ahrweiler insbesondere auf den Themen „Digitale Gewalt“, „Einbindung der niedergelassenen Ärzteschaft ins Hilfesystem“ und „Vorbereitung und Umsetzung von Maßnahmen im Rahmen der Istanbul-Konvention“ liegen.

Weitere Informationen zum RRT sind unter https://kreis-ahrweiler.de/ >Gleichstellung, Integration & Zuwanderung > Gleichstellungsbeauftragte > Schutz gegen Gewalt.

Hintergrund RRT

Der „Regionale Runde Tisch gegen Gewalt“ (RRT) im Kreis Ahrweiler gehört zum rheinland-pfälzischen Interventionsprojekt gegen Gewalt in engen sozialen Beziehungen, dem insgesamt 22 Regionale Runde Tische und der „Landesweite Runde Tisch“ angehören. Im RRT Ahrweiler sind rund 40 Institutionen vertreten, die Frauen und Mädchen, aber auch Männern in der Region Unterstützung bieten, wenn sie Opfer von Gewalt geworden sind. Der RRT macht auf bestehende Hilfesysteme aufmerksam und verbindet die einzelnen Netzwerkpartner miteinander.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Ahrweiler

Vertreterinnen Ministerium: Im Mittelpunkt der gemeinsamen Sitzung des RRT unter Leitung von Rita Gilles (links) stand der Austausch mit Sarah Rahe (Mitte), Referatsleiterin, und Stephanie Jost (rechts) vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz.  Foto: Bernhard Risse

Vertreterinnen Ministerium: Im Mittelpunkt der gemeinsamen Sitzung des RRT unter Leitung von Rita Gilles (links) stand der Austausch mit Sarah Rahe (Mitte), Referatsleiterin, und Stephanie Jost (rechts) vom Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz. Foto: Bernhard Risse Foto: Bernhard Risse

Im Netzwerk RRT Kreis Ahrweiler arbeitet eine Vielzahl von Institutionen intensiv für die Unterstützung der Betroffenen von Gewalt zusammen. Fotos: Bernhard Risse Foto: Bernhard Risse

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
  • Beatrix Biskup: Ich habe Bibliotheken immer geliebt und ich freue mich über jeden Schritt den die Stadtbibliothek in Richtung Zukunft geht und über jede Veranstaltung die diese durchführen würde.
Holz Loth-Entsorgung
Innovatives rund um Andernach
Unterstützeranzeige
Wohnträume
Werksverkauf Anhausen
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#
Veranstaltung 15.April
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Empfohlene Artikel
Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Foto: Stadt Rheinbach
11

Rheinbach. Vom 6. bis 8. April 2026 machte das Infomobil des Deutschen Bundestages Station auf dem Himmeroder Wall in Rheinbach. Der 17 Meter lange und 26 Tonnen schwere Promotion-Truck tourt jährlich durch rund 60 Städte in ganz Deutschland. Ziel ist es, die Arbeit des Parlaments anschaulich zu vermitteln. Im Laufe von zwei Wahlperioden sollen so alle 299 Wahlkreise besucht werden.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf.
34

Im Foyer des Rathauses in der Rosengasse liegt ein Kondolenzbuch aus, in das sich Bürgerinnen und Bürger eintragen können

Stadt Mayen trauert um Mario Adorf

Mayen. Die Stadt Mayen trauert um ihren Ehrenbürger Mario Adorf, der am 8. April 2026 im Alter von 95 Jahren verstorben ist.

Weiterlesen

Pfarrer Jörg Meyrer. Foto: privat
7

Sie ist gerade nicht besonders verlässlich. Kriege, Krisen, harte Worte in der Politik. Vieles ist in Bewegung, manches gerät aus den Fugen. Für uns Erwachsene ist es schon nicht einfach, alles zu verfolgen – und erst recht nicht, alles zu verstehen. Und zu begreifen, warum die Mächtigen ihre Gewalt- und Kriegsspiele treiben. Wie machen Kinder das?

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Imageanzeige
Wir helfen im Trauerfall
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
fit für`s Alter?
Stellenanzeige
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Dauerauftrag 2026
125-jähriges Jubiläum der Rosenkranzkirche Bad Neuenahr und offizielle Wiedereröffnung am 12.04.26
Stellenanzeige
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Anzeige KW 15
Stellenausschreibung Hausmeister/in
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0220#