Allgemeine Berichte | 23.03.2016

Berkumer Krimi-Autor Herbert Reichelt las aus seinem Debüt-Roman

Ausverkaufte „Marktscheune“ bei gelungener Krimi-Lesung

Premiere der „Bochumer Mörderwoche“ im Berkumer Einkaufszentrum

Der Berkumer Krimi-Autor Herbert Reichelt unterhielt das Publikum mit Passagen seines Debüt-Romans.  Gemeinde Wachtberg

Wachtberg-Berkum. Hatte der Büchereiverbund Wachtberg bisher in regelmäßigen Abständen zu Lesungen von lokalen und regionalen Autoren in das Kulturzentrum Köllenhof in Ließem geladen, so wagte er sich mit dem Berkumer Krimi-Autor Herbert Reichelt erstmals auf ungewohntes, ja ungewöhnliches Terrain: in die „Marktscheune“ im Einkaufszentrum in Berkum.

Aber nicht nur für den Büchereiverbund und die „Marktscheune“ war dieser Abend eine mehr als gelungene Premiere, auch der Autor Reichelt feierte hier in diesem wunderbaren Ambiente vor mehr als sechzig gespannten Zuhörerinnen und Zuhörern und damit vor „restlos ausverkauftem Haus“ eine mehr als erfolgreiche „Uraufführung“: Zum ersten Mal konnte er, der bisher „nur“ als Lyriker in Erscheinung getreten war und „Komische Gedichte“ veröffentlicht hatte, seinen Debütroman „Bochumer Mörderwoche“ präsentieren – und tat dies auf höchst amüsante und souveräne Art und Weise.

Schon der Titel des Romans „Bochumer Mörderwoche“ verrate einiges: Ort und Zeit der Handlung! Gleich zu Beginn betonte Reichelt aber, dass sein Roman, der in der Pharma-Industrie und in der Arzneimittelforschung angesiedelt ist, zwar überwiegend in Bochum spielt, aber mit einem lokalen Ruhrpott-Krimi im herkömmlichen Sinne wenig zu tun habe, vielmehr könnten sich die üblen Machenschaften und skrupellosen Intrigen und die - übrigens höchst brutalen – Morde überall in Deutschland abspielen. Und innerhalb einer einzigen Woche gebe es insgesamt fünf Leichen, und am Ende sei dann – vielleicht – alles aufgeklärt – ein geschickter Kunstgriff, der ihn aber beim Schreiben von Anfang an zu höchster Konzentration im Handlungsaufbau gezwungen habe.

Ungemein witzig auch, wie Reichelt die Namensfindung seines Protagonisten, eines Hauptkriminalkommissars, beschreibt. Klar, polnisch müsste der schon klingen, da Ruhrpott: Schimanski und Tilkowski und Szymaniak seien ja leider schon besetzt, Lewandowski und Szepan und Libuda auch, Podolski sowieso. Aber zumindest echt müsste er sein. Nicht verzagen, Google fragen! Und sofort bot sich kein anderer Name als Jan Kolosky an! Dieser ist dann auch, genau wie sein realer Erfinder, ein Kleidermuffel, der nichts so sehr verabscheut, wie an einem schönen Samstagmorgen in die Stadt zu fahren, einen Parkplatz zu suchen, shoppen zu gehen und Hosen und Hemden zu kaufen und der stattdessen am liebsten den nächsten Mordfall aufklären möchte. Genau in diesem Augenblick läutet in der Tat das Telefon ... und eine ungemein spannende Mörderwoche beginnt, die den Leser immer mehr in Atem hält. Dem ersten Opfer, einem Forschungsteamleiter der ortsansässigen Pharmafirma, der sich aber schon bald selbst als dubios und wahrscheinlich sogar kriminell entpuppt, wird bei lebendigem Leib eine Hand abgehackt, bevor er das Zeitliche segnen kann, dem zweiten Opfer fehlt sodann ein Fuß, dem dritten gar .... Und alles wird zuvor mit Gedichten bei einer großen Boulevardzeitung angekündigt. Die ominösen lyrischen "An-Deutungen" lassen allerdings nicht nur den Hauptkommissar und sein sympathisches Team, sondern auch den Leser vor einigen scheinbar unlösbaren Rätseln stehen.

Reichelt gelang es bei seiner Lesung, mit ausgewählten, spannenden Textstellen, die er stets mit locker formulierten Überleitungen miteinander verband, sein Publikum von Anfang bis Ende zu fesseln. In der eingelegten Pause konnte man sich dann bei Wein und Quiche vergnüglich stärken und die mörderische „Kost“ im Gespräch mit dem Autor leicht verdauen, bis dann im Anschluss das nächste Opfer dem Hauptkommissar Jan Kolosky und seiner ihm inzwischen an die Seite gestellten Kollegin Martina Rendeck und dem Publikum lustvoll präsentiert wurde.

Eine insgesamt höchst gelungene Premiere einer dichten Dichterlesung für alle Beteiligten. Dieser Erfolg macht Lust auf mehr und ruft nach einer Fortsetzung der Vorlesereihe in der „Marktscheune“, wie Frau Deichmann, die Leiterin der „Marktscheune“, resümierte. Dem konnte sich der Leiter des Büchereiverbundes Dieter Dresen nur anschließen und sich beim gesamten Team der „Marktscheune“ für die räumlich liebevoll gestaltete, aber auch kulinarische Gastfreundschaft bedanken.

Im Anschluss an die Lesung beantwortete Herbert Reichelt noch ausführlich Fragen aus dem Publikum und gab den potentiellen Autoren und Autorinnen im Publikum, die vielleicht ebenfalls sich ans mörderische Hand-Werk begeben und auch einen Krimi - oder ein Buch - schreiben wollen, den Rat, sich einfach hinzusetzen, anzufangen und einfach drauflos zu schreiben. Wie er es selbst getan hat. Das Ergebnis werde man dann ja schon sehen. Sein „Ergebnis“ konnte am Ende sogar gekauft und Schwarz auf Weiß mit nach Hause genommen werden, mit der Widmung des stolzen Autors natürlich.

Mehr zu Herbert Reichelt: Bochumer Mörderwoche, cmz-Verlag, Rheinbach, ISBN: 978-3-87062-165-0; Preis: 12,95 Euro; unter www.herbert-reichelt.de.

Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Der Berkumer Krimi-Autor Herbert Reichelt unterhielt das Publikum mit Passagen seines Debüt-Romans. Foto: Gemeinde Wachtberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Dauerauftrag
Kreishandwerkerschaft
Fahrer gesucht (m/w/d)
Innovatives rund um Andernach
Maschinenbediener, Staplerfahrer
Rund ums Haus
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Titelanzeige
Stellenanzeige Personalreferent/in
Empfohlene Artikel
Die Wandergruppe an der AhekapelleFoto: privat
9

Merzbach. Nach der Begrüßung an den Tennisplätzen durch die Wanderführerin Edeltraut Bongartz ging die Fahrt nach Nettersheim. Der Weg führte vorbei an zwei historischen Kalkbrennöfen bis zum idyllisch gelegenen Römerweiher. An der Urft entlang ging es bis zum spätrömischen Kastell. Von dort wanderte die Gruppe ins Genfbachtal, wo an einem schönen Picknickplatz mit überdachter Hütte Rast gemacht wurde.

Weiterlesen

Die Verkehrssituation an der Aloisius-Grundschule stresst die Anwohnerschaft. Foto: ROB
2301

Ahrweiler. Seit mehreren Jahren steht die Aloisius-Grundschule vor einer wachsenden Herausforderung: dem zunehmenden Verkehrsaufkommen durch sogenannte „Elterntaxis“. Leser von BLICK aktuell berichten, dass sich die Situation trotz wiederholter Hinweise und Appelle bislang nicht verbessert habe. Insbesondere zu den morgendlichen Bringzeiten sowie am Mittag beim Abholen der Kinder kommt es regelmäßig zu kritischen Verkehrssituationen rund um das Schulgelände.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.  Foto: pixabay.com
6

Allgemeine Berichte

Ab 13.04.: Blitzer in Remagen

Remagen. Im Zeitraum vom 13.04.2026 bis zum 19.04.2026 sind in Remagen Geschwindigkeitskontrollen an mehreren Stellen vorgesehen. Im Stadtgebiet von Remagen selbst wird unter anderem am Güterbahnhof, in der Marktstraße, der Bergstraße sowie in der Alten Straße kontrolliert. Auch in den Ortsteilen sind entsprechende Maßnahmen geplant: In Kripp betreffen die Kontrollen die Mittelstraße, den Baumschulenweg...

Weiterlesen

Trophäe Deutscher Tierschutzpreis.
9

Auszeichnung für ehrenamtlich engagierte Menschen

Engagierte Tierschützer für den Deutschen Tierschutzpreis gesucht

Region. Menschen, Vereine oder Projekte, die sich für den Tierschutz stark machen, können sich zwischen dem 1. April und 17. Mai 2026 für die Auszeichnung mit dem Deutschen Tierschutzpreis bewerben oder von anderen vorgeschlagen werden. Der Deutsche Tierschutzbund verleiht den Preis - unterstützt von den Tiernahrungsmarken Whiskas und Pedigree - am 19. November bei einer feierlichen Gala im Berliner Humboldt Carré.

Weiterlesen

Die alte Kirche in Welling.
9

Förderverein “Alte Kirche-Kriegergedächtniskapelle e.V.“ Welling

Rückblick und Ausblick

Welling. Am Dienstag, 21. April 2026, 19 Uhr, findet in der Gaststätte „Zur Pferdetränke“ in Welling die Jahreshauptversammlung des Fördervereins „Alte Kirche - Kriegergedächtniskapelle e.V.“ Welling statt.

Weiterlesen

Dauerauftrag
Daueranzeige
Kreishandwerkerschaft
Dauerauftrag 2025
Innovatives rund um Andernach
Anlagenmechaniker
Vortrag: Arthrose des Hüft- und Kniegelenk
Hasenhoppeln & Heimatshoppen
Tag der offenen Tür
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Rund ums Haus
First Friday Anzeige März
Innovatives rund um Andernach
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige mehrere Stellen
Dauerauftrag 2026
Ostergrußanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in