Allgemeine Berichte | 19.02.2020

800 Jecken sorgten in Westum für beste Karnevalsstimmung

Ausverkaufter Murrepalast erlebte „Ramba-Zamba-Fastelovend“

Aus der ursprünglichen Solidaritätsaktion für die KG Rot-Weiß wurde eine der größten Fastnachtsfeten im Kreis

Sternenfänger ließen es im Zelt funkeln. Fotos: LFR

Westum. „Ramba-Zamba“, das steht im Murreland Westum für Vollgas-Karneval vom Feinsten. Im „Murrepalast“ war die Stimmung auf dem Siedepunkt. 800 Jecken feierten am Samstag ab 14.30 Uhr ausgelassen im vollkommen ausverkauften Festzelt Stimmungskarneval im Wortsinne.

Ramba-Zamba muss dabei etwas erklärt werden. Bereits Mitte Januar waren alle Karten weg, meist übers Internet. Das Publikum ist deutlich jünger als bei anderen Karnevalsveranstaltungen und will ausgelassen feiern. Und dies meist im Kostüm. Gefühlt sind fast 100 Prozent der Jecken verkleidet. Dabei sind Kostüme von der Stange eher verpönt. Kreativ und mit viel Fantasie wird im Vorfeld geschneidert und gebastelt, gerne übrigens auch gruppenweise. Da können schon Erinnerungen an die Preismaskenbälle vergangener Zeiten wach werden, nur in modern, versteht sich.

Die Westumer Ramba-Zamba-Veranstaltung genießt mittlerweile im weiten Umkreis Kultstatus. Und sie ist als eine der größten Karnevalsproduktionen im Kreis natürlich auch das Flaggschiff der kleinen Rot-Weißen KG.

Ramba-Zamba entwickelte sich aus der großen AW-Karnevals-Show. Als Solidaritätsadresse an die Westumer Narren, die sich seinerzeit in umfangreichen gerichtlichen Auseinandersetzungen in ihrer Existenz bedroht sahen, hatte die Kreisverwaltung, aber vor allen Dingen die Kreissparkasse diese Veranstaltung von 2006 bis 2010 ins Leben gerufen. 2011 gab es dann die bereits sehr erfolgreiche Premiere von Ramba-Zamba. Ein ausverkauftes Zelt und ein stimmiges Sponsorenkonzept sichern den Zeltkarneval im Murreland und zauberten auch in diesem Jahr KG-Chef Rudi Fuchs ein sehr zufriedenes Lächeln ins Gesicht. Und der Narrenchef hatte ja auch noch seinen Auftritt als amtierende Totalität Prinz Rudi I. Der Einmarsch mit allen Tanzgruppen der KG war einfach ein grandioses Bild. Die Abteilung Tanz belieferten wie ein roter Faden übrigens die eigenen Westumer Kräfte. Von den „Mini-Möhrchen“ über die Aktiven und Fidelen Möhrchen hin bis zu den „Meninas“ räumten die KG-eigenen Gruppen reichlich Applaus ab.

Und dann ging es eigentlich nur noch Schlag auf Schlag mit jecken Hits oder den Songs aus der Hitparade. „DJ Morgi“ und die „Schäl Pänz“ brachten richtig Stimmung. Die „Boore“ aus Köln und die Newcomerband Hanak aus der Domstadt heizten ebenfalls mächtig ein. Die Mädels Band Funky Marys sorgten ebenfalls für allerbeste Partystimmung im Zelt. Ebenfalls aus Köln kam mit den Höppebeenche eine der besten Tanzgruppen im Rheinland. Aber in dieser Kategorie tanzen ja mittlerweile auch die Westumer Eigengewächse der Meninas. Einen grandiosen Einzug feierte auch Sinzig Sentiaca Dagmar I. Tradition bei der Ramba-Zamba-Sitzung hat als ganz kleiner offizieller Teil auch die Verleihung der Edelmöhre. Die ging in diesem Jahr an Olaf Horstmann. Stimmungsdompteur in jecken Murreland war einmal mehr Chef-Moderator Michael Giehl. Ramba-Zamba im Murreland, das war auch 2020 erste Adresse für ganz ausgelassene Karnevals-Stimmung und ein Beispiel dafür, wie es auch in der heutigen Zeit gelingt, junge Besucher in Säle und Zelte zu locken. BL

Ausverkaufter Murrepalast erlebte „Ramba-Zamba-Fastelovend“

Es gab viele kostümierte Gruppen zu bestaunen

Es gab viele kostümierte Gruppen zu bestaunen

Das Gefolge des Prinzen sorgte von der Bühne herab für mächtig Stimmung.

Das Gefolge des Prinzen sorgte von der Bühne herab für mächtig Stimmung.

Ausverkaufter Murrepalast erlebte „Ramba-Zamba-Fastelovend“

Sternenfänger ließen es im Zelt funkeln. Fotos: LFR

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