Weitere Fachoberschulen an Realschulen plus erhalten Option auf Fachrichtung „Gestaltung“
Ausweitung des Schulversuchs
Region. Bisher bieten vier Fachoberschulen an Realschulen plus in Rheinland-Pfalz im Rahmen eines Modellversuchs eine zusätzliche neue Fachrichtung an. Nun erhalten weitere drei Schulen die Option, den Schülerinnen und Schülern ein noch breiteres Angebot zu machen und gleichzeitig ihr Profil zu schärfen. Neben den bisher zugelassenen Fachrichtungen kann an den neuen Standorten ab dem kommenden Schuljahr 2019/2020 der Bereich Gestaltung angeboten werden. „Die Fachoberschule bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, neben der Berufsreife und dem qualifizierten Sekundarabschluss I an den Realschulen plus auch die Fachhochschulreife zu erwerben. Das eröffnet zusätzliche Wege in eine erfolgreiche berufliche Zukunft. Mit der Ausweitung der Fachrichtungen reagieren wir auf weitere Bedarfe und entwickeln die Fachoberschulen konsequent weiter“, sagte Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig. Mit Beginn des Schuljahres 2019/2020 können die Rheingrafen-Realschule plus und Fachoberschule in Wörrstadt (Gestaltung), die Ernst-Barlach-Realschule plus und Fachoberschule Höhr-Grenzhausen (Gestaltung) sowie die Realschule plus und Fachoberschule Mendig (Gestaltung) in den Schulversuch aufgenommen werden. Bedingung ist, dass sich an den Schulen mindestens 25 Schülerinnen und Schüler für den Besuch der neu einzurichtenden Fachrichtung anmelden und mindestens 16 Schülerinnen und Schüler den Schulplatz zum Schuljahresbeginn dann tatsächlich annehmen. Neben der Fachrichtungserweiterung können alle Fachoberschulen künftig ein schuleigenes Profil innerhalb der bestehenden Fachrichtungen entwickeln. Dieses Profil sollte sich an den regionalen Bedürfnissen und Wirtschaftsstrukturen orientieren und aktuelle Entwicklungen im jeweiligen Berufsfeld mit aufgreifen. Die Einrichtung der Fachoberschule an Realschulen plus zum Schuljahr 2011/2012 war ein wesentlicher Baustein der Schulstrukturreform. Bisher waren als Fachrichtungen Wirtschaft und Verwaltung, Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Gesundheit sowie Technik mit den Schwerpunkten Technische Informatik und Metalltechnik möglich. Als neue Fachrichtungen können nun Gestaltung sowie Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnologie mit dem Schwerpunkt Bio- und Umwelttechnologie angeboten werden.
Pressemitteilung des
Ministeriums für Bildung
