Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein Sayn erhielt den Deutschen Preis für Denkmalschutz
Auszeichnung für sein Lebenswerk
Bendorf-Sayn. Alexander Fürst zu Sayn-Wittgenstein Sayn erhielt den Deutschen Preis für Denkmalschutz. Es ist die höchste Auszeichnung auf diesem Gebiet in der Bundesrepublik Deutschland.
Die Jury hatte dem Präsidium des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz Fürst Sayn-Wittgenstein zur Auszeichnung für sein Lebenswerk vorgeschlagen, das besondere Verdienste um das kulturelle Erbe in Deutschland und Europa umfasst. Neben dem Wiederaufbau von Schloss und Burg Sayn wurde der Einsatz des Fürsten um die deutsche Denkmallandschaft gewürdigt, während 27 Jahren als Präsident der Deutschen Burgenvereinigung ebenso wie heute als Stellv. Vorsitzender des Vereins Schlösser und Gärten in Deutschland.
Auf europäischer Ebene beeindruckte sein Engagement als langjähriger Vizepräsident von Europa Nostra, dem europäischen Denkmalschutz-Verbund mit Sitz in Den Haag, der unter der Präsidentschaft von Placido Domingo die Interessen von mehr als 400 Nichtregierungsorganisationen aus 45 Ländern gegenüber der Europäischen Union, dem Europarat und der UNESCO vertritt.
Nach der Verleihung des Schinkel Rings an Fürst Sayn-Wittgenstein und den polnischen Wissenschaftler Dr. Jerzy Ilkosz im historischen Palais du Rhin in Straßburg wies der Fürst in einer Dankesrede für alle Preisträger auf die Bedeutung unseres gemeinsamen kulturellen Erbes für den Zusammenhalt und die Integration Europas hin. Er verglich das Kulturerbe mit einem bunten Wandteppich, an dem seit Jahrhunderten unzählige Menschen weben. „Jeder bringt einen kleinen oder auch großen Schatz aus seiner Heimat ein“. Gelegentlich erschienen dann auch neue Farben und Muster aus fernen Ländern und fremden Kulturen, die, so Fürst Sayn, durchaus zur Bereicherung unseres vielfältigen europäischen Kulturerbe beitragen, das uns unsere Identität verleiht.
In seinen Worten unterstrich er ferner die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von staatlichen Denkmalfachbehörden und professionellen Denkmalpflegern mit kulturell engagierten Laien und den oft ganz pragmatisch denkenden Privatbesitzern. „Zusammenarbeiten und Brücken bauen in unserer so zerklüfteten Denkmal-Szenerie ist essentiell, wenn wir unser Erbe der Nachwelt erhalten wollen. Das hat mich immer bewegt.“
Pressemitteilung
Schloss Sayn - Schlossverwaltung