Allgemeine Berichte | 31.10.2018

Aus- und Fortbildungszentrum Swisttal der Bundespolizei

Auszubildende der Bundespolizei legten gemeinsam ihren Diensteid ab

268 Auszubildende der Bundespolizei legten im Aus- und Fortbildungszentrum Swisttal der Bundespolizei in Heimerzheim ihren Diensteid auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ab.JOST

Heimerzheim. 268 Auszubildende der Bundespolizei legten im Aus- und Fortbildungszentrum Swisttal der Bundespolizei in Heimerzheim ihren Diensteid auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ab. Damit gaben sie zugleich ein Versprechen für die Bundesrepublik Deutschland und gingen die Verpflichtung ein, sich für das Land, die Gesellschaft und für alle Bürger ohne Unterschied einzusetzen, bemerkte der Präsident der Bundespolizeiakademie, Alfons Aigner, in seiner Festrede von knapp 1000 Zuschauern. Aigner machte zugleich klar, dass die Vereidigung nicht die Verpflichtung auf ein lebloses Stück Text aus dem Bundesbeamtengesetz sei. „Es ist ihr Diensteid, der sie von heute an bis zu ihrem Dienstzeit- und Lebensende begleiten wird.“ Die angehenden Bundespolizisten würden immer daran gemessen, innerhalb und außerhalb ihrer Dienstzeit. „Als Polizeibeamte haben sie auch nach Dienst eine Verpflichtung zum Wohlverhalten und gegebenenfalls zum Einschreiten bei Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder zur Verfolgung von Straftaten“, betonte er.

Individualität spielt eine wichtige Rolle

Besonders freute er sich über den Frauenanteil von 23 Prozent im mittleren und 33 Prozent im gehobenen Dienst. Allerdings fand er, dass der Frauenanteil in Zukunft noch erhöht werden müsse. Die Individualität spiele in einer Gemeinschaft von Uniformen eine wichtige Rolle beim gemeinsamen Ziel, alles für die Sicherheit des Landes zu tun. Schließlich sei die Bundespolizei zuständig an den Grenzen, auf den Bahnanlagen und an den Flughäfen in Deutschland. Allein im vergangenen Jahr habe es 113.000 Personenfahndungserfolge gegeben, davon 13.750 vollstreckte Haftbefehle. In der Kriminalitätsbekämpfung bearbeitete die Bundespolizei 550.000 Straftaten, davon 11.000 Rohheitsdelikte. „Auf sie warten spannende Aufgaben und große Herausforderungen. Es wird gute, sehr gute und auch schlechte Zeiten geben. Ihre mentale und körperliche Leistungsfähigkeit ist entscheidend für ihren Erfolg, und ihre Bereitschaft zu Leistung benötigen sie besonders bei Grenzerfahrungen, die Ihnen nicht erspart bleiben“, sagte Aigner voraus. Dabei gelte stets Devise: „Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit, aber besonders Besonnenheit – erst nachdenken und dann handeln!“ Besonders wichtig seien Rücksicht und Respekt gegenüber dem anderen Geschlecht, kein Machogehabe oder Diskriminierung. Keine Vorbehalte gegenüber den Menschen in Deutschland, egal welcher Herkunft, Religion oder welchen Aussehens. „Ich möchte, dass das sich von radikalen Ansichten klar distanzieren, wir lassen das nicht zu.“ Er bat auch die Familien der künftigen Bundespolizisten, sie als Fixpunkt und Rückhalt durch Höhen und Tiefen zu begleiten.

Den steigenden Sicherheitsanforderungen Rechnung tragen

Polizeidirektor Carsten Westerkamp, Leiter des Bundespolizeiaus- und-Fortbildungszentrums Swisttal, erklärte, der Bedarf an jungen, motivierten neuen Polizisten sei hoch, gelte es doch den steigenden Sicherheitsanforderungen Rechnung zu tragen. Die Stichworte seien Terrorismus und Extremismus, Zuwanderungs- und Integrationsthematiken, steigende Angriffe und Widerstandshandlungen gegen Polizei- und Rettungskräfte, aber auch steigende Penrionierungszahlen in den kommenden Jahren. „Sie sehen, wir brauchen Sie ganz dringend“, rief er den Anwärtern zu.

Seine Dienststelle tue alles dafür, den Nachwuchs für den polizeilichen Einsatzalltag so vorzubereiten, dass sie diesen gut bewältigen könnten. „Neben dem rein Fachlichen legen wir dabei auch immer ein Augenmerk auf die persönliche Entwicklung.“ Begriffe wie soziale Kompetenz, Kommunikationsfähigkeit, körperliche Leistungsfähigkeit und Treuepflicht spielten eine Rolle im Leben der Polizeibeamten. „Wir brauchen aber auch ihre engagierte Mitarbeit und eine dem Polizeiberuf zugewandte Identifikation mit den Werten, die dieser Beruf verkörpert.“

Swisttal ist stolz auf den Standort in Heimerzheim

Vizebürgermeister Dr. Robert Datzer (SPD) betonte die hervorragenden Beziehungen, die in den vergangenen 40 Jahren zwischen der Bundespolizei in der Gemeinde Swisttal gewachsen seien. „Wir sind stolz auf den Standort der Bundespolizei in Heimerzheim“, sagte er in seinem Grußwort. Zudem dankte er für das vielfältige Engagement in der Gemeinde, von der Sammlung für die Kriegsgräberfürsorge bis zur Weihnachtsgeschenke-Aktion für die Swisttaler Tafel.

Derzeit werden etwa 550 Auszubildende im mittleren Dienst in der Dienststelle Heimerzheim und drei Außenstellen ausgebildet. Dazu kommen noch 118 Auszubildende des gehobenen Dienstes, daneben werden auch zivile Ausbildungsberufe bei der Bundespolizei erlernt, wie etwa Mechatroniker, Köche, Medizinische Fachangestellte und Verwaltungsfachangestellte.

Damit ist die Bundespolizei der größte Arbeitgeber in der Gemeinde Swisttal. Darüber hinaus sind allein für dieses Jahr noch einmal 553 Fortbildungsteilnehmer geplant.

Sanierung für 50 Millionen Euro steht vor

Mit Blick auf das Alter der Liegenschaften steht die Sanierung von Unterkunft- und Bürogebäuden an. Für diese Sanierungsarbeiten, die Einzahlung von 17 Jahren umfassen dürfen, werden die Kosten auf bis zu 50 Millionen Euro geschätzt. Aus den bisher vorhandenen Unterkunftsstufen für zwei Personen würden dann moderne Einzelzimmer mit integrierter Nasszelle entstehen, die den Anforderungen einer zeitgemäßen Unterbringung in einem modernen Polizeihund eingerichtet werden. Darüber hinaus würden Büros und Bürokommunikation verbessert werden. Aktuell befindet sich schon der Neubau eines Polizeiwohnheims 40420 Polizisten in der Phase der Planung und Genehmigung. JOST

268 Auszubildende der Bundespolizei legten im Aus- und Fortbildungszentrum Swisttal der Bundespolizei in Heimerzheim ihren Diensteid auf die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland ab.Foto: JOST Foto: Volker Jost

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