Allgemeine Berichte | 09.03.2020

Togo: Ein Leben zwischen extremer Armut, fehlendem Zugang zu sauberem Trinkwasser und Unterernährung

BLICK aktuell reist mit „Togo-Hilfe e.V.“ in eines der ärmsten Länder der Welt

Hilfe zur Selbsthilfe - Das ist der Grundsatz der Togo-Hilfe e.V.. Fotos: Silvia Schmid

Rheinbach. Kennen Sie Togo? Das westafrikanische Land ist im Gegensatz zu seinem Nachbarn Ghana nur wenigen Menschen bekannt und zählt zu einem der ärmsten Länder der Welt. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung lebt in extremer Armut. Mehr als ein Drittel der ländlichen Bevölkerung hat keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Die Zahl der unterernährten Bevölkerung ist sehr hoch und nur etwa 30 Prozent der ländlichen Bevölkerung hat Zugang zu sanitären Anlagen. Für uns fast unvorstellbar, in Togo bittere Realität und Alltag.

All diese Missstände hinterließen bei Michael F. Firmenich tiefe Spuren, als er das Land im Jahr 2000 zum ersten Mal besuchte. Für ihn war es unerträglich, dass die einfachsten Grundbedürfnisse der Menschen nicht erfüllt werden können. 2002 gründete er daraufhin mit einer kleinen Gruppe von engagierten Menschen den gemeinnützigen Verein „Togo-Hilfe e.V.“.

Der Grundsatz des Vereins lautet „Hilfe zur Selbsthilfe“ und fokussiert sich hauptsächlich auf Hilfe für Kinder und Jugendliche in der Region Kpalimé/Togo Westafrika. So unterstützt die „Togo-Hilfe e.V.“ den Bau von Schulen und Kindergärten und kümmert sich um deren Ausstattung. Ebenso werden drei Berufsausbildungszentren unterstützt und der Bau von Brunnen sowie anderen Einrichtungen der Wasserversorgung gefördert. Alle Mitglieder des Vereins arbeiten ehrenamtlich und jegliche Ausgaben der „Togo-Hilfe e.V.“ werden karitativ verwendet. Jeder Cent, der an den gemeinnützigen Verein gespendet wird, fließt in die sozialen Projekte. Die „Togo-Hilfe e.V.“ reist mindestens einmal im Jahr mit einer Gruppe von ehrenamtlichen Helfern nach Togo, wo die vielen bisherigen Projekte kontrolliert und neue Projekte initiiert werden. Dies geschieht immer in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Dorfgemeinschaften, denn nur wenn die Dorfgemeinschaften das Projekt als ihr eigenes betrachten, werden sie sich um dessen Erhalt kümmern.

Die regelmäßigen Reisen nach Togo finanziert jedes Mitglied komplett selbst. Für sämtliche anfallenden Kosten wie Flugtickets, Hotels, Essen, Dolmetscher und Fahrer werden keine Spendengelder verwendet.

BLICK aktuell reist nach Togo

Bei der nächsten Reise im April wird die Heimatzeitung BLICK aktuell die kleine Reisegruppe der Togo-Hilfe begleiten und von der Arbeit aus Togo berichten.

Und gerne möchten wir Sie, liebe Leser mit auf diese Reise nehmen!

Wir werden unter anderem zwei der drei Berufs- Ausbildungs-Zentren „AGERTO“ besuchen.

AGERTO bedeutet (Association Germano-Togolaise = deutsche-togoische Vereinigung). Es handelt sich um ein soziales Berufsausbildungszentrum, in dem mittellose Jugendliche, Straßenkinder oder von ihren Familien verstoßene Frauen eine kostenfreie Handwerksberufsausbildung bekommen können, um finanziell selbständig zu werden.

Denn man muss dazu sagen, dass eine Berufsausbildung in Togo sehr teuer ist.

Im Ausbildungszentrum in Kpalimé, das wir besuchen, wurden insgesamt 15 Schülerrechner und ein Lehrer-PC eingerichtet. Tagsüber findet dort EDV Unterricht statt und in der unterrichtsfreien Zeit, kann der Raum gegen eine geringe Gebühr von der Bevölkerung als Internet-Café und Kommunikationszentrum genutzt werden. Gemäß der Devise des Vereins „Hilfe zur Selbsthilfe“ kann dann so auch etwas Geld erwirtschaftet werden. Das ist für die Unterhaltungskosten wichtig.

In Akpakpakpe werden wir das Berufs-Ausbildungs-Zentrum besuchen, das mitten im Buschland, ca. 12 km von der nächsten Teerstraße entfernt liegt. Ohne das Berufs-Ausbildungs-Zentrum bliebe den Jugendlichen nur die Möglichkeit auf dem Feld, oder bei der Armee zu arbeiten. Seit der Gründung von AGERTO haben die Jugendlichen nun eine Perspektive.

Wir werden nach Madjikpeto reisen und einen Kindergarten besuchen. Dort finanziert die „Togo-Hilfe e.V.“ die einzige ausgebildete Kindergärtnerin und kümmert sich um die kindgerechte Ausstattung in der Anlage.

Darüber hinaus wird der Grundstein für ein weiteres Schulgebäude gelegt.

Des Weiteren werden wir auch eine Radiostation in Lomé besuchen. Der lokale Sender FM 93,5 stellt regelmäßig einer kleinen Gruppe von einheimischen Germanistikstudenten 90 Minuten Sendezeit zur Verfügung, in denen sie den Hörern das Programm „Deutsch für Anfänger und Vorgeschrittene“ anbieten und Artikel aus deutschen Schulbüchern erklären und vorlesen.

Wenn Sie, liebe Leser, uns bei der Arbeit vor Ort unterstützen möchten und sehen wollen wo Ihre Hilfe ankommt, freuen wir uns über die Zusendung von:

Was tun mit alten USB-Sticks?

Bei vielen von uns liegen jede Menge alter USB-Sticks herum, die eigentlich gar nicht mehr benötigt werden, aber immer noch funktionsfähig sind. Für die Germanistik-Studenten, die sich einen USB-Stick nicht leisten können, ist ein aussortierter USB-Stick eine große Hilfe. Die Studenten gehen mit ihren Sticks in die Uni, können sich dort Dateien herunterladen und ausdrucken lassen.

Auch für die Auszubildenden des Berufs-Ausbildungs-Zentrums und die Nutzer des EDV-Raums sind USB-Sticks eine riesige Arbeitserleichterung.

Kuscheltiere sind für Kinder oftmals seelische Retter in der Not, das sehen wir schon bei unseren Kindern, die ohne ihr Lieblingskuscheltier nicht einschlafen wollen. Doch manche Kinder haben gar keine Kuscheltiere, weil sich ihre Familien kein Kuscheltier leisten können oder weil sie Waisen sind. Sie können mit einem aussortierten Kuscheltier Kinderaugen zum Leuchten bringen.

Diese sollten gut erhalten und gereinigt sein, nicht batteriebetrieben, nicht aus Plastik. Auch sollten die Kuscheltiere nicht größer als 50 cm sein. Wir sind ein gut funktionierendes Stromnetz gewohnt, nur in seltenen Fällen bricht es zusammen. In Afrika sieht das leider anders aus. Mit einer Powerbank kann ein Teil des Stroms zwischengespeichert werden. In Akpakpakpe zum Beispiel gibt es gar keinen elektrischen Strom. Helfen Sie mit, den Menschen vor Ort in Togo eine Perspektive zu bieten.

Wo werden Sachspenden entgegengenommen?

Sachspenden wie USB-Sticks, Powerbanks oder Kuscheltiere werden bis Freitag, 20. März, an folgenden Orten entgegengenommen: Krupp Verlags GmbH, Kranzweiherweg 29-31, Sinzig.

Blick aktuell Geschäftsstellen: Hauptstraße 114, Bad Neuenahr-Ahrweiler; Friedrich-Ebert-Ring 54, Koblenz; Bahnhofstraße 15; Andernach.

Darüber hinaus können USB-Sticks bei Computer Jaritz in Rheinbach, Remagen oder Bad Neuenahr abgegeben werden, wo alle Sticks kostenlos von der Firma Computer Jaritz formatiert und von alten Daten befreit werden.

Computer Jaritz: Vor dem Dreeser Tor 22, Rheinbach, Bahnhofstraße 17, Remagen; Poststraße 7, Bad Neuenahr.

Sachspenden per Post: Krupp Verlags GmbH, c/o Togo-Hilfe e.V., Kranzweiherweg 29-31, Sinzig.

SpendenkontoTogo-Hilfe e.V.

Raiffeisenbank Voreifel eG

IBAN: DE41 3706 9627 0022 2220 23

BIC: GENODED1RBC

Tipp: Bei Geldspenden besteht die Möglichkeit, eine Spendenquittung zu erhalten. So ist es Ihnen möglich, die Spenden im Nachhinein steuerlich abzusetzen. Für das Finanzamt reicht es, wenn auf dem Kontoauszug „Spende“ steht (bis zu einem Betrag von 200 Euro). So kann Papier und Porto gespart werden.

Bitte denken Sie bei Überweisungen daran, Ihren Namen und Ihre Anschrift auf die Banküberweisung bei Verwendungszweck anzugeben.

Maria Sesterheim

Für uns unvorstellbar - selbst die einfachsten Grundbedürfnisse können in Togo oft nicht erfüllt werden.

Für uns unvorstellbar - selbst die einfachsten Grundbedürfnisse können in Togo oft nicht erfüllt werden.

Hilfe zur Selbsthilfe - Das ist der Grundsatz der Togo-Hilfe e.V.. Fotos: Silvia Schmid

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