CKG-Spektakel begeistert mit Tanzdarbietungen und herrlichem Spökes
„Baddanouhdah“ - Narrenflug von Jamaika nach China
Ein Fest für jedes Narrenauge, was die Akteure auf die Bühne zauberten und zum kunterbunten Spektakel der Spitzenklasse werden ließen
Cochem. Ein echtes Profi-TV-Kamerateam hätte das Triple der CKG-Prunksitzung auch in dieser Session verdient gehabt. Denn das, was die engagierten Aktivjecken um Jörg Eckerskorn, Günter Hammes & Co. wieder auf ihrem Narrenparkett zur Schau stellten, hatte das Prädikat „fernsehreif“ allemal verdient. Sorge hierfür trugen exzellente Tanzdarbietungen, höchst amüsante Slapstick-Einlagen, ulkig-theatralische Comedy in drei Akten, scharfgeschliffene Verse aus und vor der Bütt sowie stimmgewaltig intonierter Bilderbuch-Spökes allererster Güte. Mit berechtigtem Stolz konnte Narrenmoderator Eckerskorn dabei auf die hervorragend agierenden Akteure der Tanzgruppe des TV Cochem sowie dem Dance-Ensemble Moselglück zurückgreifen, die jeweils in tollen Kostümen, mit charmanter Eleganz und tänzerischer Brillanz, zu sportlichen Höchstleistungen aufliefen. Es war ein Fest für jedes Narrenauge, was die Mädels und Jungs hier auf die Bühne zauberten und zum
kunterbunten Spektakel der Spitzenklasse werden ließen. Waren es zunächst die Tänzerinnen des Turnvereins, die mit „Carnevale di Venezia“ und herrlichen Italo-Barock-Kostümen in die traumhafte Welt der italienischen Lagunenmetropole entführten, so brillierten die gestreiften Tanztiger des Katzenensembles „Moglüs“ in einem Cats-Dance-Musical. Höher, weiter und noch ansehnlicher als in den Vorjahren präsentierten sie Sprünge, Würfe und Hebefiguren, die zunächst ein atemloses und dann ein begeistertes Publikum zurückließen. Tänzerische Höchstleistungen bot neben den Mädels der CKG-Prinzengarde auch Solomariechen Michaela Maibauer; und selbst die Schwadron der Stadtsoldaten wusste die rustikalen Stelzen trefflich in Szene zu setzen.
Burgfräulein Kunigunde mit Gesangsdarbietung
Höchstes Vergnügen bereitete dem Narrenzwerchfell auch Heike Raab, die als Burgfräulein
Kunigunde vor das närrische Auditorium trat und lila-städtische Highlights sowie Kreispolitik in spitze und gekonnte Verse verpackte. Eine pointenreiche Glanzleistung, die sich inklusive einer Gesangsdarbietung rhythmischen Beifall verdiente. Michael „Brändy“ Brand hielt den Saaljecken seinen güldenen Spiegel vor, der über seine närrischen Stimmbänder amüsante Cochemer Stückelcher aus der jüngsten Vergangenheit mit zwinkerndem Auge thematisierte. Jakob Heimes gab heuer zum 11. Mal den „Zumme-Clown“. Die Traditionsfigur der Cochemer Fassenacht, die das lokalkolorierte Zeitgeschehen gesanglich interpretiert. Tolle Stunts und einen Operationssaal für kanadische Holzfäller, bei der auch eine Kettensäge als Skalpell verwendet wurde, zeigten die berühmt-berüchtigten Bauarbeiter. Christian und Stefan Marx, sowie Sebastian Nicolay und Michael Laux versprühten bei ihren Gaudi-Einlagen bäuerliches Spökes-Esprit, was reichlich Kater für die Lachmuskulatur einbrachte. Tom Esser gab als Professor für politische Ornithologie sein CKG-Debüt und analysierte in seinen Ausführungen mit spitzer Zunge scheinbare Gemeinsamkeiten mit den gefiederten Freunden aus der Natur und den seltsamen Vögeln in der Kreispolitik.
„Baddanouhdah“
Das Narrenvolk nahm es sichtlicher mit Freude auf und die Betroffenen mit einem Schmunzeln in Kauf. Von Jamaika bis nach China flog als neuerliches Sitzungshighlight diesmal die Narrentruppe „Baddanouhdah“ um ihren jecken Regisseur Stephan Hilken. In einem gespielten und gesungenen Dreiakter prangerten sie innerstädtische und bundespolitische Ereignisse an, die sich durchweg an Aktualität erfreuten und in Verbindung mit Filmklassikern sowie bekannten Musikhits aufgeführt, zu einem spektakulären Komödienstadl mit närrischem Museumswert wurde. Da gab sich Angela Merkel beispielsweise im Rahmen der Koalitionssondierung als „Black Magic Woman“ und „Noch“-Stadtbürgermeister Wolfgang Lambertz wurde zum weinfröhlichen Cochemer China-Checker ohne Überblick und Fingerspitzengefühl. Eine tränenreiche Spaßparade. Die „Cochemer Junge“ luden abschließend singend und musizierend zum Finale ein, welches wie das Gesamtspektakel auch von den hervorragenden Akteuren des Cochemer Musikvereins unter der Leitung von Jan Kokic begleitet wurde. TE
Die Tanztiger des Katzenensembles „Moglüs“ präsentierten ein Musical-Tanzspektakel der Spitzenklasse.
Die Tanzgruppe des TV Cochem begeisterte mit dem Dance-Potpourri „Carnevale di Venezia“.
Die berühmt-berüchtigten Bauarbeiter versuchten sich diesmal als OP-Team in der Unfallchirurgie.
Burgfräulein Heike Raab strapazierte die Zwerchfelle der Narren mit trefflichen Reimen. Fotos: TE
