Allgemeine Berichte | 14.09.2020

Linzer Stadtrat beschließt neues Nutzungskonzept des Anbaus am Neutor

Bald bunte Farben in der „Bunten Stadt“?

Die Einrichtung einer Lithografie-Werkstatt in Linz am Rhein soll nicht nur Touristen locken, sondern auch ganz neue Möglichkeiten künstlerischen Arbeitens ermöglichen

Linz. Die „Bunte Stadt am Rhein“ ist im Wandel. In den letzten Jahren wurden bereits viele Projekte angepackt und umgesetzt – von umfangreichen Straßensanierungen über die Ernennung zur „Fairtrade Town“ bis hin zu den jüngst gesetzten Pollern, die die Fußgängerzone endlich autofrei halten sollen. In der letzten Sitzung des Kulturausschuss wurde nun ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht.

Es war ein Kraftakt, mit dem alle Beteiligten rechtzeitig zum Auslaufen der LEADER-Frist für die Förderung des Projekts die notwendigen Unterlagen beschlussfähig vorbereitet hatten: Durch einen glücklichen Zufall hat der Linzer Kunstverein die Möglichkeit, eine Lithografie-Presse für künstlerisches Arbeiten mit dieser Presse in die Stadt zu holen. Die Lithografie, bei dem mithilfe eines flachen Steins und aufwendiger Ätztechniken bis zu fünfzig farbige Abzüge eines Werks erstellt werden können, war sehr beliebt bei vielen Künstlern des 19. Jahrhunderts. Francisco de Goya, Paul Cézanne und Emil Nolde gehören zu den berühmten Lithografen ihrer Zeit.

Doch für die Einrichtung einer entsprechenden Werkstatt fehlte dem Verein der Raum. Zugleich fehlte eine Idee für die neue Nutzung des zu Sanierungsobjekts neben dem Neutor, wo durch eine umfangreiche Arbeiten am Gebäude ein Raum von etwa 30 qm entstehen würde.

Ideal gelegen an einem der wichtigsten historischen Merkmale der Stadt. Gemeinsam erarbeiteten Vertreter der Stadt, des Kunstvereins und Bürgermeister Dr. Hans Georg Faust einen Vertragsentwurf, bei dem die Nutzung des zu sanierenden für zwölf Jahre dem Kunstverein Linz e. V. für Einrichtung und Betreibung des Lithografie-Ateliers übertragen würde – einen positiven Bescheid für die Förderung aus dem LEADER-Programm vorausgesetzt. Neben dem Arbeiten einzelner Künstler, die die Werkstatt für ihre Arbeit anmieten könnten, sieht dieser Vertragsentwurf auch Angebote für touristische Zwecke oder Kursangebote für Kunstinteressierte vor.

Große Unterstützung erfuhr das Projekt in der letzten Sitzung des Kulturausschusses der Stadt Linz: trotz der vertraglichen Bindung über zwölf Jahre, die nicht bei jedem auf Zustimmung stieß, wurde der Vorschlag mit nur zwei Gegenstimmen von Brigitte Hömig (FWG) und Kristin Simos (Bündnis 90/Die Grünen, FWG) einhellig befürwortet. Nur zwei Tage später folgte der Linzer Stadtrat mit zwei Nein-Stimmen und drei Enthaltungen dieser Empfehlung, in dem Anbau des Neutors eine Lithografie-Werkstatt zu realisieren. Vorbehaltlich der Förderung durch das LEADER-Programm, wodurch ganze 75 Prozent der Kosten gefördert werden könnten, wie Bürgermeister DR. Hans-Georg Faust betonte. So können sich Linzer, Kunstinteressierte und Touristen gleichermaßen bald über eine neue Landmarke in der Kulturlandschaft der „Bunten Stadt am Rhein“ freuen, die dann noch ein wenig werden wird.

kbl

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