Allgemeine Berichte | 29.10.2019

Eric Otieno stellte auf Einladung des Kulturkreises in Dierdorf sein Land vor

Barack Obamas Cousin hat Kenia für das Publikum erlebbar gemacht

Familien aus Dierdorf nahmen an Safaris in Afrika teil

Die Familien Theisen-Welsch und Fuldner waren von ihren Reisen nach Kenia so begeistert, dass sie Eric nach Deutschland einluden. Fotos: KER

Dierdorf. „Es ist sehr ruhig und friedlich hier und mir gefällt die wunderbare Landschaft mit den Hügeln und den Bäumen. Die Menschen sind sehr freundlich“, so beschreibt der Besucher aus Kenia seine ersten Eindrücke vom Westerwald und speziell von Dierdorf. Aber eine kleine Einschränkung fügt er seinem positiven Urteil doch hinzu: „Es ist ziemlich kalt hier, ich muss mich warm anzhiehen!“ Eric Otieno hält sich auf Einladung von zwei Dierdorfer Familien in der Stadt auf. Der Kulturkreis nutzte die Gelegenheit, ihn zu einem Diavortrag über sein Land und das Tierleben dort einzuladen. Der Bitte kam Eric vorige Woche in der Alten Schule am Damm gerne nach. Viele Dierdorfer lauschten gebannt seinen Beschreibungen und bestaunten die wunderbaren Tier- und Landschaftsaufnahmen.

Spenden für Hilfsprojekt in Kenia

Karl-August Heib vom Kulturkreis begrüßt die Gäste. Er bittet auch schon um eine Spende, die ausschließlich einem schulischen Hilfsprojekt in Kenia zu Gute kommen wird. Andrea Theisen-Welsch erklärt, wie es zu dem Kontakt kam und wie die Reise abgelaufen ist. „Wir haben durch Eric Kenia erlebt, er hat uns Kenia mit seinen Augen und seinem Herzen gezeigt. Die Freude an diesem Land ist unbeschreiblich, lassen Sie sich anstecken!“ Extra für Dierdorf hat Eric Otieno zwei Wochen an seinen Deutschlandaufenthalt drangehangen. Eric begrüßt die Gäste mit „Jambo!“, alle lachen und rufen auch „Jambo!“ Jill Schuto, die pensionierte Englischlehrerin vom Gymnasium, übersetzt. Eric stellt sich vor als Safari-Guide seit zwölf Jahren. Er ist auch leidenschaftlicher Wildlife-Fotograf.

Über Einwohner und Wildtiere

Die Besucher erfahren an diesem Abend viel über das ostafrikanische Land am Indischen Ozean. Kenia hat 45 Millionen Einwohner. Zu den 42 Stämmen mit verschiedenen Dialekten gehören unter anderem die Massai, sie leben in kleinen Hütten, in die man gebückt reingehen muss. Der Dialekt der Massai ist „Maa“. Eric sagt: „Barack Obama is my cousin!“ Obamas Vater gehörte zum Stamm der Luo, dem auch Eric Otieno angehört. Die erfolgreichsten Marathonläufer Kenias gehören zum Stamm der Kalenjins. Eric zeigt Bilder von den Big Five, den Small Five und den „Ugly Five“. Dazu gehören Geier, Hyänen, Marabus und Warzenschweine. Je nach Betrachtungsweise tut man diesen Wildtieren aber unrecht, sie als hässlich zu beschreiben. Vom Aussterben bedroht sind die Geparden. Sie werden von den Siedlern und die Gepardenbabys von den Löwen gejagt. Eric erzählt die Geschichte vom großen, schönen Elefanten Tim, der einen Angriff von Wilderern überlebt hat. Und er zeigt eine Aufnahme vom letzten männlichen weißen Nashorn auf der Welt. Es ist jetzt tot. Von den schwarzen Nashörnern sind seit 1960 97 Prozent ausgestorben, hauptsächlich wegen der enormen Nachfrage nach aus dem Horn gewonnenen angeblichen Potenzmitteln für den chinesischen Markt.

Appell gegen Trophäen-Jägerei

Eric appelliert an seine Zuhörer: „Kauft keine Trophäen! Unterstützt Trophäen-Jägerei nicht! Macht eine Safari, dann lernt man die wilden Tiere zu schätzen und beginnt, sie zu schützen.“ Eric wohnt mit seiner Familie, Ehefrau und zwei kleinen Kindern, in Nairobi. Er gehört zum Stamm der Luo. Deshalb bezeichnet er sich als Cousin von Barack Obama, dessen Vater ebenfalls Angehöriger der Luo war. Erics Beruf ist Tour-Guide in Kenia und Tansania. In den vergangenen zwei Jahren hat er mehrere Safaris für Familien aus Dierdorf organisiert. Von diesen erfolgte die Einladung zu einem Besuch in Dierdorf. Die Gelegenheit bot sich an, im Rahmen eines Diavortrags Kenia mit seinen Schönheiten und besonders seiner phänomenalen Wildtierpopulation vorzustellen. Eric betätigt sich seit vielen Jahren auch als Fotograf. Er verknüpfte die Reise mit einem Aufenthalt in der Schweiz. „Es ist das erste Mal, dass ich Europa kennenlerne“, sagt der immer freundliche Kenianer. Außer Dierdorf wird er sich noch Koblenz, Köln und Heidelberg ansehen. Auf seinen Foto-Safaris sieht man die „Big Five“, Elefanten, Löwen, Nashörner, Büffel und Leoparden. Außerdem sieht man in Kenia viele Geparden. Seit 1963 ist Kenia unabhängig von der ehemaligen Kolonialmacht Großbritannien. Eric sagt: „Wir sind eine Demokratie. Außer Englisch und Suaheli werden die Dialekte der 42 Stämme gesprochen. Grundsätzlich herrscht Frieden in unserem Land. Manchmal gibt es Konflikte zwischen verschiedenen Stämmen. Dabei geht es meist um Weideland für die Tiere. Neben der Viehzucht verdienen die Menschen ihr Geld mit dem Anbau von Tee und Kaffee sowie Macadamia-Nüssen und Rosen.

Karl-August Heib vom Dierdorfer Kulturkreis begrüßte die Besucher im Saal der Alten Schule und führte in das Thema ein.

Karl-August Heib vom Dierdorfer Kulturkreis begrüßte die Besucher im Saal der Alten Schule und führte in das Thema ein.

Tim ist nach den Worten Eric Otienos der schönste und berühmteste Elefant auf der Welt.

Tim ist nach den Worten Eric Otienos der schönste und berühmteste Elefant auf der Welt.

Nicht nur wunderschön und beeindruckend, sondern teilweise auch bedroht oder sogar schon ausgestorben ist die Tierwelt in Afrika. Erik Otieno (li.) zeigte diese Aufnahme vom letzten weißen Nashorn, das mittlerweile nicht mehr lebt. Jill Schuto (re.) übersetzte den in Englisch gehaltenen Vortrag des kenianischen Safari-Guides.

Nicht nur wunderschön und beeindruckend, sondern teilweise auch bedroht oder sogar schon ausgestorben ist die Tierwelt in Afrika. Erik Otieno (li.) zeigte diese Aufnahme vom letzten weißen Nashorn, das mittlerweile nicht mehr lebt. Jill Schuto (re.) übersetzte den in Englisch gehaltenen Vortrag des kenianischen Safari-Guides.

Die Familien Theisen-Welsch und Fuldner waren von ihren Reisen nach Kenia so begeistert, dass sie Eric nach Deutschland einluden. Fotos: KER

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