Die 174. Rheinbacher Herbstkirmes überzeugte mit vielen Attraktionen
Bauchkribbeln und stabiler Magen waren gefragt
Etwa 50 Schausteller boten fünf Tage lang Kirmesfeeling vom Feinsten
Rheinbach. Am vergangenen verlängerten Wochenende, von Freitag bis Dienstag, waren Spaß, Kribbeln im Bauch und Naschen für Klein und Groß angesagt. Denn die Schausteller der 174. Rheinbacher Großkirmes hatten sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Rheinbacher Bürgerinnen und Bürgern, sowie den Gästen aus der Region eine ansprechende und familienfreundliche Kirmes zu bieten. Auf etwa 5.000 qm war Staunen und Genießen angesagt. Ca. 50 Schausteller waren mit ihren Ständen und Fahrgeschäften angereist. Der Himmeroder Wall, der Prümer Wall und die Pützstraße waren ausschließlich den Kirmesbesuchern vorbehalten. Sozusagen an jeder freien Stelle waren Stände, Imbissbuden, Bierzelte und Sitzbänke aufgebaut und luden zum Verweilen ein. Pünktlich um 18:00 Uhr eröffnete Claus Wehage, der stellvertretende Bürgermeister Rheinbachs, die Herbstkirmes. Vorher stimmte der Rheinbacher Spielmannszug 1902 die Gäste auf die Kirmes ein. Nachdem Claus Wehage den Gästen die Herkunft des Wortes „Kirmes“ erklärt und sich bei den Schaustellern und bei der Rheinbacher Verwaltung bedankt hatte, ging es zum Fassanstich und die ersten Liter Freibier wurden ausgeschenkt. Denn, so Wehage: „Wir weihen heute keine Kirche ein, sondern eröffnen die Herbstkirmes“. Jede Menge Spaß hatten auch die kleinen Besucher bei der Herbstkirmes. Abgesehen von den süßen Leckereien lockten zahlreiche Kinderfahrgeschäfte die Kleinen zu einer Fahrt mit dem Karussell. Für viele der Kinder war natürlich nach der ersten Fahrt eine weitere Runde angesagt und Opa oder Oma zückten gern nochmals das Portmonee. Natürlich hatten auch die Erwachsenen ausgiebig Zeit und Muße, während der 5 Tage die Kirmesattraktionen zu erleben. Eine besondere Anziehungskraft übten die „Überkopfschaukel“, Avenger und das Fahrgeschäft „Die Krake“ auf die Besucher aus. Geschwindigkeitsrausch stellte sich beim Fahrgeschäft „Beach Party in Florida“ mit Sicherheit ein. Auch auf dem „High Impress“ waren Mut und Schwindelfreiheit, fast wie beim Astronautentraining, angesagt. Wer in die Welt der Magie einsteigen wollte, konnte dies nach Herzenslust im „Haus der Magie“ am Glasmuseum erkunden. Eine Lücke klaffte in der Reihe der Buden auf der Pützstraße. Dort wurde der Stand der Messdiener mit ihren bunten Bällen vermisst, die mit ihrem Losverkäufen für einen guten Zweck stets in den vergangenen Jahren umlagert waren. Zahlreiche Schausteller kommen bereits zum wiederholten Male nach Rheinbach zur Herbstkirmes. Sie schätzen die familiäre Atmosphäre und die gute Mischung aus Unterhaltung, Spannung und Genuss. Zum ersten Mal dabei war in diesem Jahr eine Kinderachterbahn „Grazy Jungle“. Toll fanden es die Kids, dass sie Oma oder Opa mit auf die Achterbahn nehmen konnten. Für das leibliche Wohl sorgten auch die Gastronomieanlagen entlang der Pützstraße, wo man sich entspannt nach dem Besuch der Kirmes erholen konnte. Hunger und Durst musste keiner der Besucher während der Kirmes leiten. Ein umfangreiches Angebot an Speisen und Getränken sorgte für den kleinen und großen Hunger und ließ keine Wünsche offen. Die meisten Besucher gingen nach der Stärkung nochmals über die Kirmes und ließen sich vom Trubel und den herzhaften Gerüchen von Mandeln, Backfisch und frischen Reibekuchen beeindrucken. Besonders erfinderisch war man am Toilettenwagen am Wasemer Turm. Dort konnte man mit einer „Pipi-Flat Rate“ für 2 Euro gleich eine Tageskarte erwerben. Wenn sich auch das Wetter nicht an allen Tagen von seiner besten Seite zeigte und den Herbst einläutete, waren am Ende der diesjährigen Herbstkirmes alle zufrieden. Selbst am Kirmessonntag, der regnerisch, windig und kühl begann, herrschte bei den Fahrgeschäften und an den Imbissständen viel Betrieb. Wie immer bedankten sich die Schausteller mit einem Höhenfeuerwehr am Dienstagabend.
Der Rundgang über die Herbstkirmes war immer ein Erlebnis. 50 Schausteller waren in diesem Jahr nach Rheinbach gekommen und erfreuten Jung und Alt mit ihren Buden, Ständen und Fahrgeschäften.
Süßigkeiten sind ein Muss auf jeder Kirmes.
Das wunderschöne „Magic-House“ war nichts für Angsthasen.
