Allgemeine Berichte | 20.12.2016

Die Stadt Koblenz informiert

Baumfällungen und -pflanzungen

An der L 127 und Rüsternallee kommt es in den nächsten Jahren zu Maßnahmen an der Bepflanzung

Koblenz. Baumfällungen und -pflanzungen an der L 127: In dem betroffenen Abschnitt der L 127 sind insgesamt 70 im Baumkataster der Stadt Koblenz erfasste Einzelbäume der Baumarten Platane, Spitzahorn, Esche und Rosskastanie und Hybridpappeln, vorhanden. Die Bäume weisen schlechte bis gute Vitalitäten auf. Die 14 Hybridpappeln haben aufgrund ihrer Schnellwüchsigkeit nur eine kurze Lebenserwartung von etwa 60-80 Jahren, die Exemplare am Standort haben dieses Alter durchschnittlich erreicht und weisen entsprechende altersbedingte Schäden auf. Die in der Vergangenheit vorgenommenen Kappungen mit nachfolgender Neuaustriebbildung führen zu einer Erhöhung der Ausbruchgefahr von Ästen, da die neu gebildeten Triebe nicht fest mit dem Holz verbunden sind.

Holzfäule bei den Hybridpappeln

Bei Baumkontrollen und den daraus resultierenden Fällungen hat sich gezeigt, dass sich im Stammfußbereich der Hybridpappeln umfangreiche Holzfäulen entwickeln, die die Standsicherheit massiv beeinträchtigen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind 24 Eschen in unterschiedlichen Vitalitäts- und Altersklassen vorhanden. Bei den Altbäumen zeichnet sich der initiale bis ausgeprägte Befall durch das Eschentriebsterben (Chalara fraxinea) ab. Die jungen Bäume sind dagegen noch in einem recht vitalen Zustand. Ein Befall durch das Eschentriebsterben ist auch hier zu erwarten. In keinem vitalen Zustand dagegen sind die acht Spitzahorn-Bäume, die sich im Bereich des Kreisels Arenberg befinden. Bei der Sommerbegehung zeigen sich hier deutlich auffällige Streusalzschäden, die sich in starken bis mittleren Vergreisungserscheinungen der Kronen manifestieren. Im gesamten Bereich sind aus Samen aufgelaufene Bäume in unterschiedlichen Baumarten vorhanden, die aufgrund ihres Untermaßes nicht im Baumkataster erfasst sind. Diese Bäume sind infolge starker Konkurrenz einseitig gewachsen und wegen häufig vorkommender Mehrstämmigkeit nicht entwicklungsfähig. An Teilen des Bereiches schließt ein entwicklungsfähiger Strauchgürtel an. Die gesamte Fällmaßnahme der Altbäume (Hybridpappeln) ist über eine Zeit von 10 Jahren in drei Abschnitten geplant. Im Jahr 2016 wurde der Abschnitt zwischen dem Kreisel Niederberg und der Zufahrt der „Alten Baumschule“ umgesetzt. Hier wurden fünf Hybridpappeln gefällt.

Fällung von Hybridpappeln in 2021 und 2026

Im Jahr 2021 wird die Hybridpappel im Abschnitt zwischen der „Alten Baumschule“ und der Baumschule Diewald gefällt. Im Jahr 2026 werden im 3. Abschnitt die verbleibenden acht Hybridpappeln gefällt. Die übrigen Bäume aus der Gattungen Spitzahorn, Esche und Rosskastanie werden in den nächsten Jahren schrittweise entnommen und die Baumstandorte im Anschluss wieder gepflanzt. Es wurde sich bewusst gegen eine Nach- bzw. Neupflanzung aus den bereits vorhandenen Baumarten entschieden.

Keine Neupflanzung von Esche, Rosskastanie, und Spitzahorn

Die Baumarten Esche und Rosskastanie sollen laut den Empfehlungen der Fachwelt nicht mehr in großer Stückzahl pro Bereich gepflanzt werden, da durch den Befall mit Eschentriebsterben beziehungsweis dem Pseudomonas-Kastaniensterben ganze Bestände auch junger Bäume absterben können. Der Spitzahorn ist nicht streusalzverträglich. Da in diesem Bereich der L 127 im Winter Tausalz eingesetzt wird, sollte auch kein Spitzahorn gepflanzt werden. Als neue nachhaltige Hauptbaumarten für den gesamten Bereich wurde sich für die Sumpf-Eiche (Quercus palustris) sowie die Zerr-Eiche (Quercus cerris) entschieden. Die Eichenarten vertragen Streusalz, kommen mit den vorhandenen Standortbedingungen zurecht und tolerieren auch Trockenheit sehr gut. Mit diesen dem Klima angepassten Bäumen soll auch für die nachfolgenden Generationen ein funktionierender Baumbestand gesichert werden. Durch die Bepflanzung mit zwei Baumarten im Wechsel von je 10 Bäumen soll gestalterisch der Charakter einer gleichmäßig aufgebauten Allee als Eingangstor nach Koblenz erreicht werden. Neben der Nachpflanzung von Bäumen entlang der L 127, wird auch der sich angrenzend befindende Strauchstreifen „instandgesetzt“. So soll durch das Einbringen von heimischen Sträuchern und Vogelnährgehölzen als Beitrag für den Natur- und Artenschutz wieder ein geschlossener Gehölzverband entstehen. Die gesamte Maßnahme wird in enger Abstimmung und Zusammenarbeit mit den zuständigen Naturschutzbehörden durchgeführt. Ebenfalls wurde der Naturschutzbeirat der Stadt Koblenz beteiligt.

Rüsternallee wurde bepflanzt

Entlang der Rüsternallee im Stadtteil Karthause wurden im November/Dezember 2016 30 Ulmen (Ulmus ‚Triumph‘) als naturschutzrechtlicher Ausgleich für die im Zuge der Sanierung der Vorlandbrücke Lützel gefällten Bäume gepflanzt. Der Ausgleich von bei Bauvorhaben gefällten Bäumen im Stadtgebiet ist gängige Praxis und wird von der Oberen Naturschutzbehörde (Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord) im Zuge des Genehmigungsverfahrens festgesetzt. Es handelt sich hierbei um eine naturschutzrechtliche Anweisung, zu deren Ausführung die Stadtverwaltung Koblenz verpflichtet ist. Es wurde sich für die Baumart Ulme entschieden, da Rüster der lokal gebräuchliche Name der Ulme ist. Die ausgewählte Sorte ‚Triumph‘ ist hochresistent gegen die Holländische Ulmenkrankheit, ist unempfindlich gegen Trockenheit und Hitze und lässt sich gut am Standort etablieren. Mit Baumpflanzungen auch im Übergang zur freien Landschaft wird der Bildung von Wärmeinseln vorgebeugt und eine Filterung von Feinstaub gerade in verkehrsreichen Straßen erreicht. Die Ulme eignet sich besonders für die Filterung von Feinstaub, da sich die Feinstaubpartikel gut an das raue Blatt der Ulme anheften können.

Pressemitteilung

Stadt Koblenz

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