Allgemeine Berichte | 11.07.2024

Freisprechungsfeier der Tischler-Innung Mayen

Beeindruckende Gesellenstücke mit individueller Handschrift

Die Tischler-Innung Mayen freut sich über 11 neue Gesellinnen und Gesellen.  Foto: Dinah Schmidt

Mayen.Passend zur EM freut sich die Tischler-Innung Mayen über elf „Neue“. Im Rahmen einer feierlichen Freisprechung in der VRBank RheinAhrEifel in Andernach beendeten die ehemaligen Tischlerlehrlinge ihre Ausbildung offiziell und rückten in die Profiliga auf. Als frischgebackene Gesellen können sie jetzt durchstarten ins Berufsleben.

Das besondere I-Tüpfelchen der Veranstaltung: In einer eindrucksvollen Ausstellung präsentierten die jungen Leute ihre Gesellenstücke. Zu sehen waren beeindruckende Leistungen. „Gleich fünf Mal die Note sehr gut, das habe ich in siebzehn Jahren als Obermeister noch nicht erlebt“, zeigte sich Obermeister Christoph Rieger begeistert.

Ausbilder, Familie, Partner: Sie alle bestaunten die geballte Kreativität, auch Hausherr Oliver Engels, Regionalmarktdirektor des Geldinstitutes, das seine Räumlichkeiten einmal mehr für die 14-tägige Ausstellung und das Fest zur Verfügung stellte. Ob Kirschbaum, Rüster, Ahorn oder Esche, ob Kofferstaffelei, Sideboard mit japanischen Schiebetüren, Dartschrank oder stilvolles Terrarium, jeder fertigte ein Werkstück mit individueller Handschrift. „Ich kenne niemanden, der sich je von seinem Gesellenstück getrennt hätte“, schilderte Christoph Rieger. „Die wandern mit durchs ganze Leben.“ Nach gutem altem Brauch stellte jeder neue Geselle seinen „Schatz“ selbst vor und berichtete von der Idee dahinter, während der Obermeister ergänzte, was aus Expertensicht das Besondere am Werkstück darstellt. David Junk etwa entschied sich für ein Terrarium aus Eiche, Ahorn und Glas für seine Vogelspinne Elvis. Lisa Steinle stellte ihr „Hi-Wine“ vor, ein Möbelstück für einen perfekten Abend, bietet es doch Platz für die Musikanlage und Wein. Es ist das erste Mal, dass er gleich drei Frauen freisprechen könne, betont Obermeister Rieger. Angesichts der Ergebnisse „müssen wir Männer uns warm anziehen“, fügte er mit Augenzwinkern hinzu.

Auch Klassenlehrer und Prüfungsvorsitzender Bernhard Rösl beglückwünschte „die Neuen“ und bedankte sich „für die tolle Zeit mit euch.“ Ein derartiges Niveau bei Gesellenprüfungen habe er selten erlebt. Ebenso beeindruckt zeigte sich Petra Durben von der BBS Mayen, die im Namen der Schulgemeinschaft sprach. Judith Lehnigk-Emden, Beigeordnete des Kreises Mayen-Koblenz wähnte sich gar „fast auf einer Meisterfeier“. „Wir brauchen Tischler, gerade auch im Denkmalschutz“, hob sie die Bedeutung der Berufswahl hervor. Jan Trutzel sprach für die Junggesellen und bedankte sich herzlich für die Unterstützung von Lehrern und Ausbildern: „So konnten wir über uns hinauswachsen“. Und dies sind die neuen Gesellen: Justus Schilberz, Jonas Feller, Peter Gansen, Jonas Wendling, Philipp Schüller und Luna Thies. Auf dem dritten Platz unter den Prüfungsbesten landete Jan Trutzel (Ausbildungsbetrieb Schreinerei Helf aus Andernach), auf dem zweiten Josephina Schüler (Holzmanufaktur Rawert aus Bell) und ganz oben auf dem Siegertreppchen Lisa Steinle (Schreinerei Helf aus Andernach). Den internen Wettbewerb des Landesfachverbandes „Die gute Form“ gewannen Josephina Schüler und Philipp Schüller. Die Auszeichnung „Der besondere Ausbildungsbetrieb“ ging an Joachim und Felix Helf sowie Andreas Kohlhaas von der Schreinerei Helf aus Andernach. Am Ende gab es für die Prüfungsbesten noch Bildungsgutscheine aus den Händen von Stefan Höhn, Technischer Betriebsberater des Landesverbandes Leben Raum Gestaltung.

Übrigens: Wer sich selbst von der Qualität der Gesellenstücke überzeugen möchte, kann dies gerne tun. Auf der Seite www.tischler-innung-mayen.de ist unter „News“ im entsprechenden Artikel zur Freisprechung ein Link zum Youtube-Film zu sehen.

Pressemitteilung

Tischler-Innung Mayen

Die Tischler-Innung Mayen freut sich über 11 neue Gesellinnen und Gesellen. Foto: Dinah Schmidt

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