Lehrerfortbildung im Fach Geographie
Bei Nebel um die Hohe Acht
Adenau. Der vom Wetterdienst angekündigte Sonnentag wurde es an der Hohen Acht dieses Mal ganz und gar nicht: Nahezu ganztägiger Nebel begleitete die Lehrer aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz bei ihrer geographischen Fortbildung um die höchste Erhebung in der Eifel. Winfried Sander (Leimbach) plant seit vielen Jahren solche Exkursionen für das Pädagogische Landesinstitut (Speyer) in seiner Wahlheimat, bietet sie doch Anlässe genug, um den Natur- und Kulturraum kennenzulernen: Von der geologischen Entstehung der Eifel, über deren Namensgebung und kulturhistorische Entwicklungen in den letzten 2000 Jahren bis hin zu aktuellen Fragen der Waldbewirtschaftung und nicht zuletzt das fußläufige „Testen“ der Steilstrecke mit 27 Prozent und damit etwa 16 Grad Neigung am Nürburgring. Sie wurde erst 1928 fertiggestellt und hat tatsächlich noch weitgehend ihren alten Belag aus diesem Jahr. Auf einer 20 cm starken Betondecke wurden gerillte Soliditbetonplatten eingemörtelt. Das Verfahren machte infolge des stark silikathaltigen Zementes den Beton weitgehend unabhängig von Kälte und Wärme, schränkt somit das witterungsbedingte Ausdehnen und Zusammenziehen auf ein Minimum ein und hält die Platten intakt. Der „Nürburg-Ring“ (ehemalige Schriftweise) trug daher den Namen „Gebirgs-, Renn- und Prüfungsstrecke“ nicht zu unrecht und war in erster Linie ein Erfordernis für die aufstrebende deutsche Automobilindustrie im Konkurrenzkampf mit dem übrigen Ländern in Europa! „Nebenbei“ fielen auch noch für etwa zwei Jahre beim Bau ungefähr 3000 Arbeitsplätze für Hilfskräfte an! Zuvor war die Gruppe auch an der Lützelacht (Kleine Acht) in der Nähe von Kaltenborn unterwegs, woher auch das Basaltmaterial für den Bau der Steilstrecke stammte. Mithilfe von Loren auf Schienen und mit Muskelkraft wurde das schwere Material an die Steilstrecke verbracht und als Packlager eingebaut. Der Abschluss der Exkursion auf der Hohen Acht ermöglichte wegen dichten Nebels eine Sicht, die kaum über Armlänge hinausging, schmälerte jedoch aus Sicht der Teilnehmer nicht den inhaltlichen und pädagogischen Ertrag der Fortbildung.
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HeimatHelden: Saffig: Peter Röttgen und Dieter Sill sind für ihre Mitmenschen im Einsatz
- Rita Butz: Sehr schön verfasster Bericht , sehr zutreffend und diese beiden " Helden " üben eine Vorbildfunktion für unsere Gemeinde aus !! L. G. verbunden mit meiner höchsten Wertschätzung!!
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