Allgemeine Berichte | 20.05.2014

Gesprächsgruppe „Rund ums Herz“ zu Gast in Sieglar

Bei Schlaganfall 112 wählen

Dr. Christoph Kley, Chefarzt Neurologie in Sieglar.privat

Rhein-Sieg-Kreis. „Wenn die Anzeichen für einen Schlaganfall vorliegen, dann unverzüglich 112 anrufen. Nicht auf den Hausarzt oder vielleicht bis zum nächsten Tag warten, nein, der Anruf bei 112 ist die einzig richtige Reaktion auf ein solches Ereignis.“

Das waren die eindringlichen Worte von Chefarzt Dr. Christoph Kley gegenüber den Teilnehmern der Gesprächs- und Selbsthilfegruppe „Rund ums Herz“, die unlängst unter der Leitung von Rainer Walterscheid aus Anlass des „Tages gegen den Schlaganfall“ dem Sieglarer Krankenhaus einen Besuch abstatteten, um die Schlaganfall-Abteilung (Stroke Unit) kennenzulernen und um wichtige Informationen rund um das Thema Schlaganfall zu erhalten.

Bei plötzlicher Lähmung oder Schwäche im Gesicht, Arm oder Bein, besonders auf einer Körperhälfte, bei plötzlicher Verwirrung, Sprach- und Verständnisstörung, bei plötzlicher Sehstörung auf einem oder beiden Augen, bei plötzlicher Gangstörung, Schwindel, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung kann ein Schlaganfall vorliegen.

Rainer Walterscheid, gleichzeitig auch ehrenamtlicher Beauftragter der Deutschen Herzstiftung, zu diesem Thema: „Auch wenn es allgemein bekannt ist, sofort über Notruf 112 zu reagieren, wird oft stundenlang gewartet, und das Warten kann unwiederbringlichen Schaden anrichten. Also, eine schnellstmögliche Behandlung in einem Fachzentrum ist unbedingt notwendig.

Die sogenannte Prähospitalzeit, also die Zeit vom Beginn der Beschwerden an bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Patient die Klinik erreicht, sollte so kurz wie möglich gehalten werden, denn jeder Schlaganfall ist ein Notfall, der auch den Einsatz des Notarztes und des Rettungswagens begründet.“

Knapp 270.000 Schlaganfälle ereignen sich nach aktuellen Berechnungen jährlich in Deutschland, etwas 20.000 davon sind erstmalige Schlaganfälle. Übrigens:

Die jährlichen Behandlungs- und Pflegekosten aller erstmaligen Schlaganfälle betragen etwa zwei Prozent der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung.

Dr. Christoph Kley, Chefarzt Neurologie in Sieglar.Foto: privat

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