Allgemeine Berichte | 09.07.2019

Wanderfreizeit des Eifelvereins Ortsgruppe Linz

Bei den Harzer Hexen und beim Teufel

Bei den Brockenkindern.Foto: privat

Linz. Acht wunderschöne abwechslungsreiche Tage verlebten 19 Teilnehmer der Ortsgruppe Linz in Bad Harzburg in Niedersachsen.

Mit dem Hotel Seela in Bad Harzburg hatten die Wanderführer eine sehr gute Wahl getroffen, alles war perfekt, sie hatten wieder schöne Wandertouren ausgesucht, wo für jeden etwas dabei war.

Nach der langen Anreise trafen sich die Mitglieder am Nachmittag im Hotel, die Zimmer werden bezogen und schon hieß es, es wird sich noch die Beine vertreten, was auch guttut.

Die Wanderführer haben sich etwas Besonderes zur Einstimmung in die Wanderfreizeit ausgedacht, eine kurze Wanderung zwischen Wipfeln und dabei etwas über die heimische Flora und Fauna erfahren. Der Baumwipfelpfad in Bad Harzburg macht es möglich, hoch hinaus geht es. Zurück ging es durch das Kalte Tal mit seinen Buchenwäldern und naturnahen Bachlauf zurück zum Hotel.

Am zweiten Tag war eine gemeinsame Rundwanderung in Schierke geplant, unter dem Motto - Abenteuer Einsamkeit - über den Pfarrstieg zu den Brockenkinder, die Zeterklippen, am Schierker Feuerstein Felsen vorbei zurück nach Schirke. Eine Wanderung durch stimmungsvollen Hochwald ebenso wie durch vom Waldtod geprägte Höhen. Höhepunkte waren die aussichtsreichen Felsen am Weg.

Sonnenschein und herrliche Weitsicht gab es am dritten Tag, es ging hoch hinaus. Von Torfhaus aus wurde über den Goetheweg zum Brocken (1141 m) gewandert, der Abstieg vom höchsten Berg des Harzes verlief über den Teufelssteig nach Bad Harzburg. Vier von der Gruppe fuhren mit der Brockenbahn zurück.

Am Freitag war Ruhetag, es war Bilderbuchwetter, denn es war eine Fahrt nach Goslar geplant. Der Vormittag stand zur freien Verfügung, um sich die Stadt anzusehen. Die Organisatoren hatten eine Stadtführung organisiert, „Auf den Spuren der Goslarer Gose“ erlebte die Wandergruppe nicht nur Stadtgeschichte, sondern wurde zum Bierkenner des einheimischen Bieres. Fachwerkromantik und Bierhistorie, sowie der Genuss einer frisch gezapften Gose haben begeistert.

Sonnenschein am fünften Tag und eine Wanderung, Herz was willst du mehr.

Die gesamte Gruppe wanderte auf dem Kaiserweg in Bad Harzburg. Auf diesem Weg folgten schon längst vergangene Hoheiten durch die reizvolle Landschaft am Großen Burgberg und im Radautal zum Radau-Wasserfall.

Wieder schönstes Wanderwetter am sechsten Tag. Gewandert wurde durch das schönste Tal des Harzes. Auf den Spuren der Hexen geht es durch das Bodetal, den „Grand Canyon“ des Harzes - die wilde, schroffe Landschaft macht dieses Tal zu einer der herausragenden Wandergegenden des Harzes.

Das Highlight kommt natürlich zum Schluss. Mit teuflischem Gefühl wurde auf dem Harzer Teufelsmauerstieg gewandert, wo bizarre Naturschönheiten und eine sehr alte, bis heute lebendige, Kulturlandschaft begegneten. Die Wanderführer legten auf dem Rückweg noch einen Abstecher zur Burg- und Festungsruine Regenstein ein.

Alles Schöne hat ein Ende, auch die Wanderfreizeit

Nach dem Frühstück verabschiedete sich schon eine kleine Gruppe, um die Heimfahrt anzutreten. Der Rest unternahm noch eine kurze interessante Rundtour um das große Torfhausmoor mit botanischen und faunistischen Highlights. Bevor dann auch die Heimreise angetreten wurde, gab es noch einen gemeinsamen Abschluss in Form von kühlen Getränken und einem kleinen Imbiss auf der Alm.

Acht herrliche und abwechslungsreiche Tage bei schönstem Wanderwetter in Bad Harzburg durfte die mittlerweile sehr fitte Gruppe verbringen, wo sich der Harz mit seinen schroffen Granitklippen und knorrigen Bergfichten, nebligen Moore und murmelnden Bachtäler mit seiner wilden Schönheit zeigte. Aber auch eine erschreckende Kehrseite wurde erlebt: Im gesamten Nationalpark Harz sterben Fichtenforste in großem Umfang ab, zumeist in der letzten Stufe durch die Borkenkäfer dahingerafft.

Bei den Brockenkindern.Foto: privat

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