Pfarrkirche Sankt Dionysius in Kruft
Beichtstuhl „to go“
Kruft. Wegen notwendiger Sanierungsarbeiten an einer Fenstereinfassung in der Pfarrkirche Sankt Dionysius in Kruft musste einer der drei Beichtstühle den Standort wechseln, weil dieser genau unter dem betreffenden Fenster stand. Aus Engagierten wurde ein Kompetenzteam verschiedener Gewerke gebildet. Als beim Treffen vor Ort das Vorgehen en Detail besprochen wurde, entschied man sich nicht für Abbau, Transport und Aufbau an einem Lagerort, sondern favorisierte die Lösung, den Beichtstuhl nicht abzubauen, sondern auf Rollbretter zu stellen. Kraftvoll packten alle mit an. Gemeinsam gelang das Vorhaben. Auf den Rollbrettern konnte er gefahren werden. Es war der erste mobile („to go“) Beichtstuhl in Kruft (im Pastoralen Raum Andernach? im Bistum Trier?). Wie so oft in der Pfarrei Sankt Dionysius wurde gemeinsam etwas bewegt. Schließlich bekam der Beichtstuhl unter dem Passionskreuz im dreihundert Jahre alten Chorraum der Kirche seinen neuen Platz. Der Standort ist theologisch sehr stimmig.
Denn Jesus starb freiwillig den Kreuzestod, um stellvertretend die Schuld der Menschen zu sühnen und Vergebung beim Vater zu erwirken. Auch im Zusammenhang mit dem Fluchtwegekonzept ist der neue Standort des Beichtstuhls sinnvoll. Im Anschluss an den tatkräftigen Einsatz stärkten sich die Beteiligten im Pfarrhaus bei Espresso und Kaffee. Dabei wurde auch über zeitgemäße pastorale Angebote gesprochen, wie heute Versöhnung gefeiert werden kann. Denn immer wieder tun Menschen Dinge, die ihnen hinterher leidtun, empfinden also Reue, oder unterlassen es, Gutes zu tun.
