Allgemeine Berichte | 08.11.2024

Professoren und Praktiker beim Podiumsgespräch über Sterbehilfe im Bad Neuenahrer Augustinum

„Beim Sterben helfen“

Bad Neuenahr. Der Spruch gilt so kaum mehr. „Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen“, hieß es bis vor einiger Zeit. Mittlerweile lässt der Tod für viele, vor allem Hochbetagte, länger auf sich warten als sie glauben, aushalten zu können. Andere haben Angst vor langem Leiden. Ist es eine Lösung, diese Menschen bei einem selbstbestimmten Ende zu unterstützen? Diese Frage treibt manche heutzutage um, und dieser Frage widmet sich auch ein hochkarätig besetztes Podiumsgespräch, am Donnerstag, 23. Januar, unter der Überschrift „Beim Sterben helfen“. Auf Einladung der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel werden um 18.30 Uhr im Theatersaal des Wohnstifts Augustinum, Am Schwanenteich, in Bad Neuenahr existenzielle, philosophische, juristische, seelsorgliche, medizinische und pflegerische Aspekte beleuchtet.

„Was bedeutet es, wenn wir nicht mehr für das Leben unserer Patienten, sondern für das Sterben sorgen sollen?“, wollen Mitarbeitende der ärztlichen und pflegerischen Berufe wissen. „Wo endet unsere neuzeitlich betonte Autonomie?“, ist Diskussionsgegenstand unter Philosophen. „Haben wir einen rechtlich unzureichenden Raum?“, klären Juristen. „Und ist der Wunsch nach Selbsttötung immer eine eindeutige Botschaft?“, versuchen Seelsorger zu ermitteln.

„Noch vor zehn Jahren wäre es weniger relevant gewesen, heutzutage aber sind Fragen nach Suizidassistenz verbreitet“, sagt die Vorsitzende der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel, Ulrike Dobrowolny. Deshalb hat sie in Zusammenarbeit mit Nadine Kreuser, Mitglied im Vorstand Deutscher Hospiz-und Palliativverband (DHPV) Berlin sowie Ethikberaterin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bonn, ein internationales Podium zusammengestellt, um Bürgern einen differenzierten Umgang mit dem Thema zu ermöglichen.

Unter der Moderation von Andreas Wittrahm, Honorarprofessor für Psychologie an der Katholischen Hochschule KatHo NRW, Bereichsleiter Facharbeit und Sozialpolitik Aachen, stellen sich dem Thema Sterbehilfe Torsten Verrel, Professor vom Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Bonn und Michael Gabor Zichy, Inhaber der neugeschaffenen Professur für Philosophische Grundfragen der Theologie und Sozialphilosophie an der Universität Bonn. Der Theologe Winfried Heidrich wird als langjähriger Krankenhausseelsorger aus dem praktischen Alltag in Luxemburg berichten, wo Ärzte laut Gesetz seit 2009 unter bestimmten Bedingen aktive Sterbehilfe und Suizidhilfe leisten dürfen.

Aus dem Kreis Ahrweiler dabei sind neben Nadine Kreuser auch Heide Großgarten, Koordinatorin und Palliativcareschwester beim Hospiz-Verein Rhein-Ahr, sowie Heide Brumhard, Palliativmedizinerin in der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) der Hospiz im Ahrtal gGmbH. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldung bei der Hospiz-Stiftung Rhein-Ahr-Eifel, 02641/2077969, oder im Wohnstift Augustinum. Weitere Infos: hospizstiftung-rheinahreifel.de.

Pressemitteilung

Hospiz-Verein

Rhein-Ahr

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • bley: hallo Jochen, habe eurer Jubiläum in blick aktuell gesehen. Hoffe dir geht es immer noch gut. aus dem hohen Norden grüsst Kurt.
  • Rolf Stern : Die Rechtslage ist eindeutig und lässt keinen Raum für politische Wunschinterpretationen. Nach § 10 Abs. 2 KAG Rheinland-Pfalz sind Erneuerung, Verbesserung und Umbau öffentlicher Verkehrsanlagen beitragspflichtig.
  • Oliver Spielmann: Es sollte besser heißen, Neuwied zerstört Lebensraum. Spätestens jetzt müsste eigentlich dem Letzten Bürger ein Licht aufgehen, welcher Stellenwert unser Grossbaumbestand in den Quartieren hat. Möglicherweise...
Anzeige Kundendienst
Kreishandwerkerschaft
Mülltonnen -Reinigung, bis auf Widerruf
Anzeige Andernach Mitte Card
Karneval in Oberbreisig
Karneval in der Grafschaft
Karneval in Oberbreisig
Kreishandwerkerschaft
Karneval im Blick
Karneval in der Region
Empfohlene Artikel

Bad Breisig. In Bad Breisig hat das Team der katholischen Kita St. Viktor unter der Schirmherrschaft der Katholischen KiTa gGmbH Koblenz im Rahmen der jährlichen Qualitätskonferenz die Ergebnisse des Jahres 2025 reflektiert und zentrale Ziele für 2026 festgelegt. Die Konferenz gilt als wichtiger Bestandteil zur kontinuierlichen Weiterentwicklung der pädagogischen Arbeit.

Weiterlesen

Brohl-Lützing. Der Förderverein der Leo-Stausberg-Schule lädt zur Jahreshauptversammlung 2026 ein. Im Rahmen der Veranstaltung besteht die Möglichkeit, Anregungen und Ideen einzubringen sowie sich über die Arbeit des Vereins zu informieren.

Weiterlesen

Weitere Artikel

Allgemeine Berichte

Neue Tempo-30-Zone in Sinzig

Sinzig. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit im Stadtgebiet beabsichtigt die Stadt Sinzig, im Wohngebiet westlich der Kölner Straße im Bereich zwischen der Landskroner Straße und der Hohenstaufenstraße eine Tempo-30-Zone einzurichten.

Weiterlesen

Rolandseck. Mit großer Freude besuchte Petra Schneider, Mitglied des Landtags (CDU), die neue Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck, die erste nach dem Tod des international bekannten Künstlers Günther Uecker. Die Ausstellung ist zugleich die letzte, an der Uecker noch persönlich mitgewirkt hat. Sie wurde durch seinen Sohn Jacob Uecker mit einem herzlichen Grußwort eröffnet.

Weiterlesen

Monatliche Anzeige
Dauerauftrag 2026
Rund ums Haus
Essen auf Rädern
Daueranzeige 2026
Dauerauftrag 2025
Dauerauftrag Imageanzeige
Dauerauftrag 2026
Stellenanzeige Zahntechniker
Karneval in der Region (Pellenz)
Karneval in der Region (Weißenthurm)
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Heimersheimer Karnevalsumzug, 14.02.26
Karnevalssitzungen Alzheimer Karnevalsverein
Karneval im Blick
Karneval in Mendig
Anlagenmechaniker SHK,  Lüftungsbauer, Servicetechniker
Karneval in der VG Altenahr