Schüler der Realschule Plus besuchten die Tafel in Bad Neuenahr.Ahrweiler
Beitrag zur Linderung der Not
Bad Neuenahr-Ahrweiler/Remagen. Ende April besuchte die Klasse 10a der Realschule Plus Remagen in Begleitung ihrer Klassenlehrerin Antoinette Elcheroth und Marcel Werner die Sammelstelle der Tafel von Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Klasse hatte sich im Sozialkundeunterricht mit der Armutsentwicklung in Deutschland beschäftigt. Dabei waren die Jugendlichen besonders über die hohe Kinderarmut, die laut dem aktuellen Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes bei 19 Prozent liegt, bestürzt.
Daher entschlossen sie sich, im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag zur Linderung der Not zu leisten und die Tafel in Bad Neuenahr-Ahrweiler als eine der ortsansässigen Organisationen, die Bedürftige mit Lebensnotwenigem versorgt, zu unterstützen. Sie begannen eine Lebensmittelsammlung, deren Ergebnis, drei große Umzugskartons voller Speisen, an diesem Morgen den Mitarbeitern der Sammelstelle in Ahrweiler überreicht wurde. Für die Jugendlichen war der Besuch dieser Stätte besonders interessant, bot er doch die Gelegenheit durch das Gespräch mit den Helfern mehr über die Arbeit der Tafel zu erfahren. Die Mitglieder des Teams beantworteten die zahlreichen Fragen der Teenager. So erfuhren diese, dass die Tafel in Ahrweiler 500 Bedürftige versorgt, während die Zweigstelle in Sinzig 600 Menschen hilft. Vor allem Alleinerziehende und Rentner gehören zu den Menschen, die auf die Versorgung durch die Tafel angewiesen sind. So können sich diese bei den Ausgabestellen gegen einen symbolischen Betrag mit dem Nötigsten versorgen. Mit Bedauern schilderte Frau Schorn, eine der Mitarbeiterinnen, dass momentan trotz einer anwachsenden Anzahl von Bedürftigen keine weiteren Menschen die Bezugsberechtigung erhalten könnten, da die Spenden dafür nicht ausreichten. Beeindruckt und nachdenklich verabschiedete sich die Schülergruppe.
