Sternsinger-Aktion in der Pfarreiengemeinschaft Remagen
Benachteiligten Kindern weltweit helfen
Über 150 Sternsinger zogen durch die Römerstadt und ihre Ortsteile und sammelten fast 20.000 Euro
Remagen. In Oedingen, Unkelbach, Oberwinter, Kripp und Remagen waren von vergangenen Donnerstag an die Sternsinger wieder unterwegs, um für Kinder in der Welt zu sammeln, eine Aktion, die seit 2018 zum immateriellen Unesco Weltkulturerbe gezählt wird. In diesem Jahr war das Beispielprojekt eine Einrichtung für Kinder mit Behinderungen in der peruanischen Hauptstadt Lima. „Wir gehören zusammen – in Peru und weltweit“ so das Motto 2019.
Start der diesjährigen Kampagne war am 3. Januar um 11 Uhr die Aussendungsfeier für die Pfarreiengemeinschaft in St. Peter und Paul in Remagen mit anschließendem Mittagessen im Pfarrheim. Es ist eine Aktion, die allen Beteiligten viel Kraft abverlangt, aber immer am Ende in allen viel Freude aufflammen lässt. Freude für die Kinder, die unterstützt werden weltweit, Freude für die Menschen, die besucht werden, Freude für die „Könige“ und ihre Begleiter, die durch die Straßen ziehen. Genaue Angaben gibt es noch nicht aus allen Pfarreien. In Oedingen sammelten rund 30 Kinder und zwölf Begleiter fast 2.000 Euro, in Unkelbach 35 Kinder mit 30 Betreuern in zehn Gruppen 3.015 Euro, in Oberwinter 30 Kinder mit elf Betreuern in elf Gruppen 5.518 Euro, in Kripp rund 30 Kinder mit rund zwölf Betreuern in neun Gruppen etwa 4.500 Euro, und in Remagen kamen 19 Kindern mit neun Betreuern in fünf Gruppen trotz eher geringer Anzahl auf 4.554,46 Euro. Beachtlich, dass drei Gruppen je über 1000 Euro sammelten. Die Erfahrung zeigt, dass noch einige Beträge im Nachhinein kommen, vor allem aus dem Stadtgebiet, wo Menschen vergebens auf die Sternsinger warten. Die diesjährigen Betreuer in der Kernstadt hatten einige sehr gute Ideen, die die Pfarrgemeinde 2020 umzusetzen versucht. Der Gesamtbetrag aus allen Pfarreien wird am Ende rund 19.000 Euro betragen.
Die Kreidezeichen „20*C+M+B+19“ an den Haustüren zeugen davon, wie viele Menschen die Sternsinger – und damit ihren Segen – empfangen haben.
Gemeinsam mit den Trägern der Aktion – dem Kindermissionswerk ‚Die Sternsinger‘ und dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) – machten die Sternsinger überall in Deutschland auf die Lebenssituation von Kindern mit Behinderungen aufmerksam.
Doch nicht nur Kinder im Beispielland Peru werden auch zukünftig durch den Einsatz der „kleinen Könige“ in Deutschland unterstützt. Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Aids-Waisen, Kindersoldaten, Mädchen und Jungen, die nicht zur Schule gehen können, denen Wasser und Nahrung fehlen, die in Kriegs- und Krisengebieten oder ohne ein festes Dach über dem Kopf aufwachsen – Kinder in mehr als 100 Ländern der Welt werden jedes Jahr in Projekten betreut, die mit Mitteln der Aktion unterstützt werden. Gemeinsam mit ihren Begleitern hatten sich die Sternsinger aus Remagen und den Ortsteilen auf ihre Aufgabe vorbereitet. Sie kennen die Nöte und Probleme von Kindern rund um den Globus und sorgten mit ihrem Engagement für die Linderung von Not in zahlreichen Projektorten. AB
„Wir gehören zusammen – In Peru und weltweit“, lautete das Motto der diejährigen Sternsinger-Aktion.
