Allgemeine Berichte | 27.02.2016

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler

Bengener Heide vor neuer Zukunft

Zusammenarbeit mit der Stadt bietet der Fläche eine neue Perspektive

Die Bengener Heide vorher. privat

Region. 20 Jahre lang haben sich Mitglieder der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler dafür engagiert und körperlich intensiv eingesetzt, dass aus den winzigen Überresten von einigen Quadratmetern der verbliebenen ehemaligen „Bengener Heide“ erheblich mehr werden. Der natürlichen Sukzession von Gräsern, Büschen und Bäumen wurde entgegengetreten: Jedes Jahr im Herbst fand eine Pflegemaßnahme statt, um das aufstrebende Biomaterial (Büsche, unter anderem in Form von Brombeeren und Bäume in Form von Birken) zurückzuschneiden. Allerdings ein schier aussichtsloser Kampf, weil der Boden mit dichtem Moos und Gras besetzt war und die Entwicklung der Heide sich nur ganz langsam entwickelte, weil der bedeckte Boden die Samen nur in geringer Weise aufnehmen konnte.

Jetzt wurde ein neuer und einschneidender Schritt mithilfe der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler getan – die Stadt ist die Besitzerin der Flächen und der BUND der Pächter –, nämlich das Abschieben der großen Wiesenflächen um die Erika-Heideflächen mit einem Radlader. Das Ziel: die beginnende großflächige Ausbreitung der Heideflächen über die Aussamung und die notwendige Verwurzelung im frei und offen liegenden Bodensubstrat zu fördern und zu erreichen.

Damit ist allerdings die Arbeit des BUND nicht zu Ende, denn es gilt, die sicher schnell nachwachsenden konkurrierenden Pflanzen zur Heide klein zu halten – Arbeit für viele kommende Jahre. Für den Vorsitzenden der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler, Reinhard van Ooyen, gilt die Wertschätzung vor allem der Stadt: „Wir sind froh, dass wir in der Stadt einen Eigentümer und einen Verpächter haben, der wie wir die Chance sieht, dass sich der Name Bengener Heide in zehn oder 20 Jahren wieder mit Recht nennen und diesem Lebensraum seine kulturelle und ökologische Besonderheit zukommen lässt. Der BUND wird die Entwicklung in den nächsten Jahren weiterhin beobachten, begleiten und dokumentieren.“

Die Bengener Heide nachher.

Die Bengener Heide nachher.

Die Bengener Heide vorher. Fotos: privat

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