Allgemeine Berichte | 21.09.2018

„Zugabe, Zugabe, Zugabe...“ rufen 350 begeisterte Vorschul- und Grundschulkinder

Benni Over und Trickfilm „Henry rettet den Regenwald“ in der Aloisiusschule

Rund 350 Kinder schauten sich „Henry rettet den Regenwald“ aufmerksam an und hatten eine Menge Fragen an Benni. privat

Ahrweiler. Was mit einem Besuch im Berliner Zoo und der Faszination für die rothaarigen Waldmenschen begann, hat mittlerweile einen Kindertrickfilm und zwei Bücher hervorgebracht. Seit Jahren schon setzt sich Benni Over für die Rettung der vom Aussterben bedrohten Orang-Utans und deren Lebensraum, dem Regenwald, ein und sucht Verbündete für sein Anliegen. 350 Vorschul- und Grundschulkinder haben sich auf dem Boden in der Aula der Aloisiuschule versammelt und warten gespannt auf etwas ganz Besonderes. Denn heute wird es um Orang-Utans und um deren Lebensraum, den Regenwald, gehen. Eigentlich noch um viel mehr, wie die Erst- bis Viertklässler später erfahren werden. Dann werden sie fragen: „Warum wird der Regenwald überhaupt abgeholzt?“ und: „Wie können wir den Orang-Utans helfen?“.

Der Reihe nach

Benni Over aus Niederbreitbach (Kreis Neuwied) ist angereist, zusammen mit seinen Eltern und seiner ambulanten Hilfe. Benni setzt sich schon seit Jahren für die Rettung der rothaarigen Waldmenschen ein, hat dazu ein Projekt initiiert und sucht unvermindert nach weiteren Verbündete. Benni selbst ist an einem schleichenden Muskelschwund (Muskeldystrophie Duchenne) erkrankt, sitzt im Rollstuhl und kann nur noch sein Finger bewegen. Dennoch setzt er seine ganze Kraft und auch sein Herz für die liebevollen Wesen, die Orang-Utans, ein.

Henry-Buch und Film

Mit seinem Vater und seiner ambulanten Hilfe hat er ein Kinderbuch und einen Trickfilm gemacht. Alle Bilder im Buch und im Film hat Benni auskoloriert. Der 20-minütige Film mit dem Titel „Henry rettet den Regenwald“ bildet den Höhepunkt der Veranstaltung am heutigen Tag. In dem Film verliert der sprechende Orang-Utan Henry seine Mama. Vermutlich wurde sie bei Baumfällarbeiten getötet. Um die Zerstörung seines Lebensraums zu verhindern, bricht er auf in die Welt, um Verbündete für sein Anliegen zu finden. Mit seinem Patenonkel, Benni, schmiedet er einen Plan und trifft sodann auf die Mächtigen der Welt: die Kanzlerin, den Papst und auch den Dalai Lama. Stets macht er die gleiche Erfahrung: Nette Gespräche, denen keine Taten folgen. Zurück in seiner Heimat, geht die Zerstörung des Regenwaldes unvermindert weiter. Doch dann stellen sich die Menschen und die Affen gemeinsam den Bulldozern entgegen. Und Henry erkennt: Nur in der Gemeinschaft ist man stark und kann etwas bewegen.

Fragen und Appelle der Kinder

Wie schon die Kinder in anderen Grundschulen, sind auch die Ahrweiler SchülerInnen nach dem Film emotional aufgebracht und können gar nicht fassen, dass Orang-Utans wegen Palmöl sterben müssen und ihre Heimat verlieren. Nicht Enden wollende Fragen werden von Bennis Vater beantwortet. Und auf die Frage: „Wie können wir den Orang-Utans helfen?“ erhalten die Kinder konkrete Antworten: zum Beispiel weniger Produkte mit Palmöl einkaufen und mehr frisch zu bereitetes Essen zu sich nehmen. Sie bekommen auch mit auf den Weg, sich den Film mit der Familie noch einmal anzuschauen. Denn sie haben jetzt einen Wissensvorsprung und können viel berichten über Orang-Utans, den Regenwald und die Folgen der Regenwaldabholzung. Den Film (eine fiktive Geschichte mit realen Hintergründen) kann man sich auf Youtube unter „Henry rettet den Regenwald“ anschauen.

Zur großen Freude aller Kinder werden am Ende der Veranstaltung den Kindern noch zwei Videoeinspielungen zu Bennis Reise ins Land der Orang-Utans gezeigt. Benni war im Frühjahr 2016 zusammen mit seiner Familie in zwei großen Orang-Utan-Rettungs- und Reha-Camps auf Borneo und ist dem wahren Henry – sein tierisches Patenkind – sowie vielen weiteren Waldmenschen direkt begegnet. Dazu ist jüngst auch das Reise- und Sachbuch „Im Rollstuhl zu den Orang-Utans“- wie schon das Kinderbuch – im Papierfresserchens MTM-Verlag erschienen.

Bennis Wald

Als die Kinder erfahren, dass zur Wiederaufforstung auf einem 130 Hektar brachliegenden Graslande „Bennis Wald“ entstehen soll und für ein Euro ein Baum pflanzen beziehungsweise gespendet werden kann, kommen ganz spontan 70,50 Euro zusammen. Das Geld wird Benni im Oktober an seinen Freund Dr. Willie Smits, der Projektleiter für das Aufforstungsprojekt, übergeben, wenn dieser Bennie mal wieder besucht. Weitere Informationen auf www.henry-rettet-den-regenwald.de

Pressemitteilung der

Grundschule Ahrweiler

Rund 350 Kinder schauten sich „Henry rettet den Regenwald“ aufmerksam an und hatten eine Menge Fragen an Benni. Foto: privat

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